Aktuell: Frühjahrstagung der Theologiestudierenden befasste sich mit digitaler Kommunikation des Evangeliums

Kassel (medio). Nicht erst seit der Corona-Pandemie gibt es religiöse und kirchliche Kommunikation auf digitalen Kanälen. Allerdings haben die Einschränkungen innerhalb des vergangenen Jahres einen großen Schub bewirkt: In den Gemeinden entstanden notgedrungen vielfältige digitale Formate für die christliche Verkündigung und den Austausch über religiöse Themen. Welche Entwicklungen sich abzeichnen und was die Kommunikation des Evangeliums auf digitalen Wegen für das Gemeindeleben, die Rolle der Pfarrerinnen und Pfarrer und die Theologie bedeutet, diskutierten die Theologiestudierenden der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) am 8. und 9. März 2021 auf ihrer Frühjahrstagung. Die Veranstaltung auf der Video-Plattform Zoom stand unter dem Motto «Insta, Twitter, Zoom & Co. - Kommunikation des Evangeliums auf digitalen Wegen».

Digitale Kirche vor und nach Corona und aktueller Forschungsstand

In drei thematischen Impulsen gaben am Montagnachmittag (8.3.) Fachleute Einblicke in die Aktivitäten der «digitalen Kirche» und zeigten Entwicklungen besonders während der Corona-Pandemie auf. Onlineredakteur Christian Küster vom Medienhaus der EKKW leuchtete grundsätzliche Bewegungen in der digitalen Kirchen-Kommunikation aus und stellte an jüngsten Beispielen vor, wie Landeskirche und Gemeinden religiöses Leben während der Pandemie digital gestalteten. Der Sozialwissenschaftler Daniel Hörsch von der Evangelischen Arbeitsstelle für missionarische Kirchenentwicklung und diakonische Profilbildung «midi» erläuterte anhand empirischer Studien den aktuellen Forschungsstand zu Gottesdienst und kirchlichem Leben während der Pandemie. Außerdem präsentierte er Erwartungen der Menschen an digitale kirchliche Formate während und auch nach Corona. Die Leiterin des Referats Theologische Aus-, Fort- und Weiterbildung der EKKW, Prof. Dr. Regina Sommer, ergänzte Ergebnisse der internationalen Studie «Church online in Times of Corona (CONTOC)», in die auch die Landeskirche einbezogen war. Die Studie untersuchte u. a. Veränderungen in der Rolle und dem Selbstverständnis von Pfarrerinnen und Pfarrern.

Workshops zu Kamerapräsenz, Podcasts und Social Media

Am zweiten Tag konnten die Studierenden in Workshops praktische Erfahrungen mit unterschiedlichen digitalen Formaten machen. Mit Basiswissen und weiterführenden Tipps zeigte Studienleiter Thomas Hof (Evangelisches Studienseminar Hofgeismar), wie die Arbeit vor und mit der Kamera gelingen kann. Pfarrer Dr. Christian Schäfer warf mit den Studierenden einen Blick auf analoge und digitale Formate des nordhessischen Kirchspiels Hundelshausen/Dohrenbach und ging der Frage nach, ob und wann digitale Formate sinnvoll sind und warum sie nicht ohne die analogen auskommen können. Im Workshop von Kirchenvorsteherin Ute Janßen (Stadt- und Johanneskirchengemeinde zu Bad Hersfeld) ging es um Podcasts als Hörstücke, die sich sowohl für informative als auch für liturgische Zwecke nutzen lassen. Und schließlich konnten die Studierenden von Chris Schlicht und Max Bode (beide Pastoren in einer Brennpunktgemeinde in Bremerhaven) erfahren, wie Gemeindearbeit in den Sozialen Medien funktionieren kann. Andachten im digitalen Format begleiteten die Tagung. 

In der abschließenden Diskussion wurde deutlich, dass einige theologische Themen noch weiterer Klärung bedürfen. Kontrovers diskutiert wurden u.a. die Frage des Abendmahls und das Gemeinde- und Kirchenverständnis in einer «digitalen Kirche». 

45 Studierenden aus der ganzen Republik

Referatsleiterin Prof. Dr. Sommer zeigte sich erfreut über die hohe Resonanz auf die Tagung, an der 45 Studierenden aus der ganzen Republik teilnahmen. Neben Sommer wurde die Frühjahrstagung von den Studierenden Theresa Noack und Alisa Jeric sowie den Studienleiterinnen Martina Löffert und Dr. Anna Karena Müller vorbereitet und durchgeführt.

Vollversammlung des Landeskonvents

An die Frühjahrstagung schloss sich am 10. März die Vollversammlung des Landeskonvents der Theologiestudierenden der EKKW an. Im Mittelpunkt dieser Versammlung, zu der sich die Studierenden ebenfalls digital trafen, stand das Thema Studieren unter Pandemiebedingungen sowieWahlen für die Neubesetzung verschiedener Ämter u.a. Gleichstellung. Außerdem hörten die Studierenden verschiedene Berichte, u.a. den Finanzbericht und den Bericht aus dem Ausbildungsreferat. (11.03.2021)

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Insta, Twitter, Zoom & Co.
Frühjahrstagung der Theologiestudierenden befasste sich mit digitaler Kommunikation des Evangeliums

Frühjahrstagung der Theologiestudierenden befasste sich mit digitaler Kommunikation des Evangeliums
So, wie auf unserem Symbolbild, kamen die Studierenden auf einer Video-Plattform zusammen. Die Tagung stand unter dem Motto: «Insta, Twitter, Zoom & Co. - Kommunikation des Evangeliums auf digitalen Wegen» (Foto: Unsplash/Chris Montgomery)

Kassel (medio). Nicht erst seit der Corona-Pandemie gibt es religiöse und kirchliche Kommunikation auf digitalen Kanälen. Allerdings haben die Einschränkungen innerhalb des vergangenen Jahres einen großen Schub bewirkt: In den Gemeinden entstanden notgedrungen vielfältige digitale Formate für die christliche Verkündigung und den Austausch über religiöse Themen. Welche Entwicklungen sich abzeichnen und was die Kommunikation des Evangeliums auf digitalen Wegen für das Gemeindeleben, die Rolle der Pfarrerinnen und Pfarrer und die Theologie bedeutet, diskutierten die Theologiestudierenden der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) am 8. und 9. März 2021 auf ihrer Frühjahrstagung. Die Veranstaltung auf der Video-Plattform Zoom stand unter dem Motto «Insta, Twitter, Zoom & Co. - Kommunikation des Evangeliums auf digitalen Wegen».

Digitale Kirche vor und nach Corona und aktueller Forschungsstand

In drei thematischen Impulsen gaben am Montagnachmittag (8.3.) Fachleute Einblicke in die Aktivitäten der «digitalen Kirche» und zeigten Entwicklungen besonders während der Corona-Pandemie auf. Onlineredakteur Christian Küster vom Medienhaus der EKKW leuchtete grundsätzliche Bewegungen in der digitalen Kirchen-Kommunikation aus und stellte an jüngsten Beispielen vor, wie Landeskirche und Gemeinden religiöses Leben während der Pandemie digital gestalteten. Der Sozialwissenschaftler Daniel Hörsch von der Evangelischen Arbeitsstelle für missionarische Kirchenentwicklung und diakonische Profilbildung «midi» erläuterte anhand empirischer Studien den aktuellen Forschungsstand zu Gottesdienst und kirchlichem Leben während der Pandemie. Außerdem präsentierte er Erwartungen der Menschen an digitale kirchliche Formate während und auch nach Corona. Die Leiterin des Referats Theologische Aus-, Fort- und Weiterbildung der EKKW, Prof. Dr. Regina Sommer, ergänzte Ergebnisse der internationalen Studie «Church online in Times of Corona (CONTOC)», in die auch die Landeskirche einbezogen war. Die Studie untersuchte u. a. Veränderungen in der Rolle und dem Selbstverständnis von Pfarrerinnen und Pfarrern.

Workshops zu Kamerapräsenz, Podcasts und Social Media

Am zweiten Tag konnten die Studierenden in Workshops praktische Erfahrungen mit unterschiedlichen digitalen Formaten machen. Mit Basiswissen und weiterführenden Tipps zeigte Studienleiter Thomas Hof (Evangelisches Studienseminar Hofgeismar), wie die Arbeit vor und mit der Kamera gelingen kann. Pfarrer Dr. Christian Schäfer warf mit den Studierenden einen Blick auf analoge und digitale Formate des nordhessischen Kirchspiels Hundelshausen/Dohrenbach und ging der Frage nach, ob und wann digitale Formate sinnvoll sind und warum sie nicht ohne die analogen auskommen können. Im Workshop von Kirchenvorsteherin Ute Janßen (Stadt- und Johanneskirchengemeinde zu Bad Hersfeld) ging es um Podcasts als Hörstücke, die sich sowohl für informative als auch für liturgische Zwecke nutzen lassen. Und schließlich konnten die Studierenden von Chris Schlicht und Max Bode (beide Pastoren in einer Brennpunktgemeinde in Bremerhaven) erfahren, wie Gemeindearbeit in den Sozialen Medien funktionieren kann. Andachten im digitalen Format begleiteten die Tagung. 

In der abschließenden Diskussion wurde deutlich, dass einige theologische Themen noch weiterer Klärung bedürfen. Kontrovers diskutiert wurden u.a. die Frage des Abendmahls und das Gemeinde- und Kirchenverständnis in einer «digitalen Kirche». 

45 Studierenden aus der ganzen Republik

Referatsleiterin Prof. Dr. Sommer zeigte sich erfreut über die hohe Resonanz auf die Tagung, an der 45 Studierenden aus der ganzen Republik teilnahmen. Neben Sommer wurde die Frühjahrstagung von den Studierenden Theresa Noack und Alisa Jeric sowie den Studienleiterinnen Martina Löffert und Dr. Anna Karena Müller vorbereitet und durchgeführt.

Vollversammlung des Landeskonvents

An die Frühjahrstagung schloss sich am 10. März die Vollversammlung des Landeskonvents der Theologiestudierenden der EKKW an. Im Mittelpunkt dieser Versammlung, zu der sich die Studierenden ebenfalls digital trafen, stand das Thema Studieren unter Pandemiebedingungen sowieWahlen für die Neubesetzung verschiedener Ämter u.a. Gleichstellung. Außerdem hörten die Studierenden verschiedene Berichte, u.a. den Finanzbericht und den Bericht aus dem Ausbildungsreferat. (11.03.2021)


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Den Landeskonvent der Theologiestudierenden der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck finden Sie im Internet unter: