blick magazin

Zuversicht

Seit ein paar Wochen erscheinen täglich furchtbare Bilder vom Krieg in der Ukraine auf unseren Bildschirmen. Ich finde es schwer auszuhalten, Leid, Angst und Schmerzen der Menschen zu sehen und nichts tun zu können, um all das schnell zu beenden.
Wie können wir mitten in diesen Erfahrungen von Krieg und Leid Ostern feiern? Auch in der Leidensgeschichte von Jesus Christus finden sich Erfahrungen, wie sie Menschen momentan in der Ukraine machen: Jesus hat Angst vor dem, was auf ihn zukommt. Er sucht Gottes Hilfe und die seiner Freunde. Er leidet unschuldig Qualen und stirbt mit 33 Jahren einen gewaltsamen Tod.

Aber dann kommt Ostern. Und diese schrecklichen Erfahrungen bekommen plötzlich einen neuen Rahmen und ein ganz anderes Ende: Nicht der Tod und nicht die Gewalt siegen, sondern das Leben. Nicht ungebremster Machtwille und unrechtes Handeln behalten das letzte Wort, sondern es kommt etwas anderes: eine höhere Gerechtigkeit, vor der sich auch Putin verantworten muss.

Die Auferstehung Jesu von den Toten gibt mir Hoffnung und Zuversicht inmitten der schrecklichen Erfahrungen dieser Tage. Das Bild vom leeren Grab ist fu¨r mich ein Gegenbild zu all dem Furchtbaren, was wir auf unseren Bildschirmen sehen. Es gibt mir neue Kraft, um fu¨r den Frieden und gegen den Hass zu arbeiten. So setzt Ostern ein „Trotzdem“ hinein in Leid und Krieg.

Aus dem Vorwort von Dr. Beate Hofmann
Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck



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