Aktuell: Bischöfin Hofmann: Menschen spüren, dass ihr Engagement etwas bewirkt

Kassel (medio). «Sozialer Zusammenhalt lebt vom Engagement der Menschen», sagte Bischöfin Beate Hofmann am Freitagabend (24.06.) in der Kasseler Karlskirche. Kirche als Gemeinschaft lebe vom Ehrenamt und habe damit ein großes Potential, einen Beitrag dazu zu leisten und Orte der Begegnung für unterschiedliche Menschen zu schaffen. Dabei müsse man auch die Verschiedenheit aushalten, berichtete Heike Schaaf vom Öffentlichkeitsreferat des Evangelischen Stadtkirchenkreises Kassel.

In der Reihe «drei in eins» hatte das Evangelische Form Kassel neben Bischöfin Hofmann den Politikwissenschaftler Wolfgang Schroeder von der Universität Kassel und Kassels Bürgermeisterin Ilona Friedrich zum Podiumsgespräch eingeladen. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und des Ukrainekrieges diskutierten sie darüber, welche Bedeutung gesellschaftlicher Zusammenhalt in krisenhaften Zeiten hat und wie er entsteht.

Wichtig sei, dass sich Menschen in der Gesellschaft akzeptiert fühlten und ein wirtschaftliches Auskommen hätten. «Ein starker Staat und eine starke Zivilgesellschaft mit Kirchen, Vereinen und Verbänden bieten dabei den Rahmen, damit ein Zusammenhalt spürbar werden kann», sagte Schroeder.

«Mit dem Ausbau der Stadteiltreffs in den Quartieren der Stadt haben wir gute Erfahrungen gemacht», sagte Bürgermeisterin Ilona Friedrich. Sie seien Begegnungsorte, an denen sich Menschen kennenlernen und Hilfen organisieren. Mit Sorge blicke sie jedoch auf arme Menschen, die von den derzeit steigenden Energiekosten besonders betroffen seien. Schroeder bekräftigte: In dieser Zeit des Umbruchs sei es wichtig, die Schwächsten im Blick zu haben. Solidarität mit ihnen sei das Gebot der Stunde. In den Kirchengemeinden werde man darum solidarisch zusammenrücken, sagte Bischöfin Hofmann. «Wir wollen Hoffnungsgeschichten erzählen.» Denn die Menschen spürten, dass ihr Engagement etwas bewirke.

2022-06-27 35636

Podiumsdiskussion über Zusammenhalt als Fundament
Bischöfin Hofmann: Menschen spüren, dass ihr Engagement etwas bewirkt

Bischöfin Hofmann: Menschen spüren, dass ihr Engagement etwas bewirkt
Vor der Kasseler Karlskirche (v.l.): Pfarrerin Gabriele Heppe-Knoche (Ev. Forum Kassel, Moderation), Bischöfin Beate Hofmann, Politikwissenschaftler Wolfgang Schroeder (Uni Kassel) und Kassels Bürgermeisterin Ilona Friedrich. (Foto: medio.tv/Socher)

Kassel (medio). «Sozialer Zusammenhalt lebt vom Engagement der Menschen», sagte Bischöfin Beate Hofmann am Freitagabend (24.06.) in der Kasseler Karlskirche. Kirche als Gemeinschaft lebe vom Ehrenamt und habe damit ein großes Potential, einen Beitrag dazu zu leisten und Orte der Begegnung für unterschiedliche Menschen zu schaffen. Dabei müsse man auch die Verschiedenheit aushalten, berichtete Heike Schaaf vom Öffentlichkeitsreferat des Evangelischen Stadtkirchenkreises Kassel.

In der Reihe «drei in eins» hatte das Evangelische Form Kassel neben Bischöfin Hofmann den Politikwissenschaftler Wolfgang Schroeder von der Universität Kassel und Kassels Bürgermeisterin Ilona Friedrich zum Podiumsgespräch eingeladen. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und des Ukrainekrieges diskutierten sie darüber, welche Bedeutung gesellschaftlicher Zusammenhalt in krisenhaften Zeiten hat und wie er entsteht.

Wichtig sei, dass sich Menschen in der Gesellschaft akzeptiert fühlten und ein wirtschaftliches Auskommen hätten. «Ein starker Staat und eine starke Zivilgesellschaft mit Kirchen, Vereinen und Verbänden bieten dabei den Rahmen, damit ein Zusammenhalt spürbar werden kann», sagte Schroeder.

«Mit dem Ausbau der Stadteiltreffs in den Quartieren der Stadt haben wir gute Erfahrungen gemacht», sagte Bürgermeisterin Ilona Friedrich. Sie seien Begegnungsorte, an denen sich Menschen kennenlernen und Hilfen organisieren. Mit Sorge blicke sie jedoch auf arme Menschen, die von den derzeit steigenden Energiekosten besonders betroffen seien. Schroeder bekräftigte: In dieser Zeit des Umbruchs sei es wichtig, die Schwächsten im Blick zu haben. Solidarität mit ihnen sei das Gebot der Stunde. In den Kirchengemeinden werde man darum solidarisch zusammenrücken, sagte Bischöfin Hofmann. «Wir wollen Hoffnungsgeschichten erzählen.» Denn die Menschen spürten, dass ihr Engagement etwas bewirke.

Die Veranstaltungsreihe «drei in eins. kunst musik sprache»

Die Veranstaltungsreihe «drei in eins. kunst musik sprache» fragt nach dem, was von Bedeutung ist. Verbinden, formen, nähren, glücken, ordnen sind basale Notwendigkeiten des eigenen Schaffens wie auch des Miteinanders. «Sie entstehen und entfalten ihre Stärke durch Begegnungen, Austausch und Inspiration» - so beschreibt das Evangelisches Forum Kassel als Veranstalterin die Reihe. Wenn die drei Sparten Neue Musik, zeitgenössische Kunst und Sprache in der Karlskirche aufeinandertreffen, gehe es nicht allein darum, das Eigene zu präsentieren. Auch die die physische Präsenz, die Form, das Material an sich spiele eine bedeutende Rolle.

Im documenta-Sommer erfahre die Veranstaltungsreihe eine Erweiterung in Form von Ausstellungen, Konzerten, Gottesdiensten und Gesprächen. Eingeladen sind Musiker*innen, Künstlerinnen, Theolog*innen und Gesprächspartner*innen aus dem regionalen wie internationalen Raum.

(27.06.2022) 


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