Aktuell: Digitale Synode: Prälat und Vizepräsident der EKKW legen Personalbericht vor

Kassel (medio). Wie viele Stellen wird die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) künftig besetzen können? Im gemeinsamen Personalbericht, den Prälat Bernd Böttner und Vizepräsident Dr. Volker Knöppel während der digital tagenden Landesynode am 26. April vorlegten, ging es um die Themen Personalmangel, -gewinnung und -bindung. Während die EKKW 2010 noch 858 Pfarrstellen verzeichnete, waren es im vergangenen Jahr 750, teilte die Pressestelle der Landeskirche mit. Bis 2025 werde sich die Zahl der Pfarrstellen auf 624 reduzieren, von denen 585 besetzbar seien, erläuterte Böttner. Die rund 40 Vakanzen schreckten gleichwohl nicht. Eine gewisse Zahl von freien Stellen werde benötigt, um Stellenwechsel zu ermöglichen. Trotz geplanter Stellenreduzierung gelte es, den Nachwuchs rechtzeitig in den Blick zu nehmen, betonte Böttner: «Die neuen Pfarrerinnen und Pfarrer für 2030 müssen jetzt gewonnen werden.»

Auswirkungen der Corona-Pandemie

«Die Corona-Pandemie hat die Arbeitsbedingungen aller kirchlichen Beschäftigten grundlegend verändert», sagte Böttner. So sei die kirchenmusikalische Arbeit fast zum Erliegen gekommen. Gottesdienste konnten nicht oder nur eingeschränkt bzw. digital gefeiert werden. Trauungen fielen und fallen weitgehend aus, die Zahl der Taufen habe sich noch weiter reduziert. Beerdigungen fänden mit erheblichen Beeinträchtigungen statt, und auch die seelsorgerische Arbeit habe sich stark verändert, listete der Prälat die Folgen der Pandemie auf und benannte die damit verknüpften Herausforderungen: Wie lässt sich der Vereinsamung von Menschen begegnen? Was ist unter den geltenden Hygienebestimmungen möglich? Welche neuen Formate halten Einzug? Im vergangenen Jahr habe es, ausgelöst durch einen Digitalisierungsschub, einen enormen Schulungsbedarf gegeben. Viele Beschäftigte der EKKW seien mit den neuen, kraftraubenden Herausforderungen «kreativ, mutig, besonnen und verantwortungsvoll umgegangen», lobte Böttner.

Rund 280 Mitarbeitende in Kurzarbeit

Die Corona-Pandemie hat auch Auswirkungen auf die Beschäftigten der Landeskirche insgesamt, berichtete Vizepräsident Knöppel: Im Bereich der Tagungshäuser waren zuletzt 49 Mitarbeitende, im Bereich der Tageseinrichtungen für Kinder 228 Mitarbeitende der EKKW in Kurzarbeit. Betriebsbedingte Kündigungen aufgrund der Pandemie habe es bislang nicht gegeben, allerdings hätten sich bereits begonnene Prozesse beschleunigt: Das Freizeitheim in Elbenberg (Landkreis Kassel) und die Kirchliche Fort- und Ausbildungsstätte in Kassel (KiFAS) wurden geschlossen. Ein Großteil der Mitarbeitenden konnte weiterbeschäftigt werden, einigen wenigen wurde sozialverträglich gekündigt, erläuterte Knöppel.

Anzahl der Mitarbeitenden auf 9600 leicht gestiegen

Insgesamt arbeiten aktuell rund 9.600 Personen hauptamtlich in der Landeskirche. Trotz des beschlossenen Reformprozesses sei die Anzahl der Beschäftigten leicht gestiegen, berichtete Vizepräsident Knöppel und verwies auf die hohe Nachfrage nach Personal in den Kindertageseinrichtungen und auf die Zunahme an Stellen bei den Verwaltungsassistenzen. Auch beim nicht-theologischen Personal rückt die Nachwuchsgewinnung in den Fokus, erläuterte Knöppel mit Blick auf frei werdende Stellen durch die so genannten Babyboomer-Jahrgänge, die in den kommenden Jahren in den Ruhestand bzw. in Rente gehen. Mit verschiedenen auch digitalen Kampagnen wirbt die EKKW um Nachwuchs, so Knöppel. Informationen zu allen kirchlichen Berufsfeldern bündele die Internetseite www.macht-sinn.info. (26.04.2021)

2021-04-26 32836

Das Pfarrpersonal von morgen gilt es heute zu gewinnen
Digitale Synode: Prälat und Vizepräsident der EKKW legen Personalbericht vor

Digitale Synode: Prälat und Vizepräsident der EKKW legen Personalbericht vor
Brachten den Bericht gemeinsam ein: Prälat Bernd Böttner (oben) und Vizepräsident Dr. Volker Knöppel. (Foto: medio.tv/Küster)

Kassel (medio). Wie viele Stellen wird die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) künftig besetzen können? Im gemeinsamen Personalbericht, den Prälat Bernd Böttner und Vizepräsident Dr. Volker Knöppel während der digital tagenden Landesynode am 26. April vorlegten, ging es um die Themen Personalmangel, -gewinnung und -bindung. Während die EKKW 2010 noch 858 Pfarrstellen verzeichnete, waren es im vergangenen Jahr 750, teilte die Pressestelle der Landeskirche mit. Bis 2025 werde sich die Zahl der Pfarrstellen auf 624 reduzieren, von denen 585 besetzbar seien, erläuterte Böttner. Die rund 40 Vakanzen schreckten gleichwohl nicht. Eine gewisse Zahl von freien Stellen werde benötigt, um Stellenwechsel zu ermöglichen. Trotz geplanter Stellenreduzierung gelte es, den Nachwuchs rechtzeitig in den Blick zu nehmen, betonte Böttner: «Die neuen Pfarrerinnen und Pfarrer für 2030 müssen jetzt gewonnen werden.»

Auswirkungen der Corona-Pandemie

«Die Corona-Pandemie hat die Arbeitsbedingungen aller kirchlichen Beschäftigten grundlegend verändert», sagte Böttner. So sei die kirchenmusikalische Arbeit fast zum Erliegen gekommen. Gottesdienste konnten nicht oder nur eingeschränkt bzw. digital gefeiert werden. Trauungen fielen und fallen weitgehend aus, die Zahl der Taufen habe sich noch weiter reduziert. Beerdigungen fänden mit erheblichen Beeinträchtigungen statt, und auch die seelsorgerische Arbeit habe sich stark verändert, listete der Prälat die Folgen der Pandemie auf und benannte die damit verknüpften Herausforderungen: Wie lässt sich der Vereinsamung von Menschen begegnen? Was ist unter den geltenden Hygienebestimmungen möglich? Welche neuen Formate halten Einzug? Im vergangenen Jahr habe es, ausgelöst durch einen Digitalisierungsschub, einen enormen Schulungsbedarf gegeben. Viele Beschäftigte der EKKW seien mit den neuen, kraftraubenden Herausforderungen «kreativ, mutig, besonnen und verantwortungsvoll umgegangen», lobte Böttner.

Rund 280 Mitarbeitende in Kurzarbeit

Die Corona-Pandemie hat auch Auswirkungen auf die Beschäftigten der Landeskirche insgesamt, berichtete Vizepräsident Knöppel: Im Bereich der Tagungshäuser waren zuletzt 49 Mitarbeitende, im Bereich der Tageseinrichtungen für Kinder 228 Mitarbeitende der EKKW in Kurzarbeit. Betriebsbedingte Kündigungen aufgrund der Pandemie habe es bislang nicht gegeben, allerdings hätten sich bereits begonnene Prozesse beschleunigt: Das Freizeitheim in Elbenberg (Landkreis Kassel) und die Kirchliche Fort- und Ausbildungsstätte in Kassel (KiFAS) wurden geschlossen. Ein Großteil der Mitarbeitenden konnte weiterbeschäftigt werden, einigen wenigen wurde sozialverträglich gekündigt, erläuterte Knöppel.

Anzahl der Mitarbeitenden auf 9600 leicht gestiegen

Insgesamt arbeiten aktuell rund 9.600 Personen hauptamtlich in der Landeskirche. Trotz des beschlossenen Reformprozesses sei die Anzahl der Beschäftigten leicht gestiegen, berichtete Vizepräsident Knöppel und verwies auf die hohe Nachfrage nach Personal in den Kindertageseinrichtungen und auf die Zunahme an Stellen bei den Verwaltungsassistenzen. Auch beim nicht-theologischen Personal rückt die Nachwuchsgewinnung in den Fokus, erläuterte Knöppel mit Blick auf frei werdende Stellen durch die so genannten Babyboomer-Jahrgänge, die in den kommenden Jahren in den Ruhestand bzw. in Rente gehen. Mit verschiedenen auch digitalen Kampagnen wirbt die EKKW um Nachwuchs, so Knöppel. Informationen zu allen kirchlichen Berufsfeldern bündele die Internetseite www.macht-sinn.info. (26.04.2021)


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Schriftliche Fassung des Personalberichts zu Tagesordnungspunkt 1 der 10. Tagung der 13. Landessynode von Prälat Bernd Böttner und Vizepräsident Dr. Volker Knöppel:

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