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Juli bis Dezember 2017
Programm des Referates Erwachsenenbildung 02/2017

Programm der Erwachsenenbildung 2/2017

Nachbarschaft, die

1. a. Gesamtheit der Nachbarn, b. Verhaltnis zwischen den Nachbarn

2. Unmittelbare räumliche Nähe zu jemandem, etwas (Der Duden)

Liebe Leserin, lieber Leser,

ich gebe dem Duden Recht: Das eine sind die Leute in meiner Wohnortnähe, das andere ist unser Verhältnis zueinander. Da gibt es Unterschiede. Und noch etwas Interessantes ergibt meine Duden-Lekture: Die Synonyme fur 'Nachbarschaft' ergeben ein ganz sinnliches Bild: Hörweite, Reichweite, Rufweite, Sichtweite. Und sofort frage ich mich: Wie viel hören und sehen wir eigentlich voneinander? Wo treffen wir aufeinander, und worüber sprechen wir miteinander? Und dann, noch einmal gegen den Strich gebürstet: Zu wem lebe ich denn sonst so in Hör-und Reich-, Ruf-und Sichtweite?

Ich bin auf das Wort 'Nachbarschaft' gekommen, als ich die Veranstaltungen fur dieses Halbjahresprogramm durchgesehen habe. Viele der Angebote sprechen uns als Nachbar*innen an:

• Wir packen einen 'Reisekoffer. Unterwegs als Nachbarn' und laden Sie zu Erkundungen im Nah- bzw. Sozialraum und zum Kennenlernen von guter Nachbarschaft ein; das Ganze vom Kasseler Westen, einer baulich gut erhaltenen, vielseitigen Nachbarschaft, ausgehend, in Rufweite von Diakonie und Kirche (S. 17).

• Nicht alles in der Nachbarschaft ist fussläufig. Das erleben wir nicht nur auf den Dörfern, sondern auch in manchen Stadtteilen. Und nicht jede/r kann seine Erledigungen auf dem eigenen E-Bike machen. Was da trotzdem alles 'gehen' kann, zeigen wir Ihnen bei einem Werkstatttag in Jesberg (S. 20).

• Wenn Sie sich in Ihrer Nachbarschaft engagieren (wollen) oder wissen wollen, was es an NBGHs (Nachbarschafts-, Burger- und Generationenhilfen) gibt, sind Sie bei der Kurzwerkstatt in Eschwege richtig. Informationen, Austausch, Vernetzung – hier treffen Sie auf Menschen mit viel Erfahrung und Offenheit fur Neues (S. 27).

Überhaupt kommt das Stichwort »Vernetzung« immer mehr in unsere Sicht- und Hörweite; oft verbunden mit dem Nachbarschaftsgedanken. Auch wir beziehen beides immer wieder aufeinander, z. B. wenn wir Ihnen eine »Webe-Anleitung« anbieten, einen Werkstatttag in Kassel, der Gelegenheit gibt, einmal systematisch nachchzuschauen, welche Personen und Initiativen Sie in Ihrer »Sichtweite« zur Unterstützung für ihre Anliegen ausmachen konnen (S. 24).

Nun aber genug der Vorrede, die ja nur Lust machen will auf mehr. Vielleicht schweifen Sie ja auch gern in die Ferne? Singen und tanzen gern? Vielleicht ist eher das ganz persönliche Leben bei ihnen dran, Ihre Biographie, Auftanken fur Leib und Seele? Oder ... oder ... Schauen Sie sich die Veranstaltungen an, die wir fur Sie vorbereitet haben. Hier ist jede Seite als herzliche Einladung gemeint.

Ich wünsche Ihnen eine gute zweite Jahreshalfte – nah und fern!

Martina S. Gnadt, Leiterin des Referats Erwachsenenbildung

2017-08-09

Landeskirchenamt:

Dieser Service wird verantwortet vom Dezernat Bildung im Landeskirchenamt in Kassel:

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Online-Anmeldung

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Programm

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Programm Erwachsenenbildung 2/2017

Männerarbeit

Die Angebote der Männerarbeit im Referat Erwachsenenbildung:

Webseite Männerarbeit

Kirchenpädagogik

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

Webseite Kirchenpädagogik

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Kurhessischer Medienpreis 2018 - Video-Wettbewerb
"ICH ZEIG' DIR MEINE KIRCHE ..."

Mit dem Kurhessischen Medienpreis 2018 laden der Evangelische Presseverband Kurhessen-Waldeck e. V. und das Netzwerk Kirchenpädagogik der AG Erwachsenenbildung (AGEB) Kirchengemeinden ein, die eigene Kirche mit einem selbstgedrehten zwei- bis dreiminütigen Film zu präsentieren. In diesem Video-Clip sollen die Besonderheiten der Kirche aus dem Blickwinkel einer Gemeindegruppe so gezeigt werden, dass die Zuschauer*innen neugierig werden. Sie sollen Lust bekommen, die Kirche zu besuchen, um sich ein eigenes Bild zu machen
2017-05-09

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Flyer mit allen Infos

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Basiskurs neu bearbeitet
Flüchtlingsbegleitung

Basiskurs Flüchtlingsbegleitung
Der Basiskurs Flüchtlingsbegleitung richtet sich an KirchenvorsteherInnen, MitarbeiterInnen sowie PfarrerInnen, die in ihrer Gemeinde oder Einrichtung Flüchtlinge begleiten und die Herausforderungen der Migration annehmen wollen. Ziel des Basiskurses ist es, eine Begleitgruppe für Flüchtlinge in der Gemeinde zu entwickeln, Schwerpunkte des Engagements festzulegen, Zuständigkeiten zu klären und Verabredungen zu treffen.
Er gliedert sich in drei Einheiten: zwei Abende und ein Tagesseminar in der Mitte (vgl. S. 2 – 4). Diese Einheiten sind jeweils an Leitfragen aufgebaut
1.       Einheit: Was kann ich tun? und: Was können wir als Gruppe tun?
2.       Einheit: Was will ich tun? und: Was wollen wir als Gruppe tun?
3.       Einheit: Wie kann ich es tun? und: Wie können wir es als Gruppe tun?
2017-05-09

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Basisikurs Flüchtlingsbegleitung

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HESSENCAMPUS Kassel
Bildungsberatung - Wissen, wo´s lang geht

HESSENCAMPUS Kassel
Sie wollen...
  • sich beruflich verändern,
  • in das Berufsleben einsteigen,
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Wir bieten Ihnen...

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Bildungsberatung

und informieren Sie über Finanzierungsmöglichkeiten.

2017-06-01

Linktipp:

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

Weitere Infos und Kontakt

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Bericht HESSENCAMPUS-Projekt
"Rettet Eure guten Geschichten!"

Foto: Abschlussdokumentation

Alle Geflüchteten, die nach Deutschland gekommen sind, haben eigene kulturelle und religiöse Traditionen mitgebracht. Diese werden oft als „Gefahrenpotenzial“ und selten als Ressource für ein funktionierendes interreligiöses Zusammenleben gesehen. Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck hat in Kooperation mit dem Institut für Teilhabe und Lernen (Mainz), der Professur für Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt Islam an der Goethe-Universität Frankfurt a.M. und dem Hessencampus Wiesbaden das Projekt „Rettet Eure guten Geschichten!“ durchgeführt, welches die vorhandenen interkulturellen und interreligiösen Kompetenzen der Geflüchteten wertschätzt und dokumentiert.

2017-03-01

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Dokumentation

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Zwischen Leben und Tod
„Der Tod ist auch eine kulturell definierte Größe"

Tagung will öffentlichen Diskurs über den Zusammenhang von Hirntod und Organspende anstoßen

Sind für hirntot erklärte Menschen Tote oder Sterbende? Dieser Frage ging gestern auf einem gemeinsamen Studientag der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, der Evangelischen Frauen in Deutschland e.V. (EFiD) und der Evangelischen Akademie Hofgeismar ein Fachpublikum aus Theologie, Medizin und Recht nach.

„Der Tod, so merkwürdig es auf den ersten Blick klingt, ist nicht nur ein biologisches Widerfahrnis, sondern auch eine kulturell definierte Größe", eröffnete Prof. Dr. Martin Hein, Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, die Tagung. Die Möglichkeiten der modernen Medizin, so Hein, hätten dies bei der Fragestellung der Organspende in den Blickpunkt gerückt: „Sind Hirntote Tote oder Sterbende und wann können Organe entnommen werden?" Wie schwierig diese Frage sei, zeige sich zum Beispiel daran, dass auch der Deutschen Ethikrat keine abschließende Position bezogen, sondern zwei unterschiedliche Voten formuliert habe. Dieser Dissens zeige, so Hein, der selbst Mitglied des Rates ist, dass der öffentliche Diskurs zu diesem Thema weiterhin geführt werden müsse.

Die Position der Evangelischen Frauen in Deutschland machte deren Vorsitzende Susanne Kahl-Passoth deutlich. „Wir sind der Meinung, dass hirntote Menschen Sterbende sind." Es gehe hierbei um Fragen, die keinesfalls nur medizinisch beantwortet werden könnten. Diese bedürften mindestens ebenso sorgfältiger ethischer und rechtlicher Überlegungen und Abwägungen, so die Theologin. „Wir müssen und wollen unsere besondere Kompetenz für Fragen der menschlichen Würde von Anfang bis Ende des Lebens in diesen Diskurs einbringen", stellte Kahl-Passoth klar.

Oberkirchenrätin i.R. Cornelia Coenen-Marx, die bis 2015 das Referat für Gesellschafts- und Sozialpolitik der EKD leitete, stellte die von René Descartes eingebrachte Trennung von Geist und Körper in Frage: „Biblisch gibt es diese scharfe Trennung nicht." Dies habe klare Konsequenzen, da es somit keine Verfügbarkeit über den Körper gebe und eine seelsorgerliche Begleitung gewährleistet sein müsse. Angehörige seien oftmals sehr kurzfristig mitbetroffen und trotzdem zwingend in den Prozess der Organentnahme einzubinden.

Der Jurist Prof. Dr. Wolfram Höfling, ebenfalls Mitglied im deutschen Ethikrat, wertete gemeinsam mit Bischof Hein das Hirntodkriterium „als notwendiges aber nicht hinreichendes Todeskriterium". Da man bei hirntoten Patienten nicht von Leichen sprechen könne, müsse sich auch von der sogenannten „dead-donor-rule" verabschiedet werden, die eine Organentnahme nur bei Toten erlaubt. Wichtiger sei eine wirklich gute Informationskultur zu dem Thema und eine freiwillige Vorabeinwilligung in die Explantation.

Direktor Karl Waldeck von der Evangelischen Akademie Hofgeismar wertete die heutige Veranstaltung als Indiz dafür, dass bei weitem noch nicht alle Fragen zu den Themen Tod,

Hirntod und Organspende geklärt seien. „Eine einschlägige Statistik vom Juni diesen Jahres zeigt, dass zwar 81 % der Befragten der Organspende eher positiv gegenüberstehen, aber nur 32 % einen Organspendeausweis besitzen." Waldeck warnte davor, als alleinige Ursache für diese augenscheinliche Diskrepanz eine mangelnde Öffentlichkeitsarbeit anzusehen.

 

2016-09-19

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Zwischen Leben und Tod - Grundlegende Aspekte der Organspende

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90 Teilnehmer_innen erleben einen spannenden und informativen Tag
Fachtagung Fremdsein Flüchtlinge Familien

Foto: Ibanek
Die Fachtagung 'Kultursensible Arbeit mit Flüchtlingsfamilien' begann mit einem interessanten Vortag von Prof. Uslucan aus Duisburg über interkulturell geprägte Familien- und Erziehungsstile. In der folgenden Diskussion ging es vorwiegend um die Rolle der Väter im Erziehungsprozess.

Aufgelockert wurde der Vormittag durch Intermezzos von und mit Markus Hühn, der die Veränderung der Erziehungsstile in der BRD in den letzten 70 Jahren thematisierte.

Nach der Mittagspause wurde in 4 Workshops zu Religionszugehörigkeit, Stereotypen in der Väterarbeit, interkulturelle Kompetenz sowie Kreative Methoden intensiv weitergearbeitet.

 

2016-06-30

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Vortrag Prof. Uslucan

Workshop 1

Workshop 3

Workshop 4

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Qualitätsmanagement
Zertifizierung QVB Stufe A durch proCum Cert GmbH

pCC-zertifiziert nach QVB Stufe A
Siegel-Register-Nr.: 002547 QVB
Dem Referat Erwachsenenbildung wurde am 18.7.2011 von der proCum Cert GmbH Zertifizierungsgesellschaft das Qualitäts-Siegel nach QVB Stufe A (Qualitätsent-wicklung im Verbund von Bildungsein-richtungen) verliehen. Am 23. Juli 2017 fand die Rezertifizierung statt, sodass das Qualitäts-Siegel nun für weitere 3 Jahre gültig ist. Durch ein Audit wurde erneut der Nachweis erbracht, dass die Grund-prinzipien von Qualitätsmanagement und Qualitätsentwicklung nach dem QVB-Rahmenmodell erfüllt werden.
2017-08-02