Aktuell: Kirchenräume verwandeln sich in Impf- und Testzentren

Bad Hersfeld / Kassel / Schwalmstadt / Spangenberg (medio). Kirchengemeinden und Einrichtungen in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck machen mobil gegen Corona: Bereits zu Beginn der Adventszeit und jetzt kurz vor den Weihnachtsfeiertagen verwandeln sich Kirchenräume zu temporären Impf- und Testzentren. In der evangelischen Stadtkirche in Bad Hersfeld konnten sich Bürgerinnen und Bürger am 21. Dezember 2021 in der Zeit von 11 bis 17 Uhr impfen lassen. Im Kirchenschiff der großen gotischen Hallenkirche wurden dafür einzelne Impfstationen aufgebaut. Angeregt hatte die Aktion das mobile Impfteam des Landkreises Hersfeld-Rotenburg. Und der Kirchenvortand der Stadt- und  Johanneskirchengemeinde habe dem gerne zugestimmt, berichtete Pfarrer Frank-Nico Jaeger.

In der Kirche impfen lassen? - Diese Frage habe der Pfarrer der Stadtkirche seit Bekanntwerden der Aktion öfter gehört und sagt dazu: «Wir sind ein Ort, wo jeden Tag für die Heilung von Menschen gebetet wird. Seit tausenden von Jahren geht es an diesem Ort um das Wohlergehen der Menschen. Es gehört einfach zum Auftrag der Kirche, die Heilung in den Mittelpunkt zu stellen.» Viele seien begeistert von der Idee, die Kirche als Impfzentrum zu nutzen. «Außerdem ist es schön zu sehen, wie Menschen aller Glaubenstraditionen das hier zusammen auf die Beine stellen würden», zeigte sich Jaeger im Vorfeld der Aktion erfreut. 

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#GemeinsamgegenCorona
Kirchenräume verwandeln sich in Impf- und Testzentren

Kirchenräume verwandeln sich in Impf- und Testzentren
Corona-Test, Impfschutz und Besinnung: Das geht in verschiedenen kirchlichen Räumlichkeiten in den Gemeinden der Landeskirche. Unser Foto zeigt die Evangelische Stadtkirche in Bad Hersfeld, die bereits im Juni als Testzentrum genutzt wurde und wo jetzt auch gegen das Virus geimpft wird. (Archiv-Foto: medio.tv/Socher)

Bad Hersfeld / Kassel / Schwalmstadt / Spangenberg (medio). Kirchengemeinden und Einrichtungen in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck machen mobil gegen Corona: Bereits zu Beginn der Adventszeit und jetzt kurz vor den Weihnachtsfeiertagen verwandeln sich Kirchenräume zu temporären Impf- und Testzentren. In der evangelischen Stadtkirche in Bad Hersfeld konnten sich Bürgerinnen und Bürger am 21. Dezember 2021 in der Zeit von 11 bis 17 Uhr impfen lassen. Im Kirchenschiff der großen gotischen Hallenkirche wurden dafür einzelne Impfstationen aufgebaut. Angeregt hatte die Aktion das mobile Impfteam des Landkreises Hersfeld-Rotenburg. Und der Kirchenvortand der Stadt- und  Johanneskirchengemeinde habe dem gerne zugestimmt, berichtete Pfarrer Frank-Nico Jaeger.

In der Kirche impfen lassen? - Diese Frage habe der Pfarrer der Stadtkirche seit Bekanntwerden der Aktion öfter gehört und sagt dazu: «Wir sind ein Ort, wo jeden Tag für die Heilung von Menschen gebetet wird. Seit tausenden von Jahren geht es an diesem Ort um das Wohlergehen der Menschen. Es gehört einfach zum Auftrag der Kirche, die Heilung in den Mittelpunkt zu stellen.» Viele seien begeistert von der Idee, die Kirche als Impfzentrum zu nutzen. «Außerdem ist es schön zu sehen, wie Menschen aller Glaubenstraditionen das hier zusammen auf die Beine stellen würden», zeigte sich Jaeger im Vorfeld der Aktion erfreut. 

Unser Foto zeigt den Innenraum der Bad Hersfelder Stadtkirche während der Impfaktion am 21. Dezember 2021. (Foto: Jaeger)

Und während das medizinische Personal die Impfungen verabreichte, war das geistliche Personal seelsorgerlich unterwegs, verteilte Kaffee und Kuchen und war jederzeit ansprechbar. «Ich bin froh, dass wir das machen. Jesus hat auch als erstes Kranke geheilt», sagte Jaeger. Jetzt vor Weihnachten zu dieser Aktion in eine Kirche einzuladen, zeige eine wunderbare Verbindung zwischen den Bedürfnissen der Menschen und der Liebe Gottes. Und wer sich vor den Festtagen und für die Gottesdienste der Gemeinde (drinnen unter 2G+ und draußen unter 2G) testen lassen möchte, kann das auch in der Bad Hersfelder Stadtkirche tun. Die Möglichkeit dazu besteht am 23. Dezember 2021 von 14 bis 16 Uhr und am 24. Dezember von 10.30 Uhr bis 12.30 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Hephata bietet Impftermine im Kirchsaal an

Das Hessische Diakoniezentrum e. V. bietet ebenfalls Sonder-Impfaktionen gegen Corona an. Die erste fand ebenfalls am 21. Dezember 2021 statt und auch am 15. Januar 2022 werde dazu der Kirchsaal in Treysa zum Impfzentrum, teilte der Verein mit. Möglich sind Erst- und Zweitimpfungen (ab 12 Jahren) sowie Booster-Impfungen (ab 18 Jahren). Für die Teilnahme ist eine Terminbuchung erforderlich, die ausschließlich online durchgeführt werden kann. Weitere Informationen zu dieser Aktion finden Sie hier.

Ein bereichsübergreifendes Team der Hephata Diakonie habe im Advent bereits deutlich mehr als 1.000 Mitarbeitende und deren Angehörige geimpft, parallel dazu seien mobile Impf-Teams in den Einrichtungen Hephatas unterwegs, um Klientinnen und Klienten Impfangebote zu unterbreiten. „Die Abläufe haben sich schnell sehr gut eingespielt und durch die vorherige Terminbuchung gibt es fast keine Wartezeiten», berichtet Jutta Neumann, die die Projektleitung für das Impfzentrum Hephata übernommen hat. Die medizinische Leitung der Impf-Aktionen im Hephata-Kirchsaal liegt bei Dr. Johannes Loewenstein, Leiter des Zentralbereichs Gesundheit und Therapie innerhalb Hephatas. 

Impfaktion in Spangenberger Stadtkirche

Hunderte Menschen nahmen bereits am 2. Dezember 2021 ein Impfangebot in der Stadtkirche St. Johannes in Spangenberg wahr. Dort hatte das Praxisteam vom Allgemeinmediziner Dr. Henner Sostmann die Corona-Schutzimpfung gemeinsam mit der evangelischen Kirchengemeinde angeboten. Für Pfarrer Michael Schümers und den Kirchenvorstand sei es selbstverständlich gewesen, die Räume in der frisch renovierten Stadtkirche zur Verfügung zu stellen. «Wir haben hier große Räume mit viel Platz. Vor und nach der Impfung sind genügend Sitzplätze vorhanden», schilderte Schümers die guten Bedingungen für die Aktion in einem Bericht der Hessischen Niedersächsischen Allgemeinen (HNA). Der Pfarrer betonte, dass die Räumlichkeiten in der Kirche für solche Aktionen symbolträchtig seien. Die Kirche helfe Körper, Geist und Seele und dabei spiele die Gesundheit eine entscheidende Rolle. «Die Kirche ist auf Jesus Spuren unterwegs. Dazu gehört auch, Schutz zu vermitteln», so Schümers.

Impfstation in der Stadtkirche in Spangenberg (Foto: Schümers)

Seniorinnen und Senioren in Niederzwehrener Matthäuskirche geboostert

Am 29. November 2021 konnten sich 174 Seniorinnen und Senioren in den Gemeinderäume und der Matthäuskirche im Kasseler Stadtteil Niederzweren ihre dritte Impfung geben lassen. Bei der Aktion, die von der  Fachkoordination Älterwerden in Niederzwehren (FÄN) und der Stadt Kassel vorbereitet wurde, diente die weihnachtlich geschmückte Kirche als Warteraum. Die Impfungen wurden in den Gemeinderäumen durchgeführt, teile Heike Schaaf vom Evangelischen Stadtkirchenkreis Kassel mit. Aufgrund der großen Nachfrage werde FÄN am 24. Januar 2021 erneut eine Impfaktion für Menschen in Niederzwehren ab 60 Jahren anbieten. Anmeldungen sind ab sofort telefonisch möglich. Kontakt: Heike Scheutzel, Tel.: (0561) 92012475. Weitere Informationen unter www.faen-kassel.de (22.12.2021)


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«Impfung ist ein Ausdruck aktiver christlicher Nächstenliebe» - Das sagen die Mitglieder der Landesynode und appellieren an die Menschen in der Region der Landeskirche, sich impfen zu lassen. ... mehr