Ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck
Offene Kirchen

Informationen zur Kirche Datterode in Ringgau

star Sehenswertes

Wandmalereien Christus als Weltenrichter, und viele mehr Orgel moderner Altar


info_outline Geschichtliches

Nur wenige Dorfkirchen Nordhessens können eine so großflächige spätmittelalterliche Malerei vorweisen wie die unsere in Datterode. Im Jahr 1188 wurde unsere Kirche bereits erstmals erwähnt. Schon 1353 wurde der Name eines Pfarrers genannt. Ihre Wandmalereien (Fresken) wurden von unbekannten Malern im späten Mittelalter hauptsächlich in Erdfarben angebracht, teilweise „al fresco“ (in den noch frischen, nassen Putz), doch zum größten Teil „al secco“ (auf den bereits getrockneten Putz). Nach der Reformation wurden sie auf Befehl des Landgrafen Moritz von Hessen übertüncht und erst 1959 bei einer Kirchenrenovierung wiederentdeckt. Ihre Restaurierung wurde im Jahr 2016 abgeschlossen. Danach wurden die freien Wände und die Empore in Weißtönen gestrichen. Der Turm hat eine Gesamthöhe von ca. 20,5 m und umfasst die Fläche von 6,10 m x 7,60 m. Er besteht aus kleinteiligem Bruchsteinmauerwerk. Er ist vollständig saniert worden. Neue Geschosse aus Holz und eine neue Treppe wurden eingebaut. Oben im Turm wurde über der Tonne ein Durchbruch zum Langschiff eingebracht. Eine neue Glocke wurde über Spenden aus der Gemeinde finanziert. Sie ist mit unserem Christus als Weltenrichter verziert. Eine neue Wetterfahne schmückt den Turm. „Kommt her zu mir“ steht als Einladung darauf. Der jetzige Eingang zum Kirchenschiff wurde erst 1962 angelegt. Gleichzeitig wurde das im westlichen Teil der Südwand gelegene Portal zugemauert. Unser Kirchenschiff ist romanischen Ursprungs. Das romanische Mauerwerk ist an der Nordwand in voller Höhe erhalten. Die Südseite wurde 1844 stärker ausgebessert. Der Chorraum ist spätgotisch und aus großen Steinquadern gebaut. Die vier spätgotischen Maßwerkfenster wurden ca. 1844 in der Bogenzone vergrößert. Alle Langfenster sind Segmentbogenfenster, vermutlich auch aus dem Jahre 1844. Das historische Tonnengewölbe und die Fenster sind restauriert worden. Anstatt des vorhandenen Sandsteinbodens wurde wieder ein Schieferboden aufgebracht, wie er bereits in vergangenen Jahrhunderten vorhanden war. Darunter befindet sich jetzt eine Fußbodenheizung. Die Kirchenbänke wurden entfernt. Stattdessen wurden Kirchenbankstühle aufgestellt, um immer wieder neue Möglichkeiten der Gottesdienstgestaltung offen zu halten. Das Langhaus (länglicher Saal) hat Emporen an Nord- und Westwand – die Orgelempore ist weit in den Raum gezogen. Die Emporen werden von Rundstützen getragen, die ein kapitellartiges Kopfstück haben – der toskanischen Säulenordnung entlehnt. Sie zeigen klassizistische Elemente. Bis in die jüngste Zeit hatte sich der Brauch gehalten, dass Männer oben auf der Empore, Frauen und Kinder unten im Kirchenschiff ihren Platz hatten. Lange hatte jede Familie ihre eigene Bankreihe. Unsere Orgel ist eine barocke Dorfkirchenorgel aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Sie wurde nach der Renovierung der Kirche 2016 wieder eingebaut. Im Altarraum ist auf der Südseite (rechts) noch der ehemalige Priester- oder Diakonsitz zu erkennen. Man bedenke, dass unsere Kirche bis zur Reformation eine katholische Kirche war. Auf dieser Seite befinden sich eine Nische, die für sakrale Gegenstände benutzt wurde, und eine „Piscina“ aus der das geweihte, benutzte („verunreinigte“) Wasser herauslaufen konnte. Gegenüberliegend sind noch die Fragmente eines Tabernakels sichtbar. Noch bis 1962 befand sich um den erhöhten Altar Bestuhlung in hölzernen Verschlägen die dem Kirchenvorstand vorbehalten war. Davor saßen, durch ein Holzgitter bzw. durch eine Tür getrennt, die Konfirmanden. Das Abendmahl am Altar wurde zuerst von den Männern und danach von den Frauen. eingenommen. Kinder durften nicht am Abendmahl teilnehmen. Zum ersten Mal nahmen sie als junge Erwachsene an ihrer Konfirmation daran teil. Heute werden auch die Kinder zum Abendmahl eingeladen. Ein neuer beweglicher Altar und ein Ambo sind durch Auslobung eines Wettbewerbes in Auftrag gegeben worden und schmücken nun als neue Prinzipalstücke unsere Kirche. Zur Erhaltung der Bausubstanz wurden im Laufe der Jahre einige bauliche Maßnahmen durchgeführt, die der Kirche manchmal eher geschadet haben. So wurde im Süden in den 60-er Jahren ein Vorbau hinzugefügt. Er wurde wieder entfernt, um die Südwand wieder trocken zu legen. Seit einigen Jahren sind wir auf einem sehr guten Weg. Durch stetes Engagement ist es uns gelungen, die Deutsche Stiftung Denkmalpflege, die Denkmalpflege Hessen und die Landeskirche dafür zu gewinnen, unsere Kirche zu sanieren. Dadurch gelang es, die wertvollen Wandmalereien, die in dieser Geschlossenheit Seltenheitswert haben, zu restaurieren und unsere Kirche gleichzeitig in einen modernen Gottesdienstraum zu verwandeln. Die Renovierung unserer Kirche konnte und kann nur über das außerordentliche Engagement vieler Ehrenamtlicher und der Spenden aus unserer Gemeinde gelingen. Dafür sei an dieser Stelle herzlich Dankeschön gesagt. Der Kirchenvorstand der Kirchengemeinde Datterode.


access_time Öffnungszeiten

  • Montag 09:30 Uhr bis 17:00 Uhr
  • Dienstag 09:30 Uhr bis 17:00 Uhr
  • Mittwoch 09:30 Uhr bis 17:00 Uhr
  • Donnerstag 09:30 Uhr bis 17:00 Uhr
  • Freitag 09:30 Uhr bis 17:00 Uhr
  • Samstag 09:30 Uhr bis 17:00 Uhr
  • Sonntag 12:30 Uhr bis 17:00 Uhr

lightbulb_outline Hinweise zu den Öffnungszeiten


Gottesdienst

Meist sonntags 10:00 Uhr oder 11:00 Uhr, im 14-tägigen Wechsel


info_outlineWeitere Informationen

  • Bei uns kann man in der Bibel lesen.
  • Wie bieten Führungen an.
  • Wir sind auf behinderte Menschen eingestellt.
  • Wir liegen an einem Rad- oder Wanderweg.
  • Wir haben eine Toilette im Umkreis von 100m.

lightbulb_outline Weitere Hinweise

Wenn Sie unsere Kirche besuchen, halten Sie inne und nehmen Sie diesen Schatz in sich auf. Wir freuen uns natürlich über jede Spende. Sie dient ausschließlich der Erhaltung unserer Kirche. Gottes Segen für Sie! Gerne führe ich Sie durch unsere Kirche! wochentags nach 15:00 Uhr, samstags und sonntags ganztägig, immer nach Vereinbarung Heidi Führer Pädagogische Kirchenführerin 05658 – 1502 od. 0160 96285207



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