Aktuelles

Martinskirche
Einfach digital spenden beim Kirchenbesuch

Spenden leicht gemacht, heißt es ab sofort in der Kasseler Martinskirche. An einer digitalen Spendensäule können Besucher*innen jetzt bequem und kontaktlos spenden - mit der Giro- oder Kreditkarte, dem Smartphone oder der Smartwatch. Die Höhe des Betrags lässt sich einfach mit einem Rädchen einstellen, von einem Euro bis 999 Euro sind Spenden möglich.

Die digitale Spendensäule hat die Martinskirche (Evangelische Kirchengemeinde Kassel-Mitte) im Rahmen des Wettbewerbs „DigiDonate“ der Evangelischen Bank erhalten. Sechs Geräte wurden ausgelobt. 35 Bewerber gab es bundesweit.

Pfarrer Dr. Willi Temme (rechts im Bild) freute sich über den Gewinn der Spendensäule: „Viele Menschen in der Innenstadt klopfen bei der Kirche an und fragen nach sozialer Unterstützung. Unsere Hoffnung ist, dass wir mit der neuen Technik auch eine neue Spendenquelle auftun können, um möglichst vielen Leuten in dieser schwierigen Zeit helfen zu können." Für das Documenta-Jahr 2022 erhofft sich Temme, dass St. Martin von vielen Touristen besucht werde, die sich von der Schönheit des Kirchraums zu einer Spende motivieren lassen.

Die Digitalisierung sei auch in den Kirchen angekommen, sagt Claus Beller von der Vertriebsdirektion Mitte-West der Evangelischen Bank (links im Bild). Digitale Spendenlösungen würden mit steigender Tendenz nachgefragt. Die Besucherinnen und Besucher sollen mehr und flexiblere Möglichkeiten erhalten, Geld zu spenden.

Fotonachweis: Evangelische Bank

(07.09.2021)

Eckhard Manz feiert 25-jähriges Dienstjubiläum

Kirchenmusikdirektor Eckhard Manz feiert in diesem Monat sein 25-jähriges Dienstjubiläum. Herzlichen Glückwunsch!
Am Sonntag, 15. August, wird Dekan Dr. Michael Glöckner seinen Gruß zum Jubiläum persönlich aussprechen: im Gottesdienst in der Martinskirche um 10 Uhr.
Seine beruflichen Stationen als Kirchenmusiker führten Eckhard Manz von Schlüchtern über Essen wieder zurück nach Hessen: Seit September 2006 ist er Kantor an St. Martin in Kassel.

Unser Bild zeigt KMD Eckhard Manz beim Dirigat. Er leitete die musikalischen Begleitung des multireligiösen Friedensgottesdienstes am 23.6.2019 in St. Martin anlässlich des 100jährigen Bestehens des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge.
Foto: schauderna/medio.tv

(12.08.2021)

Martinskirche - 12. September bis 17. Oktober 2021
Roundabout – ein Kulturprojekt an St. Martin

Es geht rund! Mit „Roundabout“ findet vom 12. September bis 17. Oktober 2021 ein spannendes Kulturprojekt in der Martinskirche statt. Der Kasseler Künstler Michael Göbel zeigt eine raumgreifende Skulptur, die er eigens für diese Ausstellung produziert. Das Kunstwerk stellt ein auf der Seite liegendes Kettenkarussell (engl. „Roundabout“) dar. 

Umgestürzt? Im Aufbau? Diese Frage bleibt offen. Das Kettenkarussell als Fahrgeschäft, bei dem die Passagiere von Ketten und Stangen festgehalten, aber gleichzeitig durch Rotation in einen fliegenden Zustand versetzt werden, soll in St. Martin Ruhe ausstrahlen. Die Versprechen des Jahrmarktes – lärmige Zerstreuung, Spaß und Ablenkung, auch lustvolle Gefährdung – werden nicht eingelöst. Die Arbeit unterbricht das Drehen um sich selbst, wie das Kreisen um einen Gedanken, eine Sache oder eine Empfindung, und fordert auf, die Situation von außen zu betrachten, ihr Wesen zu erforschen.

Dazu gibt es ein facettenreiches Begleitprogramm mit Konzerten, Führungen, Impulsvorträgen, Gottesdiensten und Workshops für Kinder in den Herbstferien.

Veranstalterinnen sind die Kulturplattform St. Martin in Kooperation mit der Evangelischen Kirchengemeinde Kassel-Mitte.

Die Schirmherrschaft haben Bischöfin Prof. Dr. Beate Hofmann und Kulturdezernentin Susanne Völker übernommen.

Weitere Informationen und Termine: Roundabout / Reihen und Festivals - Musik an St. Martin (musik-martinskirche.de) - Flyer mit allen Veranstaltungen auf den Blick zum Herunterladen.

(06.08.2021)

Kooperation
Studierende der Musikakademie umrahmen Gottesdienste der Karlskirche

 

 

 

 

 

 

 

 

Studierende der Musikakademie bereichern seit diesem Frühjahr die Gottesdienste in der Karlskirche mit Gesang und Instrumentalmusik. „Musik ist immer ein Himmelsgeschenk“, sagt Pröpstin Katrin Wienold-Hocke. „Wir genießen es sehr, dass die Studierenden mit ihrem Können auf hohem Niveau die Gottesdienste festlich und vielfältig mitgestalten.“ Auch Dr. Peter Gries, Direktor der Musikakademie der Stadt Kassel „Louis Spohr“ freut sich über die Kooperation. Die gute Nachbarschaft zwischen Kirchengemeinde und Musikakademie werde dadurch weiter intensiviert. „Nach Monaten ohne Auftrittsmöglichkeiten für unsere Studierenden, die das Feedback des Publikums so dringend für ihre künstlerische Entwicklung brauchen, ist diese Kooperation ein besonderer Lichtblick, für den wir der Evangelischen Kirchengemeinde Kassel-Mitte besonders dankbar sind“, so Gries. Wie bereichernd gelebte Nachbarschaft sein kann, erlebte die Kirchengemeinde auch während der Umbauphase der Karlskirche. Sie genoss in der Musikakademie Gastfreundschaft und konnte in deren Saal ihre Gottesdienste feiern.

Bildunterschrift: Freuen sich über die Kooperation zwischen Karlskirche und Musikakademie: Pröpstin Katrin Wienold-Hocke, Dr. Peter Gries (rechts) und Studierender Jannis Riß (Mitte), der den Gottesdienst am 1. August auf der Klarinette umrahmte.
(02.08.2021)

Foto: Heike Schaaf

Martinskirche
Gottesdienstreihe „Kraftquelle Natur“

Unter der Überschrift „Kraftquelle Natur – Biblische Psalmen und Romantische Lieder“ findet an den vier Sonntagen im Juli, jeweils um 10 Uhr, eine Gottesdienstreihe in der Kasseler Martinskirche statt. Hinter diesem Thema steht die Erfahrung vieler Menschen, dass gerade in der Zeit der Pandemie das Erleben der Natur eine Quelle der Stärkung ist. In den Gottesdiensten trifft jeweils ein biblischer Psalm auf ein Lied der Romantik, und beide Male geht es um ein besonderes Naturerleben. Daneben erklingen noch andere Lieder. Mit Daniel Holzhauser und Ulrike Schneider konnten zwei Sänger gewonnen werden, die im Bereich des Liedgesangs hohes Renommee besitzen. Begleitet werden sie von der Pianistin Giulia Glennon.

Die Termine:

4. Juli
Psalm 19 trifft auf Beethoven/Gellert: „Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre“
Mit Dekan Dr. Michael Glöckner, Daniel Holzhauser (Bariton), Giulia Glennon (Klavier), Kirchenmusikdirektor Eckhard Manz (Orgel)

11. Juli
Psalm 18 trifft auf Schubert/Goethe: „Ganymed“
Mit Pfarrer Dr. Willi Temme, Daniel Holzhauser (Bariton), Giulia Glennon (Klavier), Kirchenmusikdirektor Eckhard Manz (Orgel)

18. Juli
Psalm 84 trifft auf Brahms/Allmers: „Feldeinsamkeit“
Mit Pfarrer Dr. Willi Temme, Ulrike Schneider (Mezzosopran), Giulia Glennon (Klavier und Orgel)

25. Juli
Psalm 8 trifft auf Schumann/Eichendorff: „Mondnacht“
Mit Bischöfin Dr. Beate Hofmann, Ulrike Schneider (Mezzosopran), Giulia Glennon (Klavier), Elke Phieler (Orgel)

(28.06.2021)

Verabschiedung
Elisabeth Kalininowski 22 Jahre im Dienst als Küsterin der Karlskirche

Im Gottesdienst am 4. Juli wurde Elisabeth Kalinowski nach 22 Jahren im Dienst als Küsterin an der Karlskirche verabschiedet. Kirchenvorsteher Rolf-Christian Otto würdigte ihre langjährige Tätigkeit. Pröpstin Katrin Wienold-Hocke dankte für ihren Dienst und segnete sie.

Küsterin Elisabeth Kalinowski wurde verabschiedet. Foto: SußAm 1. März 1999 begann Elisabeth Kalinowski ihre Tätigkeit als Küsterin in der Karlskirche. Über 22 Jahre war sie für die Gemeinde tätig. Als ich 2003 an die  Karlskirche kam, erlebte ich eine Frau, die stets zur Stelle war, wenn sie gebraucht wurde. Mit großer Umsicht und Liebe gestaltete sie ihre Arbeit. Sie kannte sich mit allem aus und schenkte jedem ein herzliches Willkommen.
Sehr wichtig war der Freitagvormittag, denn zwischen 11.00 und 13.00 Uhr war Frau Kalinowski in der Kirche anzutreffen. Immer kamen Menschen vorbei. Immer gab es was zu erzählen. Bei Frau Kalinowski fanden sie ein offenes Ohr. Da musste die Gottesdienstvorbereitung manchmal ganz schnell gehen.
Manche(r) half ihr dann, steckte die Lieder oder brachte die Stuhlreihen in Ordnung. Gern bereitete sie die Räume vor, deckte die Tische mit Kerzen und Blumen, mit Kaffee, Tee und Kuchen. Sie brachte die Gemeindebriefe in die Häuser. Sie wusste, wann neue Altarkerzen zu bestellen waren oder der Adventskranz zur Gärtnerei musste. Sie schmückte die Kirche mit Sträußen und Blumen – oft aus dem ihrem eigenen Garten. Viele Altäre haben wir gemeinsam geschmückt. Auch bei der Vorbereitung der Krippenausstellung wirkte sie mit und stand dann als Aufsicht bereit. Es war stets auf sie Verlass. Sie liebte es, ihren Dienst im Hintergrund zu tun.
Selbst als die halben Küsterstellen in den Kirchengemeinden von der Stadtsynode gestrichen wurden, war sie bereit mit erheblich geringerer Stundenzahl weiter für die Karlskirche da zu sein. Dafür sind wir ihr besonders dankbar. Wir waren ein gutes Team und haben gern zusammengearbeitet. Sie wird eine große Lücke hinterlassen. Ehrenamtliche werden ihre Aufgaben übernehmen.
Wir wünschen Elisabeth Kalinowski für die Zukunft Gottes Segen und viel Freude auf neuen Wegen.

P.S.: Wenn jemand unter den Lesenden sich vorstellen kann, die eine oder andere Aufgabe zu übernehmen, kann er/sie sich gerne an Pfarrer Dr. Willi Temme, Pfarrerin Dr. Renja Rentz oder einen der Kirchenvorsteher

Text: Inge Böhle - Foto: Claus-Dieter Suß

(04.07.2021)

“Du bist ein Gott, der mich sieht“
Gottesdienst zum 20jährigen Jubiläum von FRANKA e.V.

Menschenhandel und Zwangsprostitution, ein Frauenthema, steht anlässlich des Jubiläums 20 Jahre FRANKA e. V. im Mittelpunkt des Gottesdienstes in der Karlskirche am Sonntag, 27. Juni um 17 Uhr. Schicksale und Perspektiven der von Menschenhandel und Zwangsprostitution betroffenen Frauen und die Arbeit der Fachberatung FRANKA kommen im Gottesdienst zur Sprache.

Christine Weghoff und Dr. Merle ClasenPröpstin Katrin Wienold-Hocke und ein Team von FRANKA halten die Predigt und führen durch die Liturgie. Dr. Merle Clasen (Gesang) und Christine Weghoff (Klavier) gestalten den Gottesdienst musikalisch. Dabei geben die „Lieder eines armen Mädchens“ von Friedrich Hollaender Frauen, die leicht überhört oder übersehen werden, eine kecke Stimme.

Die FRANKA-Fachberatung des Diakonischen Werkes Region Kassel sorgt für schnelle und professionelle Hilfe für die betroffenen Frauen, die aus Afrika, Bulgarien und Deutschland kommen. Sie und ihre Kinder leiden unter physischer und psychischer Gewalt. „Die Fachberatung begleitet die Frauen auf dem schwierigen Weg in ein selbständiges Leben. Der Verein FRANKA e.V. wiederum unterstützt die Arbeit der Beratungsstelle durch Öffentlichkeitsarbeit und Lobbyarbeit und durch Spenden“, sagt Pröpstin Katrin Wienold-Hocke, die Vorsitzende des Vereins.

Weitere Informationen unter www.franka-kassel.de.

Aktueller Hinweis: Eine Anmeldung zum Gottesdienst ist - anders als angekündigt - nun doch nicht erforderlich.

Bild: Christine Weghoff und Dr. Merle Clasen bringen „Lieder eines armen Mädchens“ von Friedrich Hollaender zu Gehör.

(22.06.2021)

Liveübertragung im Internet
Festliche Wiedereröffnung der Karlskirche

Nach dreieinhalb Jahren Umbau- und Renovierungszeit wird die Karlskirche in einem festlichen Gottesdienst mit Bischöfin Dr. Beate Hofmann am Sonntag, 20. Juni um 14 Uhr offiziell wiedereröffnet. Beteiligt sind u.a. auch Pfarrerin i.R. Inge Böhle und Kirchenvorstandsmitglieder. Die musikalische Gestaltung übernehmen Musa Nkuna (Gesang), Yana Krasutskaya (Violine) und Josef Heger (Orgel).

Der Gottesdienst ist aufgrund der begrenzten Platzzahl bereits nahezu ausgebucht, er wird jedoch live gestreamt und kann hier online mitgefeiert werden.

Für alle, die sich selbst einen Eindruck der renovierten Karlskirche verschaffen wollen, ist die Kirche in der kommenden Woche geöffnet:
von Dienstag bis Freitag, 22.-25. Juni, jeweils 16 bis 18 Uhr, sowie Samstag, 26. Juni, 11 bis 13 Uhr.

(27.06.2021)

2. Juni 2021 an der Martinskirche
Großes Engagement für Frieden und Demokratie unter der Osanna-Glocke

Anlässlich des 2. Todestages des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Dr. Walter Lübcke fand am 2. Juni um 15 Uhr an der Kasseler Martinskirche eine Gedenkstunde statt. Das zehnminütige Geläut der Osanna-Glocke unter dem Titel „Die Osanna-Glocke ruft zu Rechtsstaat, Freiheit, Demokratie und innerem Frieden“ bildete den Auftakt. „Die Osanna-Glocke hat uns zusammengerufen, um gemeinsam innerzuhalten, sie erinnert und mahnt“, sagt Pfarrer Dr. Willi Temme zu Beginn. Die Angriffe auf Walter Lübcke wie auch auf Halit Yozgat seien Angriffe auf den Rechtsstaat, so Temme. Es gelte, heute und in Zukunft gegen diese Verbrechen die Stimme zu erheben. „Gott schenke uns dafür seinen Segen, Kraft und Mut“, so Temme.

Der Historiker Dr. Dietfrid Krause-Vilmar verwies in seiner Ansprache darauf, dass Angriffe und Einschüchterungsversuche gegen Menschen, die sich öffentlich gegen Rechtsextremismus äußerten, die freie Meinungsäußerung und die Basis der Demokratie bedrohten. Betroffen seien Mandatsträger, Journalisten und Kulturschaffende. Außerdem bedrohe „eine widerliche Verrohung der Sprache“ insbesondere Menschen mit Einwanderungsgeschichte, die verspottet und verächtlicht gemacht würden. Die Angehörigen der Opfer „brauchen unsere Solidarität“, bedrohte Mandatsträger „brauchen unsere öffentliche Rückendeckung“, mahnte Krause-Vilmar. Es gelte Politiker, Behörden, Polizei und Gerichte darin zu stärken, die Gefahren ernst zu nehmen.

An der Gedenkveranstaltung nahmen Vertreter*innen der Kirchen, des Regierungspräsidiums, der Stadt Kassel, von Initiativen wie die „Omas gegen rechts“ und viele Bürger*innen teil. Auch Schüler*innen der Walter-Lübcke-Schule in Wolfhagen und der Engagierte der Initiative „Offen für Vielfalt“ waren vom Regierungspräsidium Kassel in einem Sternmarsch zur Martinskirche gekommen, wo sie mit Transparten und Plakaten für demokratische Werte warben.

Die Wortbeiträge von Pfarrer Dr. Willi Temme und Prof. Dr. Dietfrid Krause-Vilmar im Wortlaut zum Herunterladen.

Bilder 1-3: Steffen Ackermann, 4 Heike Schaaf
(04.06.2021)

Martinskirche - 2. Juni 2021
Die Osanna-Glocke läutet für Demokratie, Freiheit und Frieden

Pfarrer Dr. Willi Temme an der Osanna-GlockeDie Osanna-Glocke der Kasseler Martinskirche wird am 2. Juni um 15 Uhr läuten und erinnert damit an den Todestag des vor zwei Jahren ermordeten Regierungspräsidenten Dr. Walter Lübcke. Das Gedenk-Geläut soll von nun an jedes Jahr an diesem Tag in der Stadt Kassel hörbar und eine Mahnung sein: „Die Osanna-Glocke ruft zu Rechtsstaat, Freiheit, Demokratie und innerem Frieden“ ist der Titel, den die Initiatoren Pfarrer Dr. Willi Temme und der Historiker Prof. Dr. Dietfrid Krause-Vilmar diesem Tag gegeben haben.

Bisher erklingt die größte Glocke im Glockenstuhl der Martinskirche allein nur zu drei Anlässen: an Karfreitag zur Todesstunde Jesu, am 22. Oktober zum Gedenken an die Bombennacht 1943 und am 7. November zur Erinnerung an die judenfeindlichen Pogrome 1938 in Kassel.

Initiatoren der Gedenkveranstaltung am 2. Juni: Pfarrer Dr. Willi Temme und Prof. Dr. Kraus-Vilmar„Mit dem Geläut sollen auch die Gewalttaten der terroristischen Vereinigung NSU und insgesamt der politische Terror in unserem Land in den Blick rücken“, sagt Pfarrer Dr. Willi Temme. Denn die unsägliche Geschichte des Rechtsextremismus in Kassel reiche in die Gegenwart hinein, so Temme. „Wir wollen mahnen und erinnern, hier und heute“, so Temme. Zu beobachten seien mehr und mehr Angriffe auf Menschen, die gesellschaftliche Verantwortung übernähmen, so Krause-Vilmar. „Sie sind Beleidigungen, Verleumdungen und körperlichen Angriffen ausgesetzt und viele ziehen sich darauf hin zurück“, so Krause-Vilmar weiter. „Wenn Menschen deshalb nicht mehr bereit sind, sich für unsere Demokratie zu engagieren, sind rechte Kräfte auf dem Vormarsch.“ Diesen müsse man sich entschieden entgegenstellen.

Alle Menschen seien eingeladen sich am 2. Juni um 15 Uhr unter Einhaltung der Corona-Regeln auf dem Martinsplatz zu versammeln. Nach dem zehnminütigen Geläut gibt es eine kurze Ansprache von Dr. Dietfrid Krause-Vilmar. Mit Gebet und Segen von Dr. Willi Temme endet die Gedenkveranstaltung.

(26.05.2021)

Livestream auf YouTube an Pfingstsonntag, 23. Mai 2021, um 10 Uhr
Martinskirche: Festgottesdienst zur Einweihung der Experimentalorgel

Der Neubau der Orgelanlage in St. Martin in Kassel findet mit der Einweihung der fahrbaren Experimentalorgel am Pfingstsonntag, 23. Mai 2021, seinen Abschluss. In einem Festgottesdienst um 10 Uhr wird das fahrbare Orgelmodul durch Bischöfin Dr. Beate Hofmann eingeweiht. An den Orgeln spielt Kirchenmusikdirektor Eckhard Manz.

„Das Instrument leistet in seiner expressiven Gestalt und mit neusten klanglichen Möglichkeiten einen weiteren Beitrag zur zeitgenössischen Orgelkunst“, so Eckhard Manz. „Es kann an jeden Platz in der Kirche verschoben werden und macht die Martinskirche so zu einem faszinierenden Klangraum.“

„In seiner künstlerischen Konzeption ist das Instrument eine Weiterentwicklung der Möglichkeiten der Hauptorgel und eine räumliche Erweiterung“, so Manz weiter. Die Experimentalorgel könne geteilt und in zwei Teilen an verschiedenen Orten in der Kirche stehen und gespielt werden, sogar verteilt in Hauptkirche und Chorkirche. Zusätzlich könne das Instrument mittels Datenkabel auch von der Hauptorgel auf der Empore aus bedient werden. Beeindruckend sei die waagerechte Aufstellung aller Pfeifen des Instrumentes. Der Betrachter stehe mit den Pfeifen auf Augenhöhe, so Manz.

Die Gestaltung der Experimentalorgel wurde, wie auch die Hauptorgel, durch den Künstler Yngve Holen in Zusammenarbeit mit Ivar Heggheim realisiert. Erbaut wurde sie, wie auch das Hauptinstrument, von der Firma Rieger/Österreich.

Im Rahmen des Festgottesdienstes wird auch die erste CD der neuen Orgel, aufgenommen von Eckhard Manz, vorgestellt. Eingespielt hat er Musik der Barockzeit, der klassischen Moderne und der Gegenwart. Hierbei werden die außergewöhnlichen Möglichkeiten der gesamten Orgelanlage präsentiert.

Die pandemiebedingt begrenzten Platzkapazitäten zum Festgottesdienst in der Martinskirche sind erschöpft. Der Gottesdienst wird live über den YouTube-Kanal der Musik an St. Martin gestreamt: Gottesdienst & Einweihung Orgel Martinskirche am 23. Mai 2021 - YouTube

Weitere Informationen zum Orgelmodul gibt es auf der Homepage der Musik an St. Martin: www.musik-martinskirche.de

Fotonachweis: Nils Klinger

(19.05.2021)

„Sehnsucht nach dem Himmel“ – Ein „Gottesdienstspaziergang“ in der Karlsaue an Himmelfahrt

Die ev. Kirchengemeinden Kassel Mitte, Kreuzkirche, Südstadt und die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Kassel laden zu einem besonderen Gottesdienst in die Karlsaue ein. Unter dem Motto „Sehnsucht nach dem Himmel“ sind am 13. Mai zwischen 10.30 Uhr und 12.00 Uhr an verschiedenen Orten des Parks Stationen für die Gottesdienstbesucher*innen vorbereitet: Impulse zum Nachdenken und Diskutieren, kurze Wegstrecken für Gespräche unter wenigen Augen, Gebets- und Segensmöglichkeiten, das Erspüren von spielerisch-himmlischer Leichtigkeit und überraschende Klänge. So können Sie den Himmelfahrtstag - als Familie oder ganz für sich allein – im Freien, in ihrem Tempo und nach Lust und Laune begehen. 
(06.05.2021)

Sonntag, 9. Mai - Gottesdienst pausiert

Auch am Sonntag, 9. Mai, findet aufgrund der Pandemie in der Martinskirche kein Präsenzgottesdienst statt.
Dekan Dr. Michael Glöckner wird in der Zeit von 10 bis 11 Uhr in der Kirche sein. Einige Gedanken zum Sonntag mit dem Namen Rogate (Betet!) hat Dekan Dr. Martin Glöckner in diesem Video entfaltet.
Die Martinskirche ist außerdem von 10 bis 17 Uhr für Einkehr und Gebet geöffnet.

(05.05.2021)

Martinskirche
Pfingstsonntag: Einweihung der Experimentalorgel und Präsentation der neuen Orgel-CD

Der Neubau der Orgelanlage in St. Martin findet mit der Einweihung der fahrbaren Experimentalorgel am Pfingstsonntag seinen Abschluss. Das Instrument, das in seiner expressiven Gestalt und mit neusten klanglichen Möglichkeiten einen weiteren Beitrag zur zeitgenössischen Orgelkunst leistet, wird an diesem Tag, dem23. Mai 2021 um 10 Uhr in einem Festgottesdienst eingeweiht. Das Modul kann an jeden Platz in der Kirche verschoben werden und macht die Martinskirche zu einem faszinierenden Klangraum. Außerdem wird die erste CD der neuen Orgel, aufgenommen von Kirchenmusikdirektor Eckhard Manz, vorgestellt. Die CD stellt Musik der Barockzeit, der klassischen Moderne und der Gegenwart vor. Hierbei werden die scheinbar unendlichen Möglichkeiten der gesamten Orgelanlage präsentiert.

Teilnahme-Möglichkeiten:

1. Präsenzteilnahme am Gottesdienst – Anmeldung unter ekkasselmitte.church-events.de

2. Teilnahme per Live-Stream – den Link finden Sie der Homepage der Musik an St. Martin: www.musik-martinskirche.de

Durch die Corona-Pandemie stehen in der Kirche leider nur begrenzte Plätze zur Verfügung. Wir möchten aber allen Interessierten die Möglichkeit der Teilnahme per Livestream ermöglichen.

(07.05.2021) Fotos: Nils Klinger

Kassel tauft draußen - auch in der Unterneustadt

Die Evangelische Kirche in Kassel macht Familien, die ihr Kind taufen lassen möchten, in diesem Sommer ein besonderes Angebot: Sie sind eingeladen, die Taufe ihres Kindes unter freiem Himmel zu feiern und es unter Gottes Segen zu stellen. Die Taufaktion „Kassel tauft draußen“ findet am Samstag, 10. Juli 2021 in festlicher Atmosphäre statt. Dafür wurden fünf schöne Plätze ausgewählt, einer davon auch in der Kirchengemeinde Kassel-Mitte in der Unterneustadt:

  • die Wiese am Pavillon der Christuskirche in Wilhelmshöhe
  • das Außengelände der Immanuelkirche im Forstfeld
  • der Mülhäuser Platz an der Erlöserkirche Fasanenhof
  • der Zollmauerpark an der Fulda in der Unterneustadt
  • der Gottesdienstplatz in der Karlsaue.

In einem Zeitfenster von 11.00 bis 16.00 Uhr werden die Kinder einer Familie jeweils separat getauft. Hygieneregeln werden selbstverständlich eingehalten. Kasseler Pfarrerinnen und Pfarrer, darunter auch Dr. Renja Rentz, nehmen die Taufen vor und freuen sich auf viele Taufkinder und ihre Familien.

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage des Evangelischen Stadtkirchenkreises Kassel und im Flyer zur Taufaktion.

Fragen beantwortet gerne Heike Schaaf, Öffentlichkeitsreferentin im Stadtkirchenkreis, Telefon 0561/70006-47, E-Mail: heike.schaaf@ekkw.de

Anmeldungen können per E-Mail an das Stadtdekanat gesendet werden, E-Mail: Dekanat.Kassel-2@ekkw.de. Bitte geben Sie dazu Ihren Namen, Post- und E-Mail-Adresse, Telefonnummer sowie den Namen und das Geburtsdatum Ihres Kindes und den gewünschten Taufort an.

04.05.2021 / Foto: Taufe an der Fulda mit Pfarrerin Dr. Renja Rentz. Bildnachweis: Lutz Geydan

Sonntag, 2. Mai - Präsenzgottesdienste pausieren

Aufgrund der hohen Corona-Inzidenzzahlen in den letzten Tagen finden in der Martinskirche und in der Karlskirche am kommenden Sonntag, 2. Mai, keine Präsenzgottesdienste statt. Jedoch sind die Martinskirche ist in der Zeit von 10 bis 17 Uhr für Einkehr und Gebet, die Karlskirche von 9.30 bis 12 Uhr geöffnet. In beiden Kirchen liegt eine Sonntagspost zum Mitnehmen aus. An der Unterneustädter Kirche gibt es gute Worte zum Mitnehmen von der Leine. Eine kurze Live-Andacht wird auf der Facebookseite der Evangelischen Kirchengemeinde Kassel-Mitte am Sonntag um 10 Uhr zu sehen: www.facebook.com/kigksm. Wer Lust auf einen Spaziergang mit Pfarrerin Dr. Renja Rentz hat, kann sich gerne bei ihr melden - Telefon 49177119. 

(28.04.2021)

Grußbotschaft zum Ramadan von Pfarrer Dr. Willi Temme

Pfarrer Dr. Willi Temme von der Martinskirche hat der befreundeten muslimischen Gemeinde am 13. April 2021 eine Audio-Grußbotschaft zum Ramadan geschickt.

Hören Sie hier seinen Gruß.

(14.04.2021)

Ostern in der Kirchengemeinde Kassel-Mitte

Aufgrund der aktuellen Pandemielage sind Anmeldungen zu folgenden Gottesdiensten erforderlich:

Martinskirche
Gründonnerstag – 18 Uhr, mit Pröpstin Katrin Wienold-Hocke
Karfreitag – 10 Uhr, mit Bischöfin Dr. Beate Hofmann
Karfreitag – 15 Uhr, mit Pfarrer Dr. Willi Temme
Ostersonntag – 10 Uhr, mit Dekan Dr. Michael Glöckner
Ostermontag – 10 Uhr, mit Pfarrerin Gabriele Heppe-Knoche

Karlskirche
Ostersonntag – 11 Uhr, mit Pfarrer Dr. Willi Temme

Anmeldungen sind ab Montag, 29. März, möglich

  • im Internet unter https://ekkasselmitte.church-events.de
  • telefonisch - vorzugsweise am Donnerstag, 1. April, zwischen 10.30 und 13.00 Uhr - bei Verwaltungsassistentin Silke Wüst, Telefon (0561) 70 55 92 72.

 Anmeldeschluss ist Donnerstag, 1. April, 13 Uhr.

In der Unterneustädter Kirche muss der Gottesdienst an Ostersonntag an der Feuerschale leider ausfallen. Dafür wird es Ostergrüße an der Leine zum Mitnehmen geben. Zu Ostersonntag steht an der Unterneustädter Kirche auch ein mit Stacheldraht umwickeltes Holzkreuz, das Passantinnen und Passanten mit bereitstehenden Blumen schmücken können: „Als Zeichen, dass Hass, Gewalt und Tod nicht das letzte Wort haben werden, sondern dass die Liebe und das Leben stärker sind“, sagt Pfarrerin Dr. Renja Rentz. Außerdem lädt die Gemeinde dazu ein, den Baum vor der Kirche nach und nach mit bunten Ostereiern zu schmücken.

Bereits ab Karsamstag ist ein digitaler Ostergruß der Gemeinde mit Pfarrerin Dr. Renja Rentz auf Facebook-Seite der Gemeinde (@kigksm) verfügbar.

(27.03.2021)

Nach 18 Jahren Dienst an der Karlskirche
Pfarrerin Inge Böhle geht in Ruhestand

Ende März geht Pfarrerin Inge Böhle in den Ruhestand. Nahezu 18 Jahre war sie in der Kirchengemeinde Kassel-Mitte tätig, vorrangig an der Karlskirche. Der Gottesdienst zur Verabschiedung von Pfarrerin Inge Böhle ist für Sonntag, 18. Juli 2021, 14 Uhr, geplant

Inge Böhle ist in Dortmund geboren und aufgewachsen im Marburger Land. Das Theologiestudium führte sie nach Marburg, Bochum und München. Das Vikariat absolvierte sie in Kirchditmold. Daran schloss sich eine Zeit als Pfarrerin im Ehrenamt an, ehe sie von 1993 bis 2003 Beauftragte für Kindergottesdienst im Sprengel Kassel war. Von 1998 bis 2003 hatte sie zudem den Vorsitz des Gesamtverbandes für Kindergottesdienst in der EKD inne. Am 1. Mai 2003 trat sie ihren Dienst als Pfarrerin der damals noch selbständigen Kirchengemeinde Karlskirche an.

Inge Böhle setzte viele Akzente in der Kirchengemeinde Kassel-Mitte und dort vor allem am Standort Karlskirche. Zahlreiche Ausstellungen, u.a. die Begleitausstellungen zur Documenta betreute sie mit. Die beliebte Krippenausstellung entwickelte sie weiter. Im Jahr 2004 initiierte sie mit zahlreichen Helferinnen und Helfern die Offene Tür an Heiligabend. Keine und keiner sollte allein Weihnachten feiern müssen. Um bis zu 200 Gästen ein Weihnachtsfest mit allem, was dazu gehört, zu bereiten, konnte sie Geschäftsleute in der Kasseler City gewinnen, Schmackhaftes und Schönes für Buffet und Gabentisch zu spenden. Auch zu Heiligabend 2020 fand sie eine Lösung: Kontaktlos konnten Bedürftige vor der Kirchentür mit liebevoll gepackten Weihnachtstüten beschert werden.

Die Arbeit mit und für Frauen war ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit, sei es die Vorbereitung und Feier der Weltgebetstage oder Bibelarbeiten. Zahlreiche Wochenendseminare zu Theologie hat sie angeboten, dazu spirituelle Tage, Exerzitien im Alltag, Meditationen. Besondere geistliche Angebote wie z.B. Osternachtfeiern, Gregorianik, Wandergottesdienste, meditative Spaziergänge, tägliche Impulse im Advent und vieles mehr standen auf ihrer Agenda. Auf Reisen und Fahrten erkundete sie mit vielen Mitreisenden die hugenottischen Wurzeln der Karlskirche.

Zahlreiche ehrenamtlich Aktive aus der Gemeinde und darüber hinaus scharte sie um sich. Sie förderte die Talente der Ehrenamtlichen, weckte ihre Kreativität, ermutigte sie, neue Wege mitzugehen und setzte mit ihnen die vielen großen und kleinen Projekte in die Tat um. Mit ihrer integrierenden Kraft, mit ihrer Zuversicht und mit gelebtem Gottvertrauen hat sie viele Menschen begeistert. Dabei war auch sie selbst immer offen für neue Ideen.

Die letzten Jahre haben die Innensanierung und dem Umbau der Karlskirche viel Aufmerksamkeit gefordert. Auch in dieser Zeit versuchte sie, wenn die Bauarbeiten wieder einmal ruhen mussten, die Karlskirche zu öffnen und Menschen dorthin einzuladen.

Die halbe Pfarrstelle, die sie bekleidet, wird nach ihrem Ausscheiden nicht mehr wiederbesetzt. Dafür wird künftig Hardy Rheineck, Pfarrer in der Kirchengemeinde Wehlheiden, in der Kirchengemeinde Kassel-Mitte mitarbeiten.

Pfarrerin Inge Böhle ist verheiratet, hat zwei erwachsene Söhne und einen Enkelsohn.

Reduzierung der Pfarrstellen erfordert Neuordnung der Arbeit in der Kirchengemeinde
Neue Gottesdienstlandschaft in der Kirchengemeinde

Zum 31. März tritt Pfarrerin Inge Böhle in den Ruhestand. Ihre halbe Stelle fällt leider weg. Pfarrerin Dr. Renja Rentz und Pfarrer Dr. Willi Temme sind nun für die Seelsorge im ehemaligen Gemeindegebiet der Karlskirche zuständig.
Weiter erhält die Gemeinde Unterstützung durch ein viertel Pfarrstelle von Pfarrer Hardy Rheineck.
Der Kirchenvorstand berät zurzeit intensiv darüber, wie die Aufgaben neu verteilt werden, welche Schwerpunkte wir an unseren drei Kirchen künftig setzen wollen und was wir, infolge der Stellenkürzung, künftig nicht mehr leisten können.
Als erstes Ergebnis wurde vom Kirchenvorstand eine Neuordnung der Gottesdienstlandschaft beschlossen.

Das neue Konzept, das ab 1. März gilt, sieht vor, dass in der Martinskirche weiterhin an allen Sonn- und Feiertagen ein Gottesdienst stattfindet, in der Regel um 10.00 Uhr. In der Karlskirche werden regelmäßige Gottesdienste am 1., 3. und 5. Sonntag um 11.00 Uhr gefeiert. In der Unterneustadt gibt es mindestens einmal monatlich einen Gottesdienst. Während der Gottesdienst in der Martinskirche und der Karlskirche sich meist an der klassischen Form („Agende 1“) mit den bekannten liturgischen Stücken orientiert, sind es in der Unterneustadt andere Formen.

Folgende Überlegungen stehen im Hintergrund dieser Konzeption:

  • Weniger werdende personelle und finanzielle Ressourcen erfordern auch im Bereich der Gottesdienste eine Konzentration.
  • Jedes Gottesdienstformat spricht andere Menschen an. – Wir brauchen in unserer Gemeinde sowohl klassische als auch andere Formate und unterschiedliche Gottesdienstzeiten.
  • Manche Menschen kommen gern regelmäßig in den Gottesdienst, andere kommen besonders gern in die Kirche, wenn es für sie einen (kirchen-)jahreszeitlichen oder lebensgeschichtlichen Bezug gibt oder wenn „was Besonderes“ ist. Dieser Gesichtspunkt ist vor allem für die Gottesdienste in der Unterneustadt wichtig, wo die wöchentlichen klassischen Gottesdienste in den letzten Jahren sehr schwach besucht waren-
  • Wir sind eine Gemeinde und haben auf unserem Gemeindegebiet zwei Kirchen, an denen wöchentlich bzw. vierzehntägig klassische Gottesdienste mit guter Resonanz angeboten werden und zu denen Menschen aus dem gesamten Gemeindegebiet fußläufig bzw. mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut hinkommen.

Die neue Konzeption werden wir in den kommenden Monaten ausprobieren und möchten nach einer Zeit der Erprobung gern dazu mit Ihnen ins Gespräch kommen. Wir werden Sie zu einem Abend mit Musik, Wein und Würstchen einladen und möchten dann gern von Ihren Erfahrungen hören. Auch möchten wir Sie bald einladen, über unsere Internetseiten und postalisch eine Rückmeldung zu geben. Diese Erfahrungen werden wir auswerten und in unsere weiteren Planungen einbeziehen. Gern können Sie uns natürlich auch anrufen, eine E-Mail oder einen Brief schreiben. Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen!
 

Weltgebetstag 2021
Weil die Frauen in Vanuatu auf uns zählen…

„Worauf bauen wir?“ – Frauen aus Vanuatu laden ein
Ökumenischer Gottesdienst zum Weltgebetstag 2021
Fr | 05.03.2021 | 15.00 | Karlskirche | Karlsplatz

Über Länder- und Konfessionsgrenzen hinweg engagieren sich Frauen seit über 100 Jahren für den Weltgebetstag und machen sich stark für die Rechte von Frauen und Mädchen in Kirche und Gesellschaft.
Alleine in Deutschland werden rund um den 5. März 2021 hunderttausende Menschen die Gottesdienste und Veranstaltungen besuchen.

Riesengroß war die Freude, als Vanuatu den Zuschlag bekam, den Weltgebetstag 2021 auszurichten… denn ihr Land ist kaum bekannt, und über das Schicksal der Frauen dort weiß kaum jemand hier in Europa.

Vanuatu, ein Inselstaat im Pazifischen Ozean, ist eines der letzten Paradiese der Erde.
Die Landschaft ist traumhaft schön, es ist warm, botanisch und klimatisch ein Südseetraum. Doch daneben leidet Vanuatu von allen Ländern der Erde am stärksten unter den Veränderungen des Klimawandels. Zyklone, Tsunamis, auch Vulkanausbrüche bedrohen die ungeschützten Inseln. Die Korallenriffe vor den Küsten bleichen und sterben, der Meeresspiegel steigt, versalzt Felder und überspült Friedhöfe. Die Ni-Vanuatu – so nennen sich die Menschen dort selbst – möchten, dass wir davon wissen und unseren Lebensstil ändern, damit ihre Heimat nicht untergeht.
Außerdem gibt es in Vanuatu ein erschreckend hohes und heftiges Ausmaß an Gewalt gegen Frauen und Kinder. Frauen haben zwar das Wahlrecht, es sitzt jedoch keine einzige Frau im Parlament. Die Männer dominieren Wirtschaft, Politik, Justiz, Polizei und Militär.
Auch darüber hört man wenig – weder in Vanuatu noch weltweit.

Worauf bauen wir? Das ist das Thema des Weltgebetstags 2021. Die Frage spricht uns unmittelbar an – im Blick auf Vanuatu, auch im Blick auf die Corona-Pandemie.  
Jesus sagt: Baut auf mein Wort, dann wird euer Haus in Stürmen bestehen. Dort predigt er nicht etwa einfach den Gewaltverzicht, sondern einen überraschenden Widerstand: Wenn einer dich mit der Rückhand auf deine rechte Wange schlägt (sonst müsste da ja die linke Wange stehen, wenn jemand mit rechts zuschlägt) wie eine Sklavin – dann halte ihm auch die linke hin und zwinge ihn, dir auf Augenhöhe zu begegnen. Ducke dich nicht weg, sondern zeig deine Würde und Kraft.

Dieses Bild passt auf das gebeutelte Vanuatu in seinem Kampf ums Überleben und für Klimagerechtigkeit ebenso wie für den Kampf der Frauen um Anerkennung und körperliche Unversehrtheit in Vanuatu.

Bei uns vor Ort wird der Weltgebetstag folgendermaßen gefeiert:

Am Freitag, 5. März um 15 Uhr Oekumenischer Gottesdienst in der Karlskirche
Die Hygienregeln werden eingehalten. Ein Zusammensein mit Essen und Trinken wird es in diesem Jahr wegen Corona leider nicht geben.
Außerdem wird ein Gottesdienst am 5. März um 19 Uhr auf Bibel-TV und auf YouTube (Link findet sich z.B. auf www.ekkw-weltgebetstag.de ) ausgestrahlt.

Die Frauen in Vanuatu zählen auf uns – und nicht nur sie! Der Weltgebetstag hat über 100 Projekte bewilligt, in denen Partnerorganisationen rund um die Erde Frauen und Mädchen stärken. Diese Gelder werden normalerweise durch die Kollekte und den Materialverkauf erwirtschaftet. In diesem Jahr ist der Materialverkauf um 50% eingebrochen – jetzt hoffen alle auf Ihre Spende, damit diese wichtige Arbeit weitergehen kann.

Unter folgender Kontonummer können Sie spenden:
Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e.V.
Evangelische Bank EG, Kassel
IBAN: DE60 5206 0410 0004 0045 40
BIC: GENODEF1EK1

Foto: Weltgebetstag

Präsenzgottesdienste pausieren bis Ende Januar

Der Kirchenvorstand der Kirchengemeinde Kassel-Mitte hat in seiner Sitzung in dieser Woche beschlossen, den freiwilligen Lockdown bis zum 31. Januar zu verlängern. „Der Blick auf die fortschreitende Entwicklung der Pandemie hat uns zu diesem Schritt veranlasst“, sagt Dr. Hans Helmut Horn, Vorsitzender des Kirchenvorstandes. „Mit unserer Entscheidung, die eine Mehrheitsentscheidung war, haben wir es uns auch diesmal nicht leicht gemacht. Am Ende überwog die Überzeugung, dass es gerade jetzt, wo wir täglich neuen Meldungen über viele Tote erhalten, notwendig ist, sich auch in unseren Kirchen noch stärker in den direkten Kontakten zu beschränken und insbesondere ältere Menschen zu schützen.“ Gleichwohl schmerze es, dem Bedürfnis vieler Menschen nach geistlicher Erbauung und Stärkung gerade durch den Besuch eines Gottesdienstes nicht nachzukommen.

Die Martinskirche wird wie gewohnt täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet sein.

Pfarrerin Dr. Renja Rentz, Pfarrerin Inge Böhle und Pfarrer Dr. Willi Temme sind für Gespräche erreichbar:
Pfarrer Dr. Willi Temme - Telefon 770267 – E-Mail willi.temme@ekkw.de
Pfarrerin Inge Böhle - Telefon 772376 – E-Mail ingeborg.boehle@ekkw.de
Pfarrerin Dr. Renja Rentz - Telefon 49177119 – E-Mail renja.rentz@ekkw.de

(14.01.2021)