Aktuell: Andenken an die Verstorbenen und bewussterer Umgang mit der Lebenszeit

Frankfurt a.M./Düsseldorf. Mit dem Ewigkeits- oder Totensonntag enden im November die Trauer- und Gedenktage. Der Totensonntag ist der letzte Sonntag des Kirchenjahrs, bevor mit dem Advent als Vorbereitung auf Weihnachten ein neuer Zyklus beginnt. In diesem Jahr fällt der Trauertag auf den 20. November. Der Totensonntag ist vereinfacht gesagt das evangelische Gegenstück zum katholischen Feiertag Allerseelen. Neben dem Andenken an die Verstorbenen wird in vielen evangelischen Gottesdiensten auch zu einem bewussteren Umgang mit der Lebenszeit ermutigt.

An dem Gedenktag sollen Menschen Trost finden, wenn im vergangenen Jahr der Verlust eines Angehörigen oder eine Trennung zu beklagen war. In diesem Jahr gewinnt der Tag erneut für die Opfer der Corona-Pandemie und deren Angehörige eine besondere Bedeutung. Oft können Angehörige die Namen ihrer Verstorbenen in Trauerbücher eintragen, für die dann im Gottesdienst gebetet wird.

Chat-Andacht: Online der Verstorbenen gedenken

Seit einigen Jahren funktioniert das sogar online mit einem Angebot der evangelischen Kirche. Das Portal «trauernetz.de» bietet zum Ewigkeitssonntag eine Online-Andacht zum Gedenken an gestorbene Angehörige oder Freunde an. «Wir wollen mit dieser Chat-Andacht einladen, Trauer zu teilen und sich in Gemeinschaft an die Verstorbenen und an Gottes Zuspruch zu erinnern», erklärte Pfarrer Ralf Peter Reimann, Internetbeauftragter der Evangelischen Kirche im Rheinland, in Düsseldorf. Das Angebot verstehe sich als Ergänzung zu den Gemeindegottesdiensten an diesem Tag.

Bis zum 18. November könnten auf dem Portal die Namen von Verstorbenen in ein digitales Trauerbuch eingetragen werden, hieß es. Während der Online-Andacht am Ewigkeitssonntag würden diese Namen dann eingeblendet und im Gebet vor Gott gebracht. Auch während der Andacht könnten im Live-Chat noch Namen eingetragen werden.

Video-Tipp: Digitaler Gottesdienst aus Fulda

Die Evangelische Kreuzkirche Fulda lädt am kommenden Sonntag (20.11.) unter dem Motto «Frieden - Küstenfrieden.» zum Gottesdienst am Totensonntag mit Abendmahl ein. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes steht das Wort aus dem Johannesevangelium «Jesus sagt: Zum Abschied schenke ich euch Frieden. Ich gebe euch meinen Frieden.» (Joh 14,27). Pfarrer Stefan Bürger gedenkt mit der Gemeinde der Verstorbenen und will dazu auch persönliche Urlaubserinnerungen unter dem Stichwort «Küstenfrieden» mit einbringen. Die Gemeinde feiert auch Abendmahl. Digital kann mitgefeiert werden. Dazu kann zu Hause etwas Brot und Traubensaft/Wein bereitgestellt werden.

Der Gottesdienst beginnt am 20. November 2022 um 10 Uhr und kann im Livestream auf dem YouTube-Kanal der Kirchengemeinde mitgefeiert werden Im Anschluss ist der Gottesdienst als Aufzeichnung abrufbar. 

2022-11-17 36617

Ewigkeits- oder Totensonntag
Andenken an die Verstorbenen und bewussterer Umgang mit der Lebenszeit

Andenken an die Verstorbenen und bewussterer Umgang mit der Lebenszeit
Verlassene Parkbank in der Dönche in Kassel (Foto: medio.tv/schauderna).

Frankfurt a.M./Düsseldorf. Mit dem Ewigkeits- oder Totensonntag enden im November die Trauer- und Gedenktage. Der Totensonntag ist der letzte Sonntag des Kirchenjahrs, bevor mit dem Advent als Vorbereitung auf Weihnachten ein neuer Zyklus beginnt. In diesem Jahr fällt der Trauertag auf den 20. November. Der Totensonntag ist vereinfacht gesagt das evangelische Gegenstück zum katholischen Feiertag Allerseelen. Neben dem Andenken an die Verstorbenen wird in vielen evangelischen Gottesdiensten auch zu einem bewussteren Umgang mit der Lebenszeit ermutigt.

An dem Gedenktag sollen Menschen Trost finden, wenn im vergangenen Jahr der Verlust eines Angehörigen oder eine Trennung zu beklagen war. In diesem Jahr gewinnt der Tag erneut für die Opfer der Corona-Pandemie und deren Angehörige eine besondere Bedeutung. Oft können Angehörige die Namen ihrer Verstorbenen in Trauerbücher eintragen, für die dann im Gottesdienst gebetet wird.

Chat-Andacht: Online der Verstorbenen gedenken

Seit einigen Jahren funktioniert das sogar online mit einem Angebot der evangelischen Kirche. Das Portal «trauernetz.de» bietet zum Ewigkeitssonntag eine Online-Andacht zum Gedenken an gestorbene Angehörige oder Freunde an. «Wir wollen mit dieser Chat-Andacht einladen, Trauer zu teilen und sich in Gemeinschaft an die Verstorbenen und an Gottes Zuspruch zu erinnern», erklärte Pfarrer Ralf Peter Reimann, Internetbeauftragter der Evangelischen Kirche im Rheinland, in Düsseldorf. Das Angebot verstehe sich als Ergänzung zu den Gemeindegottesdiensten an diesem Tag.

Bis zum 18. November könnten auf dem Portal die Namen von Verstorbenen in ein digitales Trauerbuch eingetragen werden, hieß es. Während der Online-Andacht am Ewigkeitssonntag würden diese Namen dann eingeblendet und im Gebet vor Gott gebracht. Auch während der Andacht könnten im Live-Chat noch Namen eingetragen werden.

Video-Tipp: Digitaler Gottesdienst aus Fulda

Die Evangelische Kreuzkirche Fulda lädt am kommenden Sonntag (20.11.) unter dem Motto «Frieden - Küstenfrieden.» zum Gottesdienst am Totensonntag mit Abendmahl ein. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes steht das Wort aus dem Johannesevangelium «Jesus sagt: Zum Abschied schenke ich euch Frieden. Ich gebe euch meinen Frieden.» (Joh 14,27). Pfarrer Stefan Bürger gedenkt mit der Gemeinde der Verstorbenen und will dazu auch persönliche Urlaubserinnerungen unter dem Stichwort «Küstenfrieden» mit einbringen. Die Gemeinde feiert auch Abendmahl. Digital kann mitgefeiert werden. Dazu kann zu Hause etwas Brot und Traubensaft/Wein bereitgestellt werden.

Der Gottesdienst beginnt am 20. November 2022 um 10 Uhr und kann im Livestream auf dem YouTube-Kanal der Kirchengemeinde mitgefeiert werden Im Anschluss ist der Gottesdienst als Aufzeichnung abrufbar. 

Stichwort Ewigkeitssonntag

Der preußische König Friedrich Wilhelm III. ordnete 1816 an, jährlich den letzten Sonntag des Kirchenjahres als allgemeinen Feiertag zur Erinnerung der Verstorbenen zu begehen. In vielen Landeskirchen setzte sich diese Tradition als Totensonntag durch. In anderen Landeskirchen heißt der Sonntag Ewigkeitssonntag, um damit nicht den Tod ins Zentrum zu stellen, sondern die Auferstehung und das ewige Leben, an das Christinnen und Christen glauben. Der Toten- oder Ewigkeitssonntag ist ein stiller Feiertag. Das heißt, er ist durch die Feiertagsgesetzgebung der Bundesländer besonders geschützt. Öffentliche Sport-, Tanz- und Musikveranstaltungen sowie Märkte sind laut diesen Gesetzen am Totensonntag verboten. Damit bleiben auch Weihnachtsmärkte geschlossen. (14.11.2022, epd)


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