Aktuell: Soforthilfe für die Christliche Kirche Ost-Javas nach Vulkanausbruch in Indonesien

Kassel/Wuppertal (medio). Mit einer Soforthilfe von insgesamt 20.000 Euro unterstützen die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck, die Evangelische Kirche im Rheinland, die Evangelische Kirche von Westfalen und die Vereinte Evangelische Mission (VEM) die Christliche Kirche Ost-Javas (GKJW) in Indonesien. Damit soll den Opfern der Vulkaneruption im indonesischen Ost-Java am 4. Dezember 2021 geholfen werden. An der Spende der EKKW in Höhe von 5.000 Euro sind die beiden Kirchenkreise Twiste-Eisenberg und Eder beteiligt, die direkte Partnerschaften zur GKJW pflegen, teilten die VEM und die Landeskirche gemeinsam mit.

Infrastruktur wurde zerstört

Etwa ein Dutzend Dörfer in der Umgebung des aktiven Vulkans sind teilweise bis zum Dach in Asche versunken und unbewohnbar geworden. Ein heißer Lavastrom floss von dem 3.676 Meter hohen Vulkanberg ins Tal. Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde Indonesiens und der GKJW wurden fast 3.000 Häuser und 38 Schulen beschädigt. Bislang wurden 34 Personen getötet, 27 Menschen werden noch vermisst. Mindestens 68 Personen erlitten nach Angaben des örtlichen Zivilschutzes schwere Verbrennungen, weitere 56 Personen wurden in Krankenhäusern behandelt. Darüber hinaus wurde die Gladak-Perak-Brücke, die wichtigste Verbindung zwischen den Regierungsbezirken Malang und Lumajang, völlig zerstört.

2021-12-16 34383

Kirchen helfen Opfern mit 20.000 Euro – Landeskirche beteiligt sich
Soforthilfe für die Christliche Kirche Ost-Javas nach Vulkanausbruch in Indonesien

Soforthilfe für die Christliche Kirche Ost-Javas nach Vulkanausbruch in Indonesien
Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde Indonesiens und der GKJW wurden fast 3.000 Häuser und 38 Schulen beschädigt. Bislang wurden 34 Personen getötet, 27 Menschen werden noch vermisst. (Foto: GKJW)

Kassel/Wuppertal (medio). Mit einer Soforthilfe von insgesamt 20.000 Euro unterstützen die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck, die Evangelische Kirche im Rheinland, die Evangelische Kirche von Westfalen und die Vereinte Evangelische Mission (VEM) die Christliche Kirche Ost-Javas (GKJW) in Indonesien. Damit soll den Opfern der Vulkaneruption im indonesischen Ost-Java am 4. Dezember 2021 geholfen werden. An der Spende der EKKW in Höhe von 5.000 Euro sind die beiden Kirchenkreise Twiste-Eisenberg und Eder beteiligt, die direkte Partnerschaften zur GKJW pflegen, teilten die VEM und die Landeskirche gemeinsam mit.

Infrastruktur wurde zerstört

Etwa ein Dutzend Dörfer in der Umgebung des aktiven Vulkans sind teilweise bis zum Dach in Asche versunken und unbewohnbar geworden. Ein heißer Lavastrom floss von dem 3.676 Meter hohen Vulkanberg ins Tal. Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde Indonesiens und der GKJW wurden fast 3.000 Häuser und 38 Schulen beschädigt. Bislang wurden 34 Personen getötet, 27 Menschen werden noch vermisst. Mindestens 68 Personen erlitten nach Angaben des örtlichen Zivilschutzes schwere Verbrennungen, weitere 56 Personen wurden in Krankenhäusern behandelt. Darüber hinaus wurde die Gladak-Perak-Brücke, die wichtigste Verbindung zwischen den Regierungsbezirken Malang und Lumajang, völlig zerstört.

VEM-Kirche vor Ort leistet Soforthilfe

Kurz nach der Eruption des Semeru-Vulkans organisierte die zur VEM-Gemeinschaft gehörende evangelische GKJW-Kirche die Katastrophenhilfe für die Opfer in den Regionen Süd-Malang und Besuki-Barat. Innerhalb von 48 Stunden machte sich ein Hilfsteam der GKJW auf den Weg zum Einsatzort. Darüber hinaus wurden kurzfristig logistische Kommandoposten und öffentliche Küchen eingerichtet. Freiwillige Helfer aus der Stadt Malang wurden rekrutiert, um Lebensmittel und Zelte an die Opfer zu verteilen. Alle Gemeinden wurden zum Spendensammeln aufgerufen.

Die Hilfsmaßnahmen, wie die Einrichtung von Flüchtlingsunterkünften, setze die GKJW-Kirche gemeinsam mit muslimischen Gemeinden und Organisationen um. Gleiches gilt für die logistischen Kommandoposten und öffentlichen Küchen, die sowohl in einer Kirche als auch in einer Moschee eingerichtet wurden.

Fürbittengebet

für die Opfer und die Helferinnen und Helfer nach dem katastrophalen Vulkanausbruch auf der indonesischen Insel Java

Barmherziger Gott,

als Geschwister im Glauben sind wir weltweit verbunden und teilen Freude und Leid. Wir beten für die Opfer des Vulkanausbruchs auf der indonesischen Insel Java. Sehr viele Menschen haben ihr Zuhause verloren. Es gibt Tote, Verletzte und Notleidende. Wir beten für sie alle. Wir bitten um Trost und Unterstützung für die Opfer der Katastrophe; um Kraft und Ausdauer für die vielen helfenden Hände, die versuchen, den Notleidenden wieder ein Leben in Würde und mit der notwendigen Nahrung zu verschaffen. Dankbar hören wir, dass Christen und Muslime gemeinsam helfen, die Not zu lindern. Schenke verbindende Nächstenliebe, Trost und Zuversicht. Bald feiern wir Weihnachten und bekennen, dass du als Mensch gerade denen nahe warst, die verachtet, arm und an den Rändern des Lebens standen. Lass die Notleidenden, die Trauernden, aber auch die Helfenden deinen Trost, deine Nähe und deine Liebe erfahren und die Solidarität von Menschen nah und fern. 

Amen

(Das Fürbittengebet wurde verfasst von Pfarrer Bernd Müller, Referent für internationale Partnerschaften der EKKW im Zentrum Oekumene der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.)

Indonesiens Bedrohung durch den Pazifischen Feuerring

In Indonesien gibt es rund 130 aktive Vulkane. Der Inselstaat liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, einem Vulkangürtel. Dort stoßen mehrere tektonische Platten aufeinander, so dass es in der Region besonders häufig zu starken Erdbeben und Vulkanausbrüchen kommt. Der Semeru-Vulkan befindet sich im Bromo-Tengger-Nationalpark und ist der höchste Berg der Insel Java; seit Dezember 2020 ist er verstärkt aktiv.

Bitte um Soforthilfe

Die GKJW-Kirche bittet die VEM-Gemeinschaft in Afrika, Asien und Deutschland um schnelle finanzielle Unterstützung, um die von der Naturkatastrophe betroffenen Menschen weiterhin mit dem Nötigsten zu versorgen.

Spenden an:

Vereinte Evangelische Mission, KD-Bank eG

IBAN DE 45 3506 0190 0009 0909 08

Stichwort: Nothilfe für Semeru-Opfer in Java. Die Möglichkeit, online zu spenden, finden Sie hier.

Stichwort «VEM»

Die Vereinte Evangelische Mission (VEM) mit Büros in Wuppertal, Indonesien und Tansania ist eine internationale, gleichberechtigte Gemeinschaft von 39 Mitgliedern, darunter 32 evangelische Kirchen in Afrika und Asien sowie sechs deutsche EKD-Kirchen und die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel. Die VEM verfolgt konsequent ein ganzheitliches Missionsverständnis. Dazu gehört, die Lebensumstände notleidender und benachteiligter Menschen unter Achtung ihrer persönlichen Würde und Berücksichtigung ihres kulturellen Kontexts zu verbessern. (09.12.2021)


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Gespendet werden kann an: Vereinte Evangelische Mission, KD-Bank eG, IBAN DE 45 3506 0190 0009 0909 08, Stichwort: Nothilfe für Semeru-Opfer in Java oder online hier: