Aktuell: Vizepräsident Dr. Knöppel: Jetziger Reformprozess hat neue Qualität

Hofgeismar (medio). Für den Vizepräsidenten der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), Dr. Volker Knöppel, hat der jetzige Reformprozess der Landeskirche im Vergleich zu früheren Veränderungs- und Anpassungsprozessen eine neue Qualität. «Seit gut zwei Jahren zeigt sich in der EKKW eine neue, mutige Haltung, ein Wille zur Kirchenreform. Davon sind alle Ebenen unserer Kirche erfasst», sagte Knöppel bei der diesjährigen Kirchenjuristentagung der Evangelischen Kirche in Deutschland vom 1. bis zum 3. Juni in der Evangelischen Tagungsstätte Hofgeismar. 

Knöppel skizzierte in seinem Vortrag die Besonderheit des Verständigungsprozesses zum Auftrag der Kirche, in den die EKKW kurz nach dem Amtsantritt von Bischöfin Dr. Hofmann im Jahr 2019  eingetreten war. Dieser Verständigungsprozess ist Teil des Reformprozesses 2026, der mit den Reformbeschlüssen der Landessynode im Jahr 2015 aufgesetzt worden ist. «Es geht jetzt nicht mehr nur um Optimierung, sondern um die Gestaltung von etwas Neuem», so der Vizepräsident.

Nach einem breiten Beteiligungsprozess auf unterschiedlichen Ebenen hatte die 13. Landessynode am 5. März 2022 den Auftrag der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck in heutiger Zeit so formuliert: «Auftrag ist das Evangelium – die Botschaft, dass Gott in Jesus zu den Menschen gekommen ist – zu teilen und somit Menschen zusammenzubringen», erläuterte Knöppel. Zudem fasste die Synode zahlreiche Beschlüsse zur weiteren Umsetzung des Reformprozesses auf allen kirchlichen Handlungsebenen. 

Als erste Schritte, die gemeinsam in Kirchengemeinden, Kooperationsräumen, Kirchenkreisen und an anderen kirchlichen Orten umgesetzt und weiterentwickelt werden sollen, nannte der Vizepräsident die Förderung innovativer Vorhaben und die Arbeit der Gremien an der kriteriengesteuerten Fokussierung der Arbeit, die u.a. durch Einsatz eines Aushandlungstools, das bei Entscheidungsprozessen unterstützen soll.

Als zusätzliche weitere Schritte auf der Ebene der Landeskirche nannte Dr. Knöppel die Überarbeitung der Grundordnung der Landeskirche, die Klärung der kirchlichen Ämter und Berufe sowie eine Überprüfung der Ausbildungswege. Außerdem nannte er eine Gebäudebedarfsplanung auf allen kirchlichen Ebenen, ein Immobilienmanagement und eine zukunftsorientierte Entwicklung von  Kirchenverwaltung und weiterer Formen von Kirchenmitgliedschaft und Zugehörigkeit.

2022-06-24 35649

Vortrag zur Kirchenreform der EKKW
Vizepräsident Dr. Knöppel: Jetziger Reformprozess hat neue Qualität

Vizepräsident Dr. Knöppel: Jetziger Reformprozess hat neue Qualität
Vizepräsident Dr. Volker Knöppel (Foto: medio.tv/Schauderna)

Hofgeismar (medio). Für den Vizepräsidenten der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), Dr. Volker Knöppel, hat der jetzige Reformprozess der Landeskirche im Vergleich zu früheren Veränderungs- und Anpassungsprozessen eine neue Qualität. «Seit gut zwei Jahren zeigt sich in der EKKW eine neue, mutige Haltung, ein Wille zur Kirchenreform. Davon sind alle Ebenen unserer Kirche erfasst», sagte Knöppel bei der diesjährigen Kirchenjuristentagung der Evangelischen Kirche in Deutschland vom 1. bis zum 3. Juni in der Evangelischen Tagungsstätte Hofgeismar. 

Knöppel skizzierte in seinem Vortrag die Besonderheit des Verständigungsprozesses zum Auftrag der Kirche, in den die EKKW kurz nach dem Amtsantritt von Bischöfin Dr. Hofmann im Jahr 2019  eingetreten war. Dieser Verständigungsprozess ist Teil des Reformprozesses 2026, der mit den Reformbeschlüssen der Landessynode im Jahr 2015 aufgesetzt worden ist. «Es geht jetzt nicht mehr nur um Optimierung, sondern um die Gestaltung von etwas Neuem», so der Vizepräsident.

Nach einem breiten Beteiligungsprozess auf unterschiedlichen Ebenen hatte die 13. Landessynode am 5. März 2022 den Auftrag der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck in heutiger Zeit so formuliert: «Auftrag ist das Evangelium – die Botschaft, dass Gott in Jesus zu den Menschen gekommen ist – zu teilen und somit Menschen zusammenzubringen», erläuterte Knöppel. Zudem fasste die Synode zahlreiche Beschlüsse zur weiteren Umsetzung des Reformprozesses auf allen kirchlichen Handlungsebenen. 

Als erste Schritte, die gemeinsam in Kirchengemeinden, Kooperationsräumen, Kirchenkreisen und an anderen kirchlichen Orten umgesetzt und weiterentwickelt werden sollen, nannte der Vizepräsident die Förderung innovativer Vorhaben und die Arbeit der Gremien an der kriteriengesteuerten Fokussierung der Arbeit, die u.a. durch Einsatz eines Aushandlungstools, das bei Entscheidungsprozessen unterstützen soll.

Als zusätzliche weitere Schritte auf der Ebene der Landeskirche nannte Dr. Knöppel die Überarbeitung der Grundordnung der Landeskirche, die Klärung der kirchlichen Ämter und Berufe sowie eine Überprüfung der Ausbildungswege. Außerdem nannte er eine Gebäudebedarfsplanung auf allen kirchlichen Ebenen, ein Immobilienmanagement und eine zukunftsorientierte Entwicklung von  Kirchenverwaltung und weiterer Formen von Kirchenmitgliedschaft und Zugehörigkeit.

Stichwort «Kirchenjuristentagung»

Bei den jährlichen Tagungen, die im Auftrag des Kirchenamts der EKD vom Leiter des Kirchenrechtlichen Instituts, Prof. Dr. Hans Michael Heinig, organisiert und geleitet werden, bilden sich die juristischen Referentinnen und Referenten der evangelischen Kirchen fort. Viele der dort vorgetragenen Erkenntnisse und Erfahrungen werden in der Zeitschrift für evangelisches Kirchenrecht veröffentlicht, so auch der Vortrag von Vizepräsident Knöppel.

(24.06.2022)


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Lesen Sie hier den Vortrag von Vizepräsident Dr. Knöppel im Wortlaut:

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