Aktuell: Veranstaltungen erinnern an die Opfer des Holocausts

Kassel/Heubach (medio). Zum diesjährigen Holocaust-Gedenktag laden mehrere Institutionen und Einrichtungen rund um den 27.01.2019 ein. In Kassel wird am Sonntag, 27.01, um 13.30 Uhr mit einer Kranzniederlegung am Aschrottbrunnen am Rathaus an die Opfer der nationalistischen Gewaltherrschaft gedacht, wie die Stadt Kassel mitteilte. Der Aschrottbrunnen - ein Geschenk des jüdischen Unternehmers Sigmund Aschrott an die Stadt - wurde vor 80 Jahren durch eine Gruppe nationalistischer Aktivisten schwer beschädigt und daraufhin von der Stadtverwaltung abgetragen. Heute steht dort ein Mahnmal. Bereits um 10 Uhr findet in der Markuskirche in Kassel ein ökumenischer Gottesdienst statt, der gemeinsam mit dem Sara Nussbaum Zentrum gestaltet wird.

Der Förderverein der Landessynagoge Heubach veranstaltet um 19.30 Uhr in der ehemaligen Synagoge Heubach den Vortrag «Nach Ausschwitz fahren? Warum??». Die Referenten Heinrich Kluba und Hartmut Zimmermann aus Fulda zeigen Fotografien von ihrer Fahrt und schildern ihre Eindrücke aus dem letzten Jahr, heißt es auf der Internetseite der Synagoge. Im Fokus der Veranstaltung stehe das gemeinsame Nachdenken darüber, was ein Besuch in der Gedenkstätte bedeutet und ob dieser zur Pflicht gemacht werden solle.

Am 28.01. laden die Schülerinnen und Schüler des Abschlussjahrgangs der Herderschule in Kassel von 10-12 Uhr zu einem Vortrag zum Gedenken an die Opfer des Holocausts in das Hermann-Schafft-Haus in Kassel ein. Seit 2013 gibt es dieses Angebot, das in Zusammenarbeit mit der vhs Region Kassel stattfindet, heißt es im Programm der Volkshochschule. Der Vortrag beleuchte das ethnische Weltbild des Nationalsozialismus und die daraus resultierenden Folgen. Das Evangelische Forum veranstaltet am selben Tag um 19 Uhr ein Gedenkkonzert «mir leben ejbik!» im Landgericht Kassel. Es werden jüdische Lieder von Chasan Daniel Kempin und Dimitry Reznik gespielt. Der Eintritt kostet 14 Euro, ermäßigt 10 Euro. Weitere Informationen unter Tel.: 0561/28760-21 oder e-mail: ev.forum.kassel@ekkw.de.

Stichwort: Holocaust-Gedenktag

Am 27.01.1945 wurden die Überlebenden im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau befreit, das zum Inbegriff des Holocausts und des Massenmordes an den europäischen Jüdinnen und Juden geworden ist. In den Jahren 1940 - 1945 wurden dort über 1 Millionen Menschen ermordet. Der 27. Januar wird seit dem Jahr 1996 als nationaler und seit dem Jahr 2005 als internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus begangen. (21.01.2019)

2019-01-16 26624

Holocaust-Gedenktag
Veranstaltungen erinnern an die Opfer des Holocausts

Gedenkstätte und Museum Auschwitz-Birkenau (Foto: larahcv)

Kassel/Heubach (medio). Zum diesjährigen Holocaust-Gedenktag laden mehrere Institutionen und Einrichtungen rund um den 27.01.2019 ein. In Kassel wird am Sonntag, 27.01, um 13.30 Uhr mit einer Kranzniederlegung am Aschrottbrunnen am Rathaus an die Opfer der nationalistischen Gewaltherrschaft gedacht, wie die Stadt Kassel mitteilte. Der Aschrottbrunnen - ein Geschenk des jüdischen Unternehmers Sigmund Aschrott an die Stadt - wurde vor 80 Jahren durch eine Gruppe nationalistischer Aktivisten schwer beschädigt und daraufhin von der Stadtverwaltung abgetragen. Heute steht dort ein Mahnmal. Bereits um 10 Uhr findet in der Markuskirche in Kassel ein ökumenischer Gottesdienst statt, der gemeinsam mit dem Sara Nussbaum Zentrum gestaltet wird.

Der Förderverein der Landessynagoge Heubach veranstaltet um 19.30 Uhr in der ehemaligen Synagoge Heubach den Vortrag «Nach Ausschwitz fahren? Warum??». Die Referenten Heinrich Kluba und Hartmut Zimmermann aus Fulda zeigen Fotografien von ihrer Fahrt und schildern ihre Eindrücke aus dem letzten Jahr, heißt es auf der Internetseite der Synagoge. Im Fokus der Veranstaltung stehe das gemeinsame Nachdenken darüber, was ein Besuch in der Gedenkstätte bedeutet und ob dieser zur Pflicht gemacht werden solle.

Am 28.01. laden die Schülerinnen und Schüler des Abschlussjahrgangs der Herderschule in Kassel von 10-12 Uhr zu einem Vortrag zum Gedenken an die Opfer des Holocausts in das Hermann-Schafft-Haus in Kassel ein. Seit 2013 gibt es dieses Angebot, das in Zusammenarbeit mit der vhs Region Kassel stattfindet, heißt es im Programm der Volkshochschule. Der Vortrag beleuchte das ethnische Weltbild des Nationalsozialismus und die daraus resultierenden Folgen. Das Evangelische Forum veranstaltet am selben Tag um 19 Uhr ein Gedenkkonzert «mir leben ejbik!» im Landgericht Kassel. Es werden jüdische Lieder von Chasan Daniel Kempin und Dimitry Reznik gespielt. Der Eintritt kostet 14 Euro, ermäßigt 10 Euro. Weitere Informationen unter Tel.: 0561/28760-21 oder e-mail: ev.forum.kassel@ekkw.de.

Stichwort: Holocaust-Gedenktag

Am 27.01.1945 wurden die Überlebenden im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau befreit, das zum Inbegriff des Holocausts und des Massenmordes an den europäischen Jüdinnen und Juden geworden ist. In den Jahren 1940 - 1945 wurden dort über 1 Millionen Menschen ermordet. Der 27. Januar wird seit dem Jahr 1996 als nationaler und seit dem Jahr 2005 als internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus begangen. (21.01.2019)


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Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Landsynagoge Heubach