Aktuell: Gottesdienst in Kassel thematisiert Zwangsprostitution und Menschenhandel

Kassel (medio). Wer hilft Frauen in Nordhessen, die von Menschenhandel und Zwangsprostitution betroffen sind? Um dieses Thema geht es im Gottesdienst am Sonntag, dem 27. Juni 2021 um 17 Uhr, in der Karlskirche, der gemeinsam mit dem Verein FRANKA gestaltet wird.

Im Gottesdienst werden Schicksale der betroffenen Frauen, die aus Afrika, Bulgarien oder auch Deutschland kommen, erzählt. «Wir werden von ihrem Leiden sprechen und hören, aber auch  von ihrer Sehnsucht und ihren Träumen, ihrem Glauben, und von der Kraft der Solidarität», erklärt Pröpstin Katrin Wienold-Hocke, die im Gottesdienst zusammen mit einem Team von FRANKA die Predigt hält und durch die Liturgie führt.  

Katrin Wienold-Hocke, Pröpstin im Sprengel Kassel, betont: «Die Arbeit der Fachberatung von FRANKA e.V. ist  mir deshalb so wichtig, weil sie sich Frauen zuwendet, die unter schwerer Gewalt leiden und ihrer Menschenrechte beraubt werden. Sie haben keine Macht und keine Lobby, sind häufig traumatisiert. Sie brauchen eine Hilfe, die im Verborgenen geschieht. Darum ist es einfach eine wichtige Aufgabe christlicher Nächstenliebe, ihnen Beratung und Hilfe anzubieten, und ein sehr konkretes Eintreten für Frauenrechte.» Wienold-Hocke erklärt weiter: «Eine Entdeckung ist für mich, dass die biblische Geschichte der Hagar, der Sklavin, die von Abraham schwanger wurde - von Menschenhandel und Zwangsprostitution erzählt - und davon, wie Gott dieser Frau begegnet. 'Du bist der Gott, der mich sieht', erfährt Hagar in der Wüste.»

Musikalisch begleitet wird der Gottesdienst durch Dr. Merle Clasen (Gesang) und Christine Weghoff ( Klavier) „Lieder eines armen Mädchens“ von Friedrich Hollaender. Die Lieder geben Frauen, die leicht überhört oder übersehen werden, eine kecke Stimme. «Sie passen wunderbar zum Thema, weil sie genau davon singen oder sprechen - ein mitreißendes Zeitzeugnis der 30er Jahre», so die Pröpstin.

Stichwort FRANKA:

Die FRANKA Fachberatungsstelle für Frauen, die Opfer von Menschenhandel geworden sind, im Diakonischen Werk Region Kassel. Seit 20 Jahren sorgt die Beratungsstelle für schnelle und professionelle Hilfe. Sie begleitet Frauen auf dem schwierigen Weg in ein selbständiges Leben. Der Verein FRANKA e.V. unterstützt die Arbeit der Beratungsstelle durch Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit und durch Spenden.(23.06.2021)

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«Du bist ein Gott, der mich sieht»
Gottesdienst in Kassel thematisiert Zwangsprostitution und Menschenhandel

Gottesdienst in Kassel thematisiert Zwangsprostitution und Menschenhandel
(Foto: pixabay)

Kassel (medio). Wer hilft Frauen in Nordhessen, die von Menschenhandel und Zwangsprostitution betroffen sind? Um dieses Thema geht es im Gottesdienst am Sonntag, dem 27. Juni 2021 um 17 Uhr, in der Karlskirche, der gemeinsam mit dem Verein FRANKA gestaltet wird.

Im Gottesdienst werden Schicksale der betroffenen Frauen, die aus Afrika, Bulgarien oder auch Deutschland kommen, erzählt. «Wir werden von ihrem Leiden sprechen und hören, aber auch  von ihrer Sehnsucht und ihren Träumen, ihrem Glauben, und von der Kraft der Solidarität», erklärt Pröpstin Katrin Wienold-Hocke, die im Gottesdienst zusammen mit einem Team von FRANKA die Predigt hält und durch die Liturgie führt.  

Katrin Wienold-Hocke, Pröpstin im Sprengel Kassel, betont: «Die Arbeit der Fachberatung von FRANKA e.V. ist  mir deshalb so wichtig, weil sie sich Frauen zuwendet, die unter schwerer Gewalt leiden und ihrer Menschenrechte beraubt werden. Sie haben keine Macht und keine Lobby, sind häufig traumatisiert. Sie brauchen eine Hilfe, die im Verborgenen geschieht. Darum ist es einfach eine wichtige Aufgabe christlicher Nächstenliebe, ihnen Beratung und Hilfe anzubieten, und ein sehr konkretes Eintreten für Frauenrechte.» Wienold-Hocke erklärt weiter: «Eine Entdeckung ist für mich, dass die biblische Geschichte der Hagar, der Sklavin, die von Abraham schwanger wurde - von Menschenhandel und Zwangsprostitution erzählt - und davon, wie Gott dieser Frau begegnet. 'Du bist der Gott, der mich sieht', erfährt Hagar in der Wüste.»

Musikalisch begleitet wird der Gottesdienst durch Dr. Merle Clasen (Gesang) und Christine Weghoff ( Klavier) „Lieder eines armen Mädchens“ von Friedrich Hollaender. Die Lieder geben Frauen, die leicht überhört oder übersehen werden, eine kecke Stimme. «Sie passen wunderbar zum Thema, weil sie genau davon singen oder sprechen - ein mitreißendes Zeitzeugnis der 30er Jahre», so die Pröpstin.

Stichwort FRANKA:

Die FRANKA Fachberatungsstelle für Frauen, die Opfer von Menschenhandel geworden sind, im Diakonischen Werk Region Kassel. Seit 20 Jahren sorgt die Beratungsstelle für schnelle und professionelle Hilfe. Sie begleitet Frauen auf dem schwierigen Weg in ein selbständiges Leben. Der Verein FRANKA e.V. unterstützt die Arbeit der Beratungsstelle durch Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit und durch Spenden.(23.06.2021)


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Weitere Informationen zum Verein Franka e.V. unter: