Aktuell: Organisationen fordern menschenrechtsbasierte Migrations- und Flüchtlingspolitik

Kassel (medio). Mit dem Positionspapier «Solidarität entgrenzen» wollen die Menschenrechtsorganisation PRO ASYL, der Bundeszuwanderungs- und Integrationsrat, die Diakonie Hessen und der Initiativausschuss für Migrationspolitik in Rheinland-Pfalz daran erinnern, dass eine andere Flüchtlings- und Migrationspolitik möglich ist. Angesichts globaler Krisen fordern die Organisationen die Entgrenzung von Solidarität. Konzepte, die Sicherheit und Wohlstand für wenige verheißen und dafür Unsicherheit, Armut und Verelendung für viele in Kauf nehmen, würden scheitern, heißt es in einer Mitteilung der Diakonie Hessen. Das Papier werde von rund 45 weiteren Organisationen und Initiativen unterstützt.

Dass es nur #offengeht, hätten Millionen von Menschen 2015 im «Sommer und Herbst der Flucht» praktisch vorgelebt, als sie sich bei der Aufnahme von fast einer Million Flüchtlingen aus Kriegs- und Krisengebieten engagierten. «Menschen, die in Deutschland den Schutz suchten, der ihnen andernorts vorenthalten wurde, trafen auf eine lebendige, humane, empathische und an der Idee der universell gültigen Menschenrechte orientierte Zivilgesellschaft», heißt es weiter.

Die Unterstützerinnen und Unterstützer rufen dazu auf, vor Ort in Veranstaltungen die gesellschaftlichen Entwicklungen seit 2015 zu bilanzieren und auf dieser Grundlage Zukunftsperspektiven und Forderungen zu entwickeln. Eine gute Gelegenheit dafür sei der Tag des Flüchtlings am 1. Oktober, der integraler Bestandteil der Interkulturellen Woche ist. Die Aktionswoche vom 26. September bis 3. Oktober 2021 steht in diesem Jahr ebenfalls unter dem Motto #offengeht.

2021-09-21 33729

Positionspapier «Solidarität entgrenzen»
Organisationen fordern menschenrechtsbasierte Migrations- und Flüchtlingspolitik

Organisationen fordern menschenrechtsbasierte Migrations- und Flüchtlingspolitik
(Grafik: Diakonie Hessen / Pro Asyl)

Kassel (medio). Mit dem Positionspapier «Solidarität entgrenzen» wollen die Menschenrechtsorganisation PRO ASYL, der Bundeszuwanderungs- und Integrationsrat, die Diakonie Hessen und der Initiativausschuss für Migrationspolitik in Rheinland-Pfalz daran erinnern, dass eine andere Flüchtlings- und Migrationspolitik möglich ist. Angesichts globaler Krisen fordern die Organisationen die Entgrenzung von Solidarität. Konzepte, die Sicherheit und Wohlstand für wenige verheißen und dafür Unsicherheit, Armut und Verelendung für viele in Kauf nehmen, würden scheitern, heißt es in einer Mitteilung der Diakonie Hessen. Das Papier werde von rund 45 weiteren Organisationen und Initiativen unterstützt.

Dass es nur #offengeht, hätten Millionen von Menschen 2015 im «Sommer und Herbst der Flucht» praktisch vorgelebt, als sie sich bei der Aufnahme von fast einer Million Flüchtlingen aus Kriegs- und Krisengebieten engagierten. «Menschen, die in Deutschland den Schutz suchten, der ihnen andernorts vorenthalten wurde, trafen auf eine lebendige, humane, empathische und an der Idee der universell gültigen Menschenrechte orientierte Zivilgesellschaft», heißt es weiter.

Die Unterstützerinnen und Unterstützer rufen dazu auf, vor Ort in Veranstaltungen die gesellschaftlichen Entwicklungen seit 2015 zu bilanzieren und auf dieser Grundlage Zukunftsperspektiven und Forderungen zu entwickeln. Eine gute Gelegenheit dafür sei der Tag des Flüchtlings am 1. Oktober, der integraler Bestandteil der Interkulturellen Woche ist. Die Aktionswoche vom 26. September bis 3. Oktober 2021 steht in diesem Jahr ebenfalls unter dem Motto #offengeht.

Positionspapier «Solidarität entgrenzen»

Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner des Positionspapiers «Solidarität entgrenzen» erwarten (im Wortlaut): 

  • «die Schaffung sicherer und legaler Zugangswege und die Gewährleistung eines fairen und rechtsstaatlichen Asylverfahrens in Europa;
  • die umfassende und zeitnahe Gewährleistung der Familienzusammenführung in Deutschland;
  • humanitäre Bleiberechtsregelungen für Geduldete und die Gewährung gleicher politischer Beteiligungsrechte (Wahlrecht auf allen Ebenen) nach fünf Jahren Aufenthalt;
  • die Bekämpfung von Rassismus in all seinen Erscheinungsformen und in allen gesellschaftlichen Bereichen;
  • eine regelhafte und kontinuierliche inhaltliche und finanzielle Förderung der Arbeit für demokratische Werte und gegen jede Form von rassistischer Diskriminierung.

 Wir rufen dazu auf,

  • vor der Bundestagswahl am 26. September an die Kandidat:innen demokratischer Parteien heranzutreten und sie nach ihren Konzepten für eine offene und solidarische Gesellschaft zu fragen und
  • unsere Erwartungen an eine menschenrechtsbasierte Migrations- und Flüchtlingspolitik im Rahmen der Interkulturellen Woche vom 26. September bis zum 3. Oktober zu diskutieren, zu erweitern und öffentlich zu machen.»

Tag des Flüchtlings und Interkulturelle Woche

Der Tag des Flüchtlings gibt Gelegenheit, im Rahmen der Interkulturellen Woche besonders auf die Themen, Flucht, Asyl, Migration und Seenotrettung aufmerksam zu machen – mit öffentlichen Aktionen, Themengottesdiensten, Gesprächsrunden oder anderen Formaten. Materialien zum Tag des Flüchtlings sind Bestandteil des Materialheftes zur Interkulturellen Woche. Die Veranstaltungen der Interkulturellen Woche bieten die Möglichkeit, für bessere politische und rechtliche Rahmenbedingungen des Zusammenlebens von Deutschen und Zugewanderten einzutreten. Ein zentrales Anliegen der Woche ist es, durch persönliche Begegnungen und Kontakte ein besseres gegenseitiges Verständnis zu entwickeln und zum Abbau von Vorurteilen beizutragen. (21.09.2021)


arrow_forward Linktipp:

Weitere Informationen und das Positionspapier zum Download finden Sie im Internet unter: