Aktuell: Spitzengespräch der Landesregierung mit den Kirchen in Hessen

Frankfurt a.M./Wiesbaden/Kassel (medio). Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier hat sich beim traditionellen Spitzengespräch der Landesregierung mit den führenden Vertreterinnen und Vertretern der Evangelischen Kirchen und der Katholischen Bistümer am Dienstag (5.5.) ausgetauscht. Zentrale Themen des Treffens in Frankfurt am Main waren der Ukraine-Krieg und die Zusammenarbeit in der Corona-Pandemie. Es war die letzte Zusammenkunft unter der Leitung Bouffiers, der demnächst in den Ruhestand tritt. 

«Seit vielen Jahren haben Sie die Geschicke des Landes Hessen maßgeblich mitgestaltet, dem Land ein Gesicht gegeben und dabei immer ein Ohr für die Anliegen der Kirchen gehabt», würdigte Bischöfin Dr. Beate Hofmann die Zusammenarbeit mit dem scheidenden Ministerpräsidenten. «Darum möchte ich mich im Namen der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck sehr herzlich bedanken für den stetigen, konstruktiven und vertrauensvollen Dialog, den Sie mit uns gepflegt haben», so die Bischöfin, die für die Landeskirche an dem Treffen mit Prälat Burkhard zur Nieden teilnahm. 

Bouffier: Gemeinsam an einem friedlicheren Morgen arbeiten

Zum Krieg in der Ukraine sagte Ministerpräsident Bouffier bei dem Treffen in Frankfurt am Main: «Das Schicksal der Menschen dort bewegt uns alle zutiefst. Wir müssen schmerzlich feststellen: Frieden in Europa ist keine Selbstverständlichkeit. Gemeinsam müssen wir weiterhin an einem friedlicheren Morgen arbeiten.» Die Kirchen würden den Menschen dafür wichtige Impulse geben. «Es sind gerade diese schwierigen Zeiten, da suchen die Menschen besonders stark nach Orientierung. Viele finden sie im Glauben und bei den Kirchen», so der Regierungschef. Das Gleiche gelte auch für die Menschen, die zu uns kämen, weil sie vor dem Krieg flüchten müssten. 

Der Ministerpräsident drückte den Kirchen seine besondere Dankbarkeit für ihr Engagement für die Menschen in der Ukraine aus: «Von der Seelsorge und der Unterbringung in unserem Land bis hin zu Transporten mit Lebensmittelspenden in die Ukraine haben sie ein besonders starkes europäisches Zeichen der Solidarität gesetzt. Dieses Engagement ist von unschätzbarem Wert und wird auch weiterhin benötigt», erklärte Bouffier.

Bei dem Gespräch bedankte sich der Ministerpräsident auch für die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit während der Corona-Pandemie: «Das gute Verhältnis zwischen Staat und Kirche ist in der Pandemie besonders deutlich geworden. Das Corona-Virus war und ist für uns eine nie da gewesene Herausforderung.» Das partnerschaftliche und bewährte Miteinander von Landesregierung und Kirchen habe dazu geführt, dass man während der Pandemie stets gute Lösungen gefunden habe und auch zukünftige Herausforderungen meistern werde.

2022-05-04 35451

Ukraine-Krieg, Corona-Pandemie und Dank für Zusammenarbeit
Spitzengespräch der Landesregierung mit den Kirchen in Hessen

Spitzengespräch der Landesregierung mit den Kirchen in Hessen
Gruppenfoto in Frankfurt am Main: Die Vertreterinnen und Vertretern von Hessischer Landesregierung und Evangelischen Kirchen und Katholischen Bistümer in Hessen. In der ersten Reihe stehen v.l.: Bischöfin Hofmann (EKKW), Kirchenpräsident Jung (EKHN), Ministerpräsident Bouffier, Kulturminister Lorz und Bischof Bätzing (Diözese Limburg). (Foto: EKHN/Rolf Oeser)

Frankfurt a.M./Wiesbaden/Kassel (medio). Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier hat sich beim traditionellen Spitzengespräch der Landesregierung mit den führenden Vertreterinnen und Vertretern der Evangelischen Kirchen und der Katholischen Bistümer am Dienstag (5.5.) ausgetauscht. Zentrale Themen des Treffens in Frankfurt am Main waren der Ukraine-Krieg und die Zusammenarbeit in der Corona-Pandemie. Es war die letzte Zusammenkunft unter der Leitung Bouffiers, der demnächst in den Ruhestand tritt. 

«Seit vielen Jahren haben Sie die Geschicke des Landes Hessen maßgeblich mitgestaltet, dem Land ein Gesicht gegeben und dabei immer ein Ohr für die Anliegen der Kirchen gehabt», würdigte Bischöfin Dr. Beate Hofmann die Zusammenarbeit mit dem scheidenden Ministerpräsidenten. «Darum möchte ich mich im Namen der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck sehr herzlich bedanken für den stetigen, konstruktiven und vertrauensvollen Dialog, den Sie mit uns gepflegt haben», so die Bischöfin, die für die Landeskirche an dem Treffen mit Prälat Burkhard zur Nieden teilnahm. 

Bouffier: Gemeinsam an einem friedlicheren Morgen arbeiten

Zum Krieg in der Ukraine sagte Ministerpräsident Bouffier bei dem Treffen in Frankfurt am Main: «Das Schicksal der Menschen dort bewegt uns alle zutiefst. Wir müssen schmerzlich feststellen: Frieden in Europa ist keine Selbstverständlichkeit. Gemeinsam müssen wir weiterhin an einem friedlicheren Morgen arbeiten.» Die Kirchen würden den Menschen dafür wichtige Impulse geben. «Es sind gerade diese schwierigen Zeiten, da suchen die Menschen besonders stark nach Orientierung. Viele finden sie im Glauben und bei den Kirchen», so der Regierungschef. Das Gleiche gelte auch für die Menschen, die zu uns kämen, weil sie vor dem Krieg flüchten müssten. 

Der Ministerpräsident drückte den Kirchen seine besondere Dankbarkeit für ihr Engagement für die Menschen in der Ukraine aus: «Von der Seelsorge und der Unterbringung in unserem Land bis hin zu Transporten mit Lebensmittelspenden in die Ukraine haben sie ein besonders starkes europäisches Zeichen der Solidarität gesetzt. Dieses Engagement ist von unschätzbarem Wert und wird auch weiterhin benötigt», erklärte Bouffier.

Bei dem Gespräch bedankte sich der Ministerpräsident auch für die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit während der Corona-Pandemie: «Das gute Verhältnis zwischen Staat und Kirche ist in der Pandemie besonders deutlich geworden. Das Corona-Virus war und ist für uns eine nie da gewesene Herausforderung.» Das partnerschaftliche und bewährte Miteinander von Landesregierung und Kirchen habe dazu geführt, dass man während der Pandemie stets gute Lösungen gefunden habe und auch zukünftige Herausforderungen meistern werde.

Hintergrund

Erstmals seit Beginn der Pandemie kamen die komplette Landesregierung und alle Kirchenvertreterinnen und Kirchenvertreter wieder vor Ort zusammen. Das traditionelle Spitzengespräch konnte in den beiden Jahren zuvor coronabedingt nur in einem kleinen Rahmen oder als Videokonferenz stattfinden. Im Bundesland Hessen liegen die Kirchengebiete der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, der katholischen Diözese Fulda und Teile der Evangelische Kirche im Rheinland und der katholischen Diözesen Limburg, Mainz und Paderborn. Beauftragter der Evangelischen Kirchen in Hessen am Sitz der Landesregierung ist Oberkirchenrat Jörn Dulige. 

(04.05.2022)