Aktuell: Bischöfin Hofmann: «Gott kommt dahin, wo wir im Zwist nicht zueinanderkommen»

Kassel (medio). «Die Hoffnung auf ein Ende der Pandemie, auf eine Rückkehr ins ‚alte Normal‘ ist bitter enttäuscht worden.» Das stellt die Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Dr. Beate Hofmann, in ihrer Predigt zur Christvesper an Heiligabend in der Kasseler Martinskirche fest. Der Streit ums Impfen, um Zugangsregeln und Gesundheitsschutz zerreiße Familien und Freundschaften. «Auch als Kirche stecken wir mitten in dieser Zerreißprobe: Zum Impfen ermutigen, für alle da sein, mit allen sprechen, die Vulnerablen besonders im Blick haben – die letzten Wochen waren ein Balanceakt», bilanziert die Bischöfin. Darum steche im Lärm dieser Tage ein Ruf aus der Weihnachtsbotschaft besonders hervor: Friede auf Erden.

Während politischer wie familiärer Frieden stets verhandelt werden müsse, sei der Weihnachtsfriede anderer Natur – ein Geschenk. «Gott liebt uns, ohne dass wir erst dies oder jenes tun müssen», so Bischöfin Hofmann. Er suche den Frieden und die Versöhnung mit uns ohne Aushandlung und nehme weg, was trenne und belaste. «Gott kommt dahin, wo wir im Zwist zwischen Geimpften und Ungeimpften gerade nicht weiter- und auch nicht zueinanderkommen, denn Gott kommt zu allen, auf unterschiedlichen Wegen, zu unterschiedlichen Zeiten.»

Das sei die Botschaft von Weihnachten, die mit dem Kind in der Krippe sichtbar und hörbar werde, erläutert die Bischöfin und erinnert: «Gott wird Mensch, versöhnt sich mit uns, bringt Licht dahin, wo es dunkel, düster, traurig ist.» Mit Weihnachten beginne etwas, was diese Welt verändere und heller machen werde.

2021-12-24 34486

Themen Frieden und Versöhnung im Fokus der Christvesper
Bischöfin Hofmann: «Gott kommt dahin, wo wir im Zwist nicht zueinanderkommen»

Bischöfin Hofmann: «Gott kommt dahin, wo wir im Zwist nicht zueinanderkommen»
Krippendarstellung aus der Krippenausstellung 2021 in der Karlskirche Kassel. (Foto: medio.tv/Schauderna)

Kassel (medio). «Die Hoffnung auf ein Ende der Pandemie, auf eine Rückkehr ins ‚alte Normal‘ ist bitter enttäuscht worden.» Das stellt die Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Dr. Beate Hofmann, in ihrer Predigt zur Christvesper an Heiligabend in der Kasseler Martinskirche fest. Der Streit ums Impfen, um Zugangsregeln und Gesundheitsschutz zerreiße Familien und Freundschaften. «Auch als Kirche stecken wir mitten in dieser Zerreißprobe: Zum Impfen ermutigen, für alle da sein, mit allen sprechen, die Vulnerablen besonders im Blick haben – die letzten Wochen waren ein Balanceakt», bilanziert die Bischöfin. Darum steche im Lärm dieser Tage ein Ruf aus der Weihnachtsbotschaft besonders hervor: Friede auf Erden.

Während politischer wie familiärer Frieden stets verhandelt werden müsse, sei der Weihnachtsfriede anderer Natur – ein Geschenk. «Gott liebt uns, ohne dass wir erst dies oder jenes tun müssen», so Bischöfin Hofmann. Er suche den Frieden und die Versöhnung mit uns ohne Aushandlung und nehme weg, was trenne und belaste. «Gott kommt dahin, wo wir im Zwist zwischen Geimpften und Ungeimpften gerade nicht weiter- und auch nicht zueinanderkommen, denn Gott kommt zu allen, auf unterschiedlichen Wegen, zu unterschiedlichen Zeiten.»

Das sei die Botschaft von Weihnachten, die mit dem Kind in der Krippe sichtbar und hörbar werde, erläutert die Bischöfin und erinnert: «Gott wird Mensch, versöhnt sich mit uns, bringt Licht dahin, wo es dunkel, düster, traurig ist.» Mit Weihnachten beginne etwas, was diese Welt verändere und heller machen werde.

(Foto: medio.tv/Schauderna)

Die Bischöfin zu Weihnachten im Radio

An den Weihnachtstagen wird Bischöfin Beate Hofmann auch im Radio zu hören sein: Am ersten Weihnachtsfeiertag sendet hr4 ab 10.04 Uhr live den Gottesdienst aus der Kasseler Adventskirche. Bereits an Heiligabend ist die Bischöfin ab 17 Uhr auf Hitradio FFH mit einem Weihnachtssegen zu hören – flankiert von Glockengeläut, einer von Kita-Kindern vorgetragenen Weihnachtsgeschichte und einer ökumenischen Besinnung. Auch am 25. und 26. Dezember wird es in «Kreuz & Quer», der ökumenischen Kirchensendung von FFH, von 6 bis 9 Uhr weihnachtlich. Weitere Informationen zu allen Angeboten auf www.ekkw.de/weihnachten (24.12.2021)


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Lesen Sie hier die Predigt von Bischöfin Dr. Hofmann in der Christvesper im Wortlaut: