Aktuell: Glaskunst, 3.000 Laufmeter Archivbestand und «Digitales Magazin»

Kassel (medio). Im Landeskirchlichen Archiv in der Kasseler Lessingstraße gibt es nicht nur jede Menge archivierte Kirchendokumente. Dort wird auch Kirchenkunst bewahrt. Wie zum Beispiel ein Bestand des Glaskünstlers E. Jakobus Klonk. Seine Kunst gehört zu Kirchen und Gemeindehäusern in Hessen und mehreren angrenzenden Bundesländern. Der Künstler übergab dem Archiv bereits 2011 zahlreiche aquarellierte Zeichnungen, mit denen er im Maßstab 1 zu 10 vor allem Glasmalereien entworfen hatte. Darunter auch der Entwurf für ein giebelfüllendes Dreiecksfenster im Evangelischen Freizeitheim in Naumburg. Die abstrakten Formen mit zurückhaltender Farbigkeit im dortigen Kapellenraum bildeten fast drei Jahrzehnte lang den künstlerischen Hintergrund für Andachten und Seminare. Das Haus wurde zwar Ende 2020 auf Beschluss des Rates der Landeskirche geschlossen und steht zum Verkauf, doch das Klonk-Fenster bleibt als Entwurf im Archiv dauerhaft bewahrt.   

Der Vizepräsident der Evangelischen Kirche, Dr. Volker Knöppel, informierte sich im November 2021 über den Bestand des Archivs, das er von 25 Jahren als Baureferent zusammen mit Archivleiterin Dr. Bettina Wischhöfer auf den Weg brachte. Vor einem Vierteljahrhundert wurde Richtfest gefeiert und ein Jahr später weihte Bischof Prof. Dr. Christian Zippert das Archiv feierlich ein, heißt es in einer Mitteilung des Büros des Vizepräsidenten.   

2021-11-10 34052

25 Jahre Landeskirchliches Archiv
Glaskunst, 3.000 Laufmeter Archivbestand und «Digitales Magazin»

Glaskunst, 3.000 Laufmeter Archivbestand und «Digitales Magazin»
Vor einem Vierteljahrhundert wurde Richtfest gefeiert. Unser Foto zeigt ein 3D-Modell des Archivs in der Kasseler Lessingstraße. Im Hintergrund ist ein Foto vom Richtfest im Jahr 1996 zu sehen. (Foto: medio.tv/Schauderna)

Kassel (medio). Im Landeskirchlichen Archiv in der Kasseler Lessingstraße gibt es nicht nur jede Menge archivierte Kirchendokumente. Dort wird auch Kirchenkunst bewahrt. Wie zum Beispiel ein Bestand des Glaskünstlers E. Jakobus Klonk. Seine Kunst gehört zu Kirchen und Gemeindehäusern in Hessen und mehreren angrenzenden Bundesländern. Der Künstler übergab dem Archiv bereits 2011 zahlreiche aquarellierte Zeichnungen, mit denen er im Maßstab 1 zu 10 vor allem Glasmalereien entworfen hatte. Darunter auch der Entwurf für ein giebelfüllendes Dreiecksfenster im Evangelischen Freizeitheim in Naumburg. Die abstrakten Formen mit zurückhaltender Farbigkeit im dortigen Kapellenraum bildeten fast drei Jahrzehnte lang den künstlerischen Hintergrund für Andachten und Seminare. Das Haus wurde zwar Ende 2020 auf Beschluss des Rates der Landeskirche geschlossen und steht zum Verkauf, doch das Klonk-Fenster bleibt als Entwurf im Archiv dauerhaft bewahrt.   

Der Vizepräsident der Evangelischen Kirche, Dr. Volker Knöppel, informierte sich im November 2021 über den Bestand des Archivs, das er von 25 Jahren als Baureferent zusammen mit Archivleiterin Dr. Bettina Wischhöfer auf den Weg brachte. Vor einem Vierteljahrhundert wurde Richtfest gefeiert und ein Jahr später weihte Bischof Prof. Dr. Christian Zippert das Archiv feierlich ein, heißt es in einer Mitteilung des Büros des Vizepräsidenten.   

Bildunterschrift: Vizepräsident Knöppel und Archivleiterin Wischhöfer präsentieren den Entwurf für das Glasfenster im ehemaligen Freizeitheim in Naumburg-Elbenberg. (Foto: medio.tv/Schauderna)

Die Bestände umfassen heute 3.000 laufende Meter, von denen rund Dreiviertel erschlossen sind. Recherchiert werden kann in 185.000 Datensätzen und 53.000 digital zugänglichen Fotos. Das kann nach Absprache vor Ort oder auch online im Archivportal-D der Deutschen Digitalen Bibliothek oder dem Angebot Archives Portal Europe geschehen. Kirchenbücher stehen außerdem im Webportal Archion zur Verfügung. Neben den digitalen Recherche-Möglichkeiten bietet das Archiv seit 2020 auch virtuellen Ausstellungen über das Ausstellungswerkzeug DDBstudio der Deutschen Digitalen Bibliothek an. So z.B. auch zu der Glaskunst von E. Jakobus Klonk.
 
Und auch die die Zukunft des Landeskirchlichen Archivs dürfte digital geprägt sein. So sei ein «Digitales Magazin», also ein Speichermanagement-System angedacht, das das Archiv bei der Langzeitarchivierung von digitalen Unterlagen, wie z.B. digitalen Kirchenbüchern, unterstützt.  (10.11.2021)


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