Aktuell: Forschungsgruppe sucht Betroffene sexualisierter Gewalt

Hamburg (medio). Für eine Studie sucht eine Forschungsgruppe der Universität Hamburg Betroffene, die sexualisierte Gewalt im Bereich der evangelischen Kirche oder der Diakonie erlebt haben. Mit der anonymen Studie soll untersucht werden, welche Strategien Täter und Täterinnen nutzen, um den Missbrauch einzuleiten und die Aufdeckung zu verhindern. Weiter geht es um die Frage, inwiefern die Gegebenheiten der evangelischen Kirche und Diakonie solche Taten und ihre Verschleierung begünstigen. Und schließlich sollen Eigenschaften der Täter und Täterinnen, also etwa Alter und Beruf, untersucht werden.

2022-07-01 35700

Studie der Universität Hamburg über Kirche und Diakonie
Forschungsgruppe sucht Betroffene sexualisierter Gewalt

Forschungsgruppe sucht Betroffene sexualisierter Gewalt
Mit der Studie soll soll untersucht werden, welche Strategien Täter und Täterinnen nutzen und inwiefern die Gegebenheiten der evangelischen Kirche und Diakonie solche Taten und ihre Verschleierung begünstigen. (Foto: medio.tv/Schauderna)

Hamburg (medio). Für eine Studie sucht eine Forschungsgruppe der Universität Hamburg Betroffene, die sexualisierte Gewalt im Bereich der evangelischen Kirche oder der Diakonie erlebt haben. Mit der anonymen Studie soll untersucht werden, welche Strategien Täter und Täterinnen nutzen, um den Missbrauch einzuleiten und die Aufdeckung zu verhindern. Weiter geht es um die Frage, inwiefern die Gegebenheiten der evangelischen Kirche und Diakonie solche Taten und ihre Verschleierung begünstigen. Und schließlich sollen Eigenschaften der Täter und Täterinnen, also etwa Alter und Beruf, untersucht werden.

Das Ausfüllen des anonymisierten Fragebogens im Internet dauert etwa 30 bis 45 Minuten. Es sei aber jederzeit möglich, beim Ausfüllen auch längere Pausen einzulegen, schreiben die Verantwortlichen. Zudem könne bei jeder Frage auf Wunsch auch angegeben werden: «Ich möchte dazu keine Angaben machen»

Das federführende Institut für Sexualforschung, Sexualmedizin und Forensische Psychiatrie betont, dass Kirche und Diakonie keinerlei Einfluss auf die Studie nehmen könnten, das Institut arbeite völlig unabhängig. In der Forschung seien zudem selbst Menschen beteiligt, die sexualisierte Gewalt in kirchlichen und diakonischen Kontexten erlebt hätten, heißt es in der Ankündigung. (01.07.2022)


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