Bischofswahl 2019: Bischofswahl in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck

Im Mai 2019 wird in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck ein neuer Bischof / eine neue Bischöfin gewählt. Voraussichtlicher Wahltermin ist der 9. Mai während der Frühjahrstagung der Landessynode in Hofgeismar. Eingeführt wird die neue Bischöfin / der neue Bischof am 29. September 2019 in einem Gottesdienst in der Martinskirche in Kassel, in dem auch der jetzige Amtsinhaber, Bischof Prof. Dr. Martin Hein, in den Ruhestand verabschiedet wird.

 

Bekanngabe der Kandidaten für die Bischofswahl

Laut Informationen der Pressestelle der Landeskirche werden die Kandidaten für die Bischofswahl am 25. Februar 2019 um 14 Uhr in einer Presskonferenz im Kasseler Haus der Kirche bekanntgegeben.

 

In einem breit angelegten Beteiligungsprozess waren die Kirchenmitglieder vom 31. Juli bis zum 31. August 2018 dazu aufgerufen, eine Pfarrerin oder einen Pfarrer im Dienst der Landeskirche bzw. der weiteren EKD-Gliedkirchen für das höchste geistliche Amt in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck vorzuschlagen.

Dieser Aufruf hatte ein großes Echo, sagte der Präses der Landessynode, Kirchenrat Dr. Thomas Dittmann, am Rande der Herbsttagung der Landessynode im vergangenen Jahr. Bei ihm seien 142 Briefe eingegangen, aus denen nahezu 60 Vorschläge hervorgegangen sind. Der Nominierungsausschuss habe jetzt die Aufgabe, sorgfältig zu prüfen, welche von den genannten Namen in Frage kommen, so der Präses. Der Ausschuss werde dann der Landessynode zwei bis drei Kandidaten vorschlagen, die schließlich im Mai 2019 auf der Frühjahrstagung zur Wahl stehen werden.

Welche Kandidaten sich zur Wahl am 9. Mai 2019 stellen, wird im 25. Februar 2019 in einer Presseknferenz in Kassel bekannt gegeben. Zudem werden die Namen im Kirchlichen Amtsblatt veröffentlicht werden. Laut Präses Dittmann ist dafür der maßgebliche Zeitpunkt der 31. März 2019.

Zur Bischofswahl in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck klären wir für Sie die wichtigsten Fragen:

Wer bereitet die Wahl vor?

Die Wahl des Bischofs oder der Bischöfin wird durch einen ständigen Nominierungsausschuss vorbereitet. Dem Nominierungsausschuss gehören an:

  • der Präses der Landessynode und seine beiden Stellvertreter;
  • acht von der Synode aus ihrer Mitte gewählte Mitglieder, und zwar vier Geistliche und vier Laien. Unter den Geistlichen müssen sich ein Propst, ein Dekan und ein Pfarrer befinden;
  • der Prälat und der Vizepräsident des Landeskirchenamtes;
  • der Professor des Fachbereichs Evangelische Theologie der Philipps-Universität Marburg, der nach Artikel 91 Absatz 4 der Grundordnung in die Landessynode berufen worden ist.

Wie werden die Kandidaten ermittelt, die der Synode zur Wahl vorgeschlagen werden?

Der Nominierungsausschuss stellt mit Zweidrittelmehrheit der gesetzlichen Mitglieder den Wahlvorschlag auf, der in der Regel mindestens zwei, höchstens drei Namen enthalten soll. Für jeden Vorgeschlagenen müssen zwei Drittel der gesetzlichen Mitglieder gestimmt haben. Der Vorsitzende stellt zuvor fest, ob die Vorgeschlagenen mit ihrer Kandidatur einverstanden sind.

Wie läuft die Wahl ab?

Der Wahlvorschlag wird der Synode während ihrer Frühjahrstagung im Mai in nicht öffentlicher Sitzung begründet. Die Synode kann beschließen, dass danach eine Aussprache stattfindet. Vor der Wahlhandlung muss eine mindestens zweistündige Verhandlungspause eintreten. Die Synode wählt dann ohne weitere Aussprache in geheimer Abstimmung den Bischof oder die Bischöfin mit Zweidrittelmehrheit der gesetzlichen Mitgliederzahl.

Wenn nach drei Wahlgängen eine Zweidrittelmehrheit nicht zustande kommt, muss der Nominierungsausschuss in der Frühjahrstagung erneut einen Wahlvorschlag vorlegen, der mindestens zwei Namen enthält. Vorher findet eine Aussprache in der Synode statt, deren Anregungen der Ausschuss bei seinen Beratungen berücksichtigen muss.

Kommt auch jetzt nach drei Wahlgängen eine Zweidrittelmehrheit nicht zustande, so wählt die Synode nunmehr mit einfacher Mehrheit der gesetzlichen Mitgliederzahl unter den beiden Kandidaten, die in einem der sechs vorausgegangenen Wahlgänge die meisten Stimmen erhalten hatten. Verzichtet einer dieser beiden Kandidaten, so steht der andere allein zur Wahl. Kommen aber infolge von Stimmengleichheit mehr als zwei Kandidaten in Betracht, so findet die Wahl unter diesen statt.

Bleibt auch dieser Wahlgang ohne Ergebnis, so ist eine neue Wahlsynode einzuberufen. Ihr hat der Nominierungsausschuss einen neuen Vorschlag zu machen.

Stichwort: Bischof der Landeskirche

Der Bischof ist der leitende Geistliche der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Er wird von der Landessynode auf Lebenszeit gewählt und vertritt die Landeskirche im öffentlichen Leben. Im «Miteinander und Gegenüber» tragen Landessynode und Bischof die oberste Verantwortung in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.

Laut Grundordnung der Landeskirche wacht der Bischof darüber, dass «das Evangelium den Bekenntnissen der Reformation gemäß lauter und rein verkündigt und die Sakramente recht verwaltet werden» und die Einheit der Kirche gewahrt wird. Der Bischof sorgt dafür, dass die Ordnungen der Kirche eingehalten werden und trägt dafür Sorge, dass die Kirche ihren Auftrag in der Öffentlichkeit wahrnimmt. Der Bischof vertritt die Landeskirche im gesamten kirchlichen und öffentlichen Leben.

(14.02.2019)

2019-02-14 26603

Im Mai 2019
Bischofswahl in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck

Im Mai 2019 wird in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck ein neuer Bischof / eine neue Bischöfin gewählt. Voraussichtlicher Wahltermin ist der 9. Mai während der Frühjahrstagung der Landessynode in Hofgeismar. Eingeführt wird die neue Bischöfin / der neue Bischof am 29. September 2019 in einem Gottesdienst in der Martinskirche in Kassel, in dem auch der jetzige Amtsinhaber, Bischof Prof. Dr. Martin Hein, in den Ruhestand verabschiedet wird.

 

Bekanngabe der Kandidaten für die Bischofswahl

Laut Informationen der Pressestelle der Landeskirche werden die Kandidaten für die Bischofswahl am 25. Februar 2019 um 14 Uhr in einer Presskonferenz im Kasseler Haus der Kirche bekanntgegeben.

 

In einem breit angelegten Beteiligungsprozess waren die Kirchenmitglieder vom 31. Juli bis zum 31. August 2018 dazu aufgerufen, eine Pfarrerin oder einen Pfarrer im Dienst der Landeskirche bzw. der weiteren EKD-Gliedkirchen für das höchste geistliche Amt in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck vorzuschlagen.

Dieser Aufruf hatte ein großes Echo, sagte der Präses der Landessynode, Kirchenrat Dr. Thomas Dittmann, am Rande der Herbsttagung der Landessynode im vergangenen Jahr. Bei ihm seien 142 Briefe eingegangen, aus denen nahezu 60 Vorschläge hervorgegangen sind. Der Nominierungsausschuss habe jetzt die Aufgabe, sorgfältig zu prüfen, welche von den genannten Namen in Frage kommen, so der Präses. Der Ausschuss werde dann der Landessynode zwei bis drei Kandidaten vorschlagen, die schließlich im Mai 2019 auf der Frühjahrstagung zur Wahl stehen werden.

Welche Kandidaten sich zur Wahl am 9. Mai 2019 stellen, wird im 25. Februar 2019 in einer Presseknferenz in Kassel bekannt gegeben. Zudem werden die Namen im Kirchlichen Amtsblatt veröffentlicht werden. Laut Präses Dittmann ist dafür der maßgebliche Zeitpunkt der 31. März 2019.

Zur Bischofswahl in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck klären wir für Sie die wichtigsten Fragen:

Wer bereitet die Wahl vor?

Die Wahl des Bischofs oder der Bischöfin wird durch einen ständigen Nominierungsausschuss vorbereitet. Dem Nominierungsausschuss gehören an:

  • der Präses der Landessynode und seine beiden Stellvertreter;
  • acht von der Synode aus ihrer Mitte gewählte Mitglieder, und zwar vier Geistliche und vier Laien. Unter den Geistlichen müssen sich ein Propst, ein Dekan und ein Pfarrer befinden;
  • der Prälat und der Vizepräsident des Landeskirchenamtes;
  • der Professor des Fachbereichs Evangelische Theologie der Philipps-Universität Marburg, der nach Artikel 91 Absatz 4 der Grundordnung in die Landessynode berufen worden ist.

Wie werden die Kandidaten ermittelt, die der Synode zur Wahl vorgeschlagen werden?

Der Nominierungsausschuss stellt mit Zweidrittelmehrheit der gesetzlichen Mitglieder den Wahlvorschlag auf, der in der Regel mindestens zwei, höchstens drei Namen enthalten soll. Für jeden Vorgeschlagenen müssen zwei Drittel der gesetzlichen Mitglieder gestimmt haben. Der Vorsitzende stellt zuvor fest, ob die Vorgeschlagenen mit ihrer Kandidatur einverstanden sind.

Wie läuft die Wahl ab?

Der Wahlvorschlag wird der Synode während ihrer Frühjahrstagung im Mai in nicht öffentlicher Sitzung begründet. Die Synode kann beschließen, dass danach eine Aussprache stattfindet. Vor der Wahlhandlung muss eine mindestens zweistündige Verhandlungspause eintreten. Die Synode wählt dann ohne weitere Aussprache in geheimer Abstimmung den Bischof oder die Bischöfin mit Zweidrittelmehrheit der gesetzlichen Mitgliederzahl.

Wenn nach drei Wahlgängen eine Zweidrittelmehrheit nicht zustande kommt, muss der Nominierungsausschuss in der Frühjahrstagung erneut einen Wahlvorschlag vorlegen, der mindestens zwei Namen enthält. Vorher findet eine Aussprache in der Synode statt, deren Anregungen der Ausschuss bei seinen Beratungen berücksichtigen muss.

Kommt auch jetzt nach drei Wahlgängen eine Zweidrittelmehrheit nicht zustande, so wählt die Synode nunmehr mit einfacher Mehrheit der gesetzlichen Mitgliederzahl unter den beiden Kandidaten, die in einem der sechs vorausgegangenen Wahlgänge die meisten Stimmen erhalten hatten. Verzichtet einer dieser beiden Kandidaten, so steht der andere allein zur Wahl. Kommen aber infolge von Stimmengleichheit mehr als zwei Kandidaten in Betracht, so findet die Wahl unter diesen statt.

Bleibt auch dieser Wahlgang ohne Ergebnis, so ist eine neue Wahlsynode einzuberufen. Ihr hat der Nominierungsausschuss einen neuen Vorschlag zu machen.

Stichwort: Bischof der Landeskirche

Der Bischof ist der leitende Geistliche der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Er wird von der Landessynode auf Lebenszeit gewählt und vertritt die Landeskirche im öffentlichen Leben. Im «Miteinander und Gegenüber» tragen Landessynode und Bischof die oberste Verantwortung in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.

Laut Grundordnung der Landeskirche wacht der Bischof darüber, dass «das Evangelium den Bekenntnissen der Reformation gemäß lauter und rein verkündigt und die Sakramente recht verwaltet werden» und die Einheit der Kirche gewahrt wird. Der Bischof sorgt dafür, dass die Ordnungen der Kirche eingehalten werden und trägt dafür Sorge, dass die Kirche ihren Auftrag in der Öffentlichkeit wahrnimmt. Der Bischof vertritt die Landeskirche im gesamten kirchlichen und öffentlichen Leben.

(14.02.2019)


arrow_forward Kirchenrecht:

Das Bischofswahlgesetz der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck finden Sie hier:

arrow_forward Nominierungsausschuss:

Die Mitglieder des Nominierungssausschusses finden Sie hier:

arrow_forward Landessynode:

Informationen zur Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck finden Sie hier: