Aktuell: Stiftung Kirchenerhaltungsfonds vergibt Fördermittel von insgesamt 436.900 Euro

Kassel (medio). Die Stiftung Kirchenerhaltungsfonds der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck hat am Monatg (28.1.) in einer Feierstunde in Kassel die Förderbewilligungen für das Jahr 2018 überreicht. Dabei konnten sieben Bauvorhaben in sieben Kirchenkreisen mit einem Gesamtbetrag von 436.900 Euro gefördert werden, heißt es in einer Mitteilung der Pressestelle.

Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, würdigte in seinem Grußwort die Bereitschaft vieler Menschen, sich für die Erhaltung ihrer Kirche im Ort einzusetzen. Daran könne man erkennen, welche Bedeutung das Kirchengebäude besitze. Als Indiz für die ungebrochene Attraktivität des Kirchenerhaltungsfonds auch nach 18 Jahren wertete der Bischof das Engagement und den Ideenreichtum der Kirchengemeinden und Förderinitiativen, mit denen Spenden eingeworben und durch eine Verdoppelung durch die Stiftung belohnt würden.

Der Vorsitzende des Stiftungsvorstands, Andreas Fehr, schilderte das Dilemma, in dem sich viele Kirchengemeinden befänden. Angesichts sinkender Mitgliederzahlen, veränderter Nutzungsanforderungen und hoher Kosten für Unterhaltung und Betrieb von Kirchengebäuden erscheine oftmals die Zusammenlegung von Gemeinden und die Schließung von Kirchengebäuden als einzig mögliche Reaktion. Doch gerade in einer ländlich strukturierten Landeskirche seien nicht selten Dorfkirchen der letzte öffentliche Raum. Daher versuchten sowohl Bürgergemeinden als auch Christengemeinden, jahrhundertealte Kirchen zu erhalten, so Fehr.

2019-02-20 26724

Sieben Gemeinden werden für tollen Einsatz belohnt
Stiftung Kirchenerhaltungsfonds vergibt Fördermittel von insgesamt 436.900 Euro

Der Stiftungsvorsitzende Andreas Fehr (7.v.l.) und Bischof Martin Hein (8.v.l.) mit Vertreterinnen und Vertretern der Evangelischen Kirchengemeinde Schlüchtern, die mit 136.000 Euro die höchste Fördersumme erhielt. (Foto: medio.tv/Schauderna)

Kassel (medio). Die Stiftung Kirchenerhaltungsfonds der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck hat am Monatg (28.1.) in einer Feierstunde in Kassel die Förderbewilligungen für das Jahr 2018 überreicht. Dabei konnten sieben Bauvorhaben in sieben Kirchenkreisen mit einem Gesamtbetrag von 436.900 Euro gefördert werden, heißt es in einer Mitteilung der Pressestelle.

Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, würdigte in seinem Grußwort die Bereitschaft vieler Menschen, sich für die Erhaltung ihrer Kirche im Ort einzusetzen. Daran könne man erkennen, welche Bedeutung das Kirchengebäude besitze. Als Indiz für die ungebrochene Attraktivität des Kirchenerhaltungsfonds auch nach 18 Jahren wertete der Bischof das Engagement und den Ideenreichtum der Kirchengemeinden und Förderinitiativen, mit denen Spenden eingeworben und durch eine Verdoppelung durch die Stiftung belohnt würden.

Der Vorsitzende des Stiftungsvorstands, Andreas Fehr, schilderte das Dilemma, in dem sich viele Kirchengemeinden befänden. Angesichts sinkender Mitgliederzahlen, veränderter Nutzungsanforderungen und hoher Kosten für Unterhaltung und Betrieb von Kirchengebäuden erscheine oftmals die Zusammenlegung von Gemeinden und die Schließung von Kirchengebäuden als einzig mögliche Reaktion. Doch gerade in einer ländlich strukturierten Landeskirche seien nicht selten Dorfkirchen der letzte öffentliche Raum. Daher versuchten sowohl Bürgergemeinden als auch Christengemeinden, jahrhundertealte Kirchen zu erhalten, so Fehr.

Er freue sich, dass die Stiftung Kirchenerhaltungsfonds dieses Engagement weiterhin unterstützen könne. In der Summe habe die Stiftung seit ihrem Bestehen 279 Bauvorhaben mit einem Investitionsvolumen von 22,1 Mio. Euro ermöglicht und damit auch einen erheblichen Beitrag für die hiesige Bauwirtschaft geleistet. 2018 habe der Schwerpunkt der Förderung auf Maßnahmen der Innenrenovierung und der künstlerischen Gestaltung denkmalgeschützter Kirchen gelegen.

Fehr zeigte sich erfreut, dass er als Vorsitzender der Stiftung Vertreterinnen und Vertretern von sieben Kirchengemeinden für «Ihr beispielloses Engagement und den tollen Einsatz» für den Erhalt ihrer Kirchengebäude mit den «verdienten Fördermitteln belohnen» dürfe. Auch in diesem Jahr könne die Stiftung die Verdoppelung aller vor Ort eingeworbenen Einzelspenden sicherstellen.

Die Förderobjekte 2018: 7 Projekte aus 7 Kirchenkreisen

Der Stiftungsvorstand hatte in seiner Sitzung am 11. Dezember 2018 die Förderung von 7 Baumaßnahmen mit einem Gesamtvolumen von 436.900 Euro beschlossen. Förderschwerpunkte waren im Jahr 2018 Maßnahmen der Innenrenovierung und der künstlerischen Gestaltung in denkmalgeschützten Kirchen. Während der Laufzeit der Projektliste vom 18. Juni bis 16. November 2018 hatten die Kirchengemeinden durch vielfältige Vorortaktivitäten ein Spendenergebnis von 436.633,70 Euro erzielt, das von der Stiftung entsprechend der Stiftungsverfassung verdoppelt wurde.

Die Stiftung fördert:

  • Ev. Kirchengemeinde Rohrbach, Kirchenkreis Hersfeld, Innensanierung der Kirche in Rohrbach, Gesamtförderung: 13.300 €
  • Ev. Kirchengemeinde Herleshausen, Kirchenkreis Eschwege, Innenrenovierung der Burgkirche in Herleshausen, Gesamtförderung: 59.400 Euro
  • Ev. Kirchengemeinde Fambach, Kirchenkreis Schmalkalden, Neugestaltung der Sakristei und des Chorraums der Jakobuskirche in Fambach, Gesamtförderung: 31.300 Euro
  • Ev. Kirchengemeinde Schlüchtern, Kirchenkreis Schlüchtern, Innenrenovierung der Stadtkirche Schlüchtern, Gesamtförderung: 136.000 Euro
  • Ev. Kirchengemeinde Oberelsungen, Kirchenkreis Wolfhagen, Innenrenovierung der Kirche in Oberelsungen, Gesamtförderung: 41.400 Euro
  • Ev. Stadtkirchengemeinde Korbach, Kirchenkreis Twiste-Eisenberg, Innensanierung der Nikolaikirche Korbach, Gesamtförderung: 60.000 Euro
  • Ev. Kirchengemeinde Bad Zwesten, Kirchenkreis Fritzlar-Homberg, Innenrenovierung der Kirche in Bad Zwesten, Gesamtförderung: 95.500 Euro

Der Anlass: Die Erhaltung denkmalgeschützter Kirchen

Zu den Schätzen der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck gehören ihre denkmalgeschützten Kirchengebäude. Sie zu erhalten, ist Verpflichtung der Landes-kirche und ihrer Kirchengemeinden. Im Jahr 2000 hat die Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck die Errichtung einer kirchlichen Baustiftung beschlossen. Ziel ist es, einen finanziellen Grundstock zu schaffen, aus dessen Erträgnissen die Bauunterhaltung denkmalgeschützter kirchlicher Gebäude und ihrer Ausstattungsstücke gefördert werden kann. Die Neuanschaffung von Ausstattungsstücken ist nach der Stiftungsverfassung nicht förderfähig.

Sanierung der Stiftskirche in Oberkaufungen

Zum Video: Im vergangenen Jahr stand die die Stiftskirche in Oberkaufungen auf der Förderliste der Stiftung. Die Kirche gehört zu den historisch bedeutsamsten Kirchenbauten in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. In den letzten Jahren bedurfte es zahlreicher grundlegender Renovierungsarbeiten. Dekanin Carmen Jelinek (Kirchenkreis Kaufungen) und die Kirchenvorsteherin und  Silke Does (Kirchengemeinde Oberkaufungen) geben im Video einen Einblick in die Historie der Kirche und die Renovierungsarbeiten in den letzten 13 Jahren.

Die Finanzierung: Geldmittel der Landeskirche und Zustiftungen

Die Landeskirche hat die Stiftung bei der Gründung mit einem Stiftungskapital von 15,838 Mio. Euro ausgestattet, das nach der Stiftungsverfassung in seinem Bestand zu erhalten ist. Seit 2013 stockte die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck die-ses Stiftungskapital noch um weitere 11 Mio. Euro auf. Erträgnisse des Stiftungskapitals und Spenden dürfen nur für die verfassungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Aufgabe des Vorstandes ist es auch, für Zustiftungen und Spenden zu werben. Die Stiftung Kirchenerhaltungsfonds der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck ist bei ihren vielfältigen Aufgaben und Projekten auch auf die Mithilfe und Unterstützung von Dritten angewiesen.

Der Vorstand: Vertreter der Landeskirche und Personen öffentlichen Lebens

Der Vorstand der Stiftung setzt sich aus Vertretern der Landeskirche und Personen des öffentlichen Lebens zusammen. In den vorstand der Stiftung wurden berufen:

  • Adam Daume, Burgwald
  • Andreas Fehr, Lohfelden
  • Dr. Volker Knöppel, Kassel
  • Timo Koch, Kassel
  • Ulrich Müller, Hanau
  • Johannes Prinz, Schwalmstadt
  • Kerstin Reißmann-Priester, Kassel (mit beratender Stimme)
  • Heinrich Trier, Stadtallendorf
  • Mario Wagner, Kassel (mit beratender Stimme)

Vorsitzender des Vorstands ist Andreas Fehr, stellvertretender Vorsitzender Ulrich Müller; zum Geschäftsführer ist Matthias Dettmar, Kassel, bestellt.

(29.01.2019)


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Die Stiftung Kirchenerhaltungsfonds mit weiteren Informationen zur Projektförderung finden Sie im Internet unter: