Aktuell: EKKW will Diakoninnen und Diakone stärker in kirchlichen Dienst einbinden

Hofgeismar (medio). Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck will Diakoninnen und Diakone stärker als bisher in den kirchlichen Dienst einbinden. Dazu sollen bis zu neun entsprechende Profilstellen eingerichtet werden, um die sich die Kirchenkreise bewerben können, heißt es in einer Mitteilung der Pressestelle. Das hat die Landessynode während ihrer digitalen Herbsttagung am Mittwoch (24. November) beschlossen. Damit setzt die Landeskirche ihre Strategie zur Förderung multiprofessioneller Zusammenarbeit fort. Die Diakoninnen und Diakone sollen über die Landeskirchenebene angestellt werden. 

Außerdem soll es einen Begleitprozess zur Umsetzung multiprofessioneller Teams und einen Prozess zur Klärung der kirchlichen Ämter und Berufe geben. «Um den Auftrag der Kommunikation des Evangeliums erfüllen zu können, bedarf es, anders als bisher, des Einbezugs anderer Berufsgruppen», unterstrich Prälat Bernd Böttner auch mit Verweis auf den sich deutlich abzeichnenden Rückgang beim Pfarrpersonal.  

Soziale und theologische Kompetenzen

Diakoninnen und Diakone verfügen in der Regel über eine Doppelqualifikation, die zwei Fachrichtungen vereint: einen staatlich anerkannten Abschluss im Sozialberuf in Verbindung mit einem kirchlichen Abschluss. Sie bringen Kompetenzen in die kirchliche Arbeit ein, die dringend gebraucht würden, erläuterten Prof. Regina Sommer, Leiterin des Referates Theologische Aus-, Fort- und Weiterbildung der EKKW, und Diakonin Ute Kaisinger-Carli. Diakoninnen und Diakone verfügten über sozialpädagogisches Know-how in Verbindung mit theologischen Kenntnissen und seien darin geschult, vernetzt mit anderen zu arbeiten.

Die Landeskirche verstärke ihre Bemühungen, Diakoninnen und Diakone für den Dienst in der Kirche zu gewinnen, erläuterte Prof. Sommer. Seit dem Wintersemester biete die EKKW in gemeinsamer Verantwortung mit der Diakonischen Gemeinschaft Hephata eine Studierendenbegleitung an. Sie habe den Auftrag, Studierende wie Auszubildende mit Zielrichtung Einsegnung in das Diakonenamt der EKKW mit berufsbezogenen Angeboten zu fördern. Zugleich soll der Kontakt zwischen Studierenden, Auszubildenden, der Landeskirche und der Diakonischen Gemeinschaft Hephata gestärkt werden. Zudem soll ein Hospitationsprogramm in Kooperation mit der EH Darmstadt und dem Referat Kinder- und Jugendarbeit der EKKW Studierenden des Studiengangs «Diakonik/Gemeindepädagogik und Soziale Arbeit» frühzeitig ermöglichen, die kirchlichen Handlungsfelder und die Landeskirche als zukünftigen Arbeitgeber kennen zu lernen. (24.11.2021)

2021-11-25 34247

Neun Profilstellen geplant – Zusammenarbeit soll gefördert werden
EKKW will Diakoninnen und Diakone stärker in kirchlichen Dienst einbinden

EKKW will Diakoninnen und Diakone stärker in kirchlichen Dienst einbinden

Hofgeismar (medio). Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck will Diakoninnen und Diakone stärker als bisher in den kirchlichen Dienst einbinden. Dazu sollen bis zu neun entsprechende Profilstellen eingerichtet werden, um die sich die Kirchenkreise bewerben können, heißt es in einer Mitteilung der Pressestelle. Das hat die Landessynode während ihrer digitalen Herbsttagung am Mittwoch (24. November) beschlossen. Damit setzt die Landeskirche ihre Strategie zur Förderung multiprofessioneller Zusammenarbeit fort. Die Diakoninnen und Diakone sollen über die Landeskirchenebene angestellt werden. 

Außerdem soll es einen Begleitprozess zur Umsetzung multiprofessioneller Teams und einen Prozess zur Klärung der kirchlichen Ämter und Berufe geben. «Um den Auftrag der Kommunikation des Evangeliums erfüllen zu können, bedarf es, anders als bisher, des Einbezugs anderer Berufsgruppen», unterstrich Prälat Bernd Böttner auch mit Verweis auf den sich deutlich abzeichnenden Rückgang beim Pfarrpersonal.  

Soziale und theologische Kompetenzen

Diakoninnen und Diakone verfügen in der Regel über eine Doppelqualifikation, die zwei Fachrichtungen vereint: einen staatlich anerkannten Abschluss im Sozialberuf in Verbindung mit einem kirchlichen Abschluss. Sie bringen Kompetenzen in die kirchliche Arbeit ein, die dringend gebraucht würden, erläuterten Prof. Regina Sommer, Leiterin des Referates Theologische Aus-, Fort- und Weiterbildung der EKKW, und Diakonin Ute Kaisinger-Carli. Diakoninnen und Diakone verfügten über sozialpädagogisches Know-how in Verbindung mit theologischen Kenntnissen und seien darin geschult, vernetzt mit anderen zu arbeiten.

Die Landeskirche verstärke ihre Bemühungen, Diakoninnen und Diakone für den Dienst in der Kirche zu gewinnen, erläuterte Prof. Sommer. Seit dem Wintersemester biete die EKKW in gemeinsamer Verantwortung mit der Diakonischen Gemeinschaft Hephata eine Studierendenbegleitung an. Sie habe den Auftrag, Studierende wie Auszubildende mit Zielrichtung Einsegnung in das Diakonenamt der EKKW mit berufsbezogenen Angeboten zu fördern. Zugleich soll der Kontakt zwischen Studierenden, Auszubildenden, der Landeskirche und der Diakonischen Gemeinschaft Hephata gestärkt werden. Zudem soll ein Hospitationsprogramm in Kooperation mit der EH Darmstadt und dem Referat Kinder- und Jugendarbeit der EKKW Studierenden des Studiengangs «Diakonik/Gemeindepädagogik und Soziale Arbeit» frühzeitig ermöglichen, die kirchlichen Handlungsfelder und die Landeskirche als zukünftigen Arbeitgeber kennen zu lernen. (24.11.2021)


keyboard_arrow_left Übersicht

Hier gelangen Sie wieder zurück zur vorherigen Übersicht: