Aktuell: Interkulturelle Woche 2023 will «Neue Räume» eröffnen

Hannover/Bottrop. Die Interkulturelle Woche wendet sich in diesem Jahr wieder einem respektvollen und gleichberechtigten Miteinander in unserer Gesellschaft zu. Die ökumenische Aktion steht in der Woche vom 24. September bis 1. Oktober unter dem Leitthema «Neue Räume» und wird zum 48. Mal veranstaltet. Zu ihr laden die Deutsche Bischofskonferenz, die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland ein. 

Im Mittelpunkt eines gemeinsamen Wortes steht unter anderem der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, der in dramatischer Weise vor Augen führe, dass die zivilisatorische Leistung eines friedlichen Zusammenlebens zerbrechlich sei. «Weder im Großen, in den Beziehungen zwischen Völkern und Nationen, noch im Kleinen, in der Gestaltung des gesellschaftlichen Alltags in kultureller Vielfalt, ist das friedliche Zusammenleben der Menschen etwas Selbstverständliches», schreiben Bischof Dr. Georg Bätzing (katholisch), Präses Annette Kurschus (evangelisch) und Metropolit Augoustinos (orthodox). Vielmehr bedarf es sowohl auf der individuellen Ebene als auch in den verschiedenen gesellschaftlichen und politischen Bereichen immer wieder erneut der Entschlossenheit, für Respekt, Gewaltfreiheit, Wohlwollen und Frieden einzutreten, so die leitenden Geistlichen. 

2023-09-16 38412

Für Respekt, Gewaltfreiheit, Wohlwollen und Frieden
Interkulturelle Woche 2023 will «Neue Räume» eröffnen

Interkulturelle Woche 2023 will «Neue Räume» eröffnen
Das Leitwort der Interkulturellen Woche 2023, «Neue Räume», werbe dafür, in der Entschiedenheit für ein respektvolles und gleichberechtigtes Miteinander nicht nachzulassen, so die Veranstalter. (Abbildung: interkulturellewoche.de)

Hannover/Bottrop. Die Interkulturelle Woche wendet sich in diesem Jahr wieder einem respektvollen und gleichberechtigten Miteinander in unserer Gesellschaft zu. Die ökumenische Aktion steht in der Woche vom 24. September bis 1. Oktober unter dem Leitthema «Neue Räume» und wird zum 48. Mal veranstaltet. Zu ihr laden die Deutsche Bischofskonferenz, die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland ein. 

Im Mittelpunkt eines gemeinsamen Wortes steht unter anderem der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, der in dramatischer Weise vor Augen führe, dass die zivilisatorische Leistung eines friedlichen Zusammenlebens zerbrechlich sei. «Weder im Großen, in den Beziehungen zwischen Völkern und Nationen, noch im Kleinen, in der Gestaltung des gesellschaftlichen Alltags in kultureller Vielfalt, ist das friedliche Zusammenleben der Menschen etwas Selbstverständliches», schreiben Bischof Dr. Georg Bätzing (katholisch), Präses Annette Kurschus (evangelisch) und Metropolit Augoustinos (orthodox). Vielmehr bedarf es sowohl auf der individuellen Ebene als auch in den verschiedenen gesellschaftlichen und politischen Bereichen immer wieder erneut der Entschlossenheit, für Respekt, Gewaltfreiheit, Wohlwollen und Frieden einzutreten, so die leitenden Geistlichen. 

Bundesweite Eröffnung am 24. September in Bottrop

Die bundesweite Eröffnung der Interkulturellen Woche wurde am Sonntag (24.9.) in Bottrop mit einem ökumenischen Open-Air-Gottesdienst auf dem Ernst-Wilczok-Platz vor dem Rathaus offiziell eröffnet. Anschließend gab es einen «Markt der Vielfalt», so die Veranstalter. An dem Gottesdienst wirkten mit: Präses Kurschus, der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck, der griechisch-orthodoxen Erzpriester und Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland, Radu Constantin Miron, sowie Pastor Konstantin von Abendroth von der Vereinigung Evangelischer Freikirchen. 

Interkulturelle Woche in den hessischen Regionen

Im Internet steht unter interkulturellewoche.de eine Datenbank bereit, in der viele Veranstaltungen abgerufen werden können. Dort besteht auch die Möglichkeit, einen eigenen Termin zur Interkulturelle Woche zu veröffentlichen. Direkt zu den Terminen in Hessen in der Datenbank... 

Das Leitwort der Interkulturellen Woche, «Neue Räume», werbe dafür, in der Entschiedenheit für ein respektvolles und gleichberechtigtes Miteinander nicht nachzulassen. Dazu gehöre vor allem, einander den Raum zuzugestehen, den jede und jeder Einzelne zum Leben benötige. In ihrem Wort geht es auch um die Flüchtlinge aus den weltweiten Krisenregionen: «Sie alle sind vor Not, Unrecht, Terror, Gewalt und Zerstörung in ihren Herkunftsländern geflohen und auf unsere Hilfe angewiesen. Deshalb darf es auch keine Flüchtlinge erster und zweiter Klasse geben», heißt es. Es könne niemals eine Lösung sein, die europäischen Außengrenzen für Schutzsuchende zu verschließen. «Deshalb appellieren wir an die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung, das Recht auf Asyl zu verteidigen, faire Verfahren zu garantieren und Menschen in Not zu ihrem Recht zu verhelfen», so Augoustinos, Bätzing und Kurschus. 

Hintergrund:

Die bundesweite Interkulturelle Woche findet seit 1975 immer Ende September statt. Sie wird unterstützt und mitgetragen von Kirchen, Kommunen, Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften, Integrationsbeiräten und -beauftragten, Vereinen, Bildungsträgern, Flüchtlingsorganisationen, Religionsgemeinschaften und Initiativgruppen. In über 600 Städten und Gemeinden werden rund 5.000 Veranstaltungen durchgeführt. Der Tag des Flüchtlings ist Bestandteil der Aktionswoche, die eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie ist. (11.09.2023, aktualisiert am 25.09.2023)


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