Montag: Nachgefragt...

Der scheidende Präses Kirchenrat Rudolf Schulze stellte sich den Fragen von Pfarrer Christian Fischer, Leiter des Medienhauses der EKKW, am 22.04.2016 in Kassel.

Fischer: Herr Präses Schulze, Sie eröffnen zum letzten Mal die Tagung der Landessynode. Zeit, die Stärken und die Besonderheiten der kurhessischen Synode zu benennen und einen Blick in die Zukunft zu werfen. Welche Merkmale zeichnen aus Ihrer Sicht die kurhessische Synode aus?

Präses Schulze: Die kurhessische Synode ist traditionell sehr konsensorientiert. Es ist eine große Stärke dieser Synode, dass sie nach Debatten am Ende immer wieder einen Konsens findet. Das unterscheidet uns von Synoden anderer Landeskirchen, die stärker mit Fraktionen arbeiten, innerhalb derer bereits kontroverse kirchenpolitische Weichenstellungen vorformuliert werden. Das ist bei uns  nicht der Fall. Wir kennen keine Gruppierungen, wie etwa eine Fraktion im politischen Sinn, sondern die Synodalen aus den unterschiedlichen Kirchenkreisen finden in der Synode den gemeinsamen Weg. Das Ringen um den Konsens braucht Zeit, kostet Energie, aber führt am Ende zu sehr tragfähigen Lösungen.

Fischer: Worauf führen Sie diese Besonderheit des konsensorientierten Handelns zurück? Warum ist das so?

Präses Schulze: Ich bin nicht sicher, ob es mit der Mentalität der Bevölkerung zusammenhängt, die in unserem Kirchengebiet wohnt. Ich glaube eher, dass es eine bewährte Tradition ist, die bei uns ausschlaggebend ist. Man stellt das gemeinsame Anliegen in den Vordergrund. Vor allem aber fördert auch unsere Grundordnung durch die Art, wie die unterschiedlichen Leitungsorgane - insbesondere die Synode und das Bischofsamt - einander zugeordnet sind, die konsensuale Entscheidungsfindung.

Fischer: Herr Präses, was sind die Vorteile einer synodalen Verfassung?

Präses Schulze: Der große Vorteil einer Synodalverfassung einer Kirche besteht darin, dass man die unterschiedlichen Meinungen innerhalb einer Kirche auch im Kirchenparlament abbilden kann. Es ist eine große Stärke des Protestantismus, dass er pluralistisch veranlagt ist. Es gibt unterschiedliche Meinungen, die sich aus christlicher Überzeugung gut begründen lassen. Man muss als Christ nicht immer derselben Meinung sein wie die anderen christlichen Geschwister. Diese Meinungsvielfalt, die ein Markenzeichen des Protestantismus ist, bildet sich in der Synode ab. Zum anderen zielt die Synodalverfassung auf Transparenz: die Verhandlungen einer Synode sind öffentlich. So kann jeder Interessierte sich über das Leitungshandeln der Kirche informieren. Ich halte das für eine großen Vorteil gegenüber der bischöflichen Leitungsstruktur der römisch-katholischen Kirche. Wir sind so auch viel anpassungsfähiger an die Herausforderungen unserer Zeit .

Fischer: Was haben Sie in Ihrer Zeit als Präses dieser Synode dazu beigetragen, um die unterschiedlichen Positionen ins Gespräch zu bringen?

Präses Schulze: Ich habe immer versucht, die unterschiedlichen Meinungen sehr ernst zu nehmen und nicht durch die Synodenleitung zu bewerten. Mir lag immer daran, möglichst viel Aussprachemöglichkeit zu eröffnen, damit die unterschiedlichen Haltungen zu einzelnen Themen in der Synode auch deutlich werden können.

Fischer: Hatten Sie Erfolg mit diesem Rezept?

Präses Schulze: Ich bin nicht unzufrieden mit den Ergebnissen. Wir haben ja erstaunlich viel in den letzten sechs Jahren abarbeiten können. Insbesondere die beiden großen Pakete, die wir verabschiedet haben, nämlich der Kooperationsvertrag mit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und zum anderen das Sparpaket von 46 Millionen, das wir im vergangenen November unter der Überschrift "Volkskirche qualitativ weiterentwickeln" beschlossen haben boten ja viele Gelegenheiten unterschiedlicher Einschätzungen. Da bin ich doch sehr froh, wie sachlich und auch engagiert die Synode diese bedeutenden Dinge beraten hat. Ich denke auch an das Engagement der Synode für die Flüchtlinge, das uns sechs Jahre begleitet hat und nicht erst seit es eine Flüchtlingskrise in Europa gibt. Das Thema haben wir schon seit langem immer wieder auf unsere Tagesordnung gesetzt und mit großem Ernst diskutiert. Insgesamt also bin ich sehr dankbar für diese engagierte und konstruktive Arbeit der letzten sechs Jahre.

Fischer: Werfen wir einen kleinen Blick in die Zukunft. Wo sehen Sie die größten Herausforderungen für die zukünftige Synode?

Präses Schulze: Die Synode wird zum einen dafür sorgen müssen, dass die Intentionen des Konzepts "Volkskirche qualitativ weiterentwickeln" auch fortlaufend umgesetzt werden. Da werden die nächsten sechs Jahre noch nicht einmal reichen, weil der Planungszeitraum zehn Jahre beträgt, um dieses Konzept zu verwirklichen. Auf der anderen Seite sind ja gerade durch diese Sparmaßnahmen, die wir beschlossen haben, neue finanzielle Handlungsspielräume eröffnet worden und hier kommt es darauf an, dass die Synode das herausfindet, was künftig an Innovation in unserer Landeskirche möglich gemacht werden soll. Insgesamt hoffe ich, dass die Synode viel stärker, als dies in den letzten zwei oder drei Legislaturperioden angesichts der demogarphischen Entwicklung möglich war, auf Themen setzt, die die Bedeutung des christlichen Glaubens für die Menschen deutlich machen.

Fischer: Welches Signal sollte durch die Synode in die Gesellschaft hinein
ausstrahlen?

Präses Schulze: Unsere Gesellschaft befindet sich im Wandel. Sie wird ja nicht nur älter und der christliche Teil der Bevölkerung kleiner, sondern wir nehmen wahr, dass wir längst eine Einwanderungsgesellschaft geworden sind. Volkskirche in diesem Sinn, als Kirche für die Gesellschaft muss doch dann heißen, wir sind eine Kirche in einer Einwanderungsgesellschaft. Diese Aufgabe werden wir künftig stärker profilieren müssen. Zum einen darin, dass wir die Bedeutung des christlichen Glaubens auch gegenüber den Einwandererndeutlich machen und sie zur Freiheit des christlichen Glaubens einladen. Zum Beispiel dadurch, dass wir denen, die evangelische Christen werden wollen, das Angebot des Taufunterrichts machen und, wie es ja jetzt schon in einzelnen Gemeinden geschieht, Einwanderer, die zu uns kommen, taufen und sie damit mit Jesus Christus in Verbindung bringen. Zum anderen aber auch dadurch, dass wir den interreligiösen Dialog mit den Menschen anderer Religionen, die zu uns kommen, künftig noch stärker fördern. Der interreligiöse Dialog ist keineswegs mehr nur eine Angelegenheit für Spezialisten, sondern künftig wird der interreligiöse Dialog eine Aufgabe für alle Ortsgemeinden sein, in denen Menschen mit anderen Kulturen und Religionen wohnen.

Fischer: Werfen wir noch einen Blick auf die aktuelle Tagung. Was sind die Schwerpunkte?

Präses Schulze: Es ist die konstituierende Sitzung, das heißt, die Synode muss sich selbst handlungsfähig machen und eine Ordnung geben. Das Erste wird sein, dass ein neuer Präses oder eine neue Präses gewählt werden muss, ebenso der neue Synodalvorstand, also die beiden Beisitzer des Präses und deren Stellvertreter. Zum andern wird der Rat der Landeskirche neu gewählt werden. Dieser Rat der Landeskirche tritt ja praktisch an die Stelle der Synode zwischen den einzelnen Synodaltagungen im April und November und bestimmt in Zusammenarbeit mit dem Bischof, dem Landeskirchen und den Pröpsten die Politik der Landeskirche. Der Wahl zum Rat der Landeskirche kommt deshalb eine außerordentlich hohe Bedeutung zu und es wird darauf ankommen, dass möglichst alle Regionen unserer Landeskirche und unterschiedlichen Profile im Rat der Landeskirche vertreten sind.

Fischer: Eine Besonderheit dieser Synode ist, dass sie wahrscheinlich einen neuen
Bischof oder eine neue Bischöfin wählen wird. ...

Präses Schulze: Am Beginn jeder Synodalperiode muss ein Nominierungsausschuss gewählt werden, der für den Fall einer Vakanz im Bischofsamt einen neuen Kandidaten sucht und der Synode präsentiert. So wird es auch diesmal sein. Jetzt ist allerdings absehbar, dass aufgrund des Erreichens der Altersgrenze unser Bischof in wenigen Jahren ausscheiden wird und sich die Synode in jedem Fall mit der Frage der Bischofswahl befassen wird. Noch ist es nicht soweit, noch gibt es genügend für unseren Bischof zu tun.

Fischer: Ihr Nachfolger oder ihre Nachfolgerin im Amt des Präses wird am ersten Tag der Synode gewählt. Was erwarten Sie von Ihrem Nachfolger oder Ihrer Nachfolgerin?

Präses Schulze: Ich erwarte und wünsche mir, dass meine Nachfolgerin oder mein Nachfolger die Bedeutung der Synode für die Leitung unserer Landeskirche deutlich repräsentiert und die Synode auch immer wieder als Präses ins Gespräch bringt, wenn es um Fragen der Leitung unserer Landeskirche geht.

Fischer: Haben Sie noch einen persönlichen Wunsch?

Präses Schulze: Ein gehöriger Schuss Humor ist nach meiner Erfahrung für die Durchführung einer Landessynode von besonders hilfreicher Bedeutung.

Fischer: Vielen Dank für das Gespräch!

(26.04.2016)

2016-04-27 18008


Nachgefragt...

 
Foto: (Foto: medio.tv/Schauderna) (Foto: medio.tv/Schauderna)

Der scheidende Präses Kirchenrat Rudolf Schulze stellte sich den Fragen von Pfarrer Christian Fischer, Leiter des Medienhauses der EKKW, am 22.04.2016 in Kassel.

Fischer: Herr Präses Schulze, Sie eröffnen zum letzten Mal die Tagung der Landessynode. Zeit, die Stärken und die Besonderheiten der kurhessischen Synode zu benennen und einen Blick in die Zukunft zu werfen. Welche Merkmale zeichnen aus Ihrer Sicht die kurhessische Synode aus?

Präses Schulze: Die kurhessische Synode ist traditionell sehr konsensorientiert. Es ist eine große Stärke dieser Synode, dass sie nach Debatten am Ende immer wieder einen Konsens findet. Das unterscheidet uns von Synoden anderer Landeskirchen, die stärker mit Fraktionen arbeiten, innerhalb derer bereits kontroverse kirchenpolitische Weichenstellungen vorformuliert werden. Das ist bei uns  nicht der Fall. Wir kennen keine Gruppierungen, wie etwa eine Fraktion im politischen Sinn, sondern die Synodalen aus den unterschiedlichen Kirchenkreisen finden in der Synode den gemeinsamen Weg. Das Ringen um den Konsens braucht Zeit, kostet Energie, aber führt am Ende zu sehr tragfähigen Lösungen.

Fischer: Worauf führen Sie diese Besonderheit des konsensorientierten Handelns zurück? Warum ist das so?

Präses Schulze: Ich bin nicht sicher, ob es mit der Mentalität der Bevölkerung zusammenhängt, die in unserem Kirchengebiet wohnt. Ich glaube eher, dass es eine bewährte Tradition ist, die bei uns ausschlaggebend ist. Man stellt das gemeinsame Anliegen in den Vordergrund. Vor allem aber fördert auch unsere Grundordnung durch die Art, wie die unterschiedlichen Leitungsorgane - insbesondere die Synode und das Bischofsamt - einander zugeordnet sind, die konsensuale Entscheidungsfindung.

Fischer: Herr Präses, was sind die Vorteile einer synodalen Verfassung?

Präses Schulze: Der große Vorteil einer Synodalverfassung einer Kirche besteht darin, dass man die unterschiedlichen Meinungen innerhalb einer Kirche auch im Kirchenparlament abbilden kann. Es ist eine große Stärke des Protestantismus, dass er pluralistisch veranlagt ist. Es gibt unterschiedliche Meinungen, die sich aus christlicher Überzeugung gut begründen lassen. Man muss als Christ nicht immer derselben Meinung sein wie die anderen christlichen Geschwister. Diese Meinungsvielfalt, die ein Markenzeichen des Protestantismus ist, bildet sich in der Synode ab. Zum anderen zielt die Synodalverfassung auf Transparenz: die Verhandlungen einer Synode sind öffentlich. So kann jeder Interessierte sich über das Leitungshandeln der Kirche informieren. Ich halte das für eine großen Vorteil gegenüber der bischöflichen Leitungsstruktur der römisch-katholischen Kirche. Wir sind so auch viel anpassungsfähiger an die Herausforderungen unserer Zeit .

Fischer: Was haben Sie in Ihrer Zeit als Präses dieser Synode dazu beigetragen, um die unterschiedlichen Positionen ins Gespräch zu bringen?

Präses Schulze: Ich habe immer versucht, die unterschiedlichen Meinungen sehr ernst zu nehmen und nicht durch die Synodenleitung zu bewerten. Mir lag immer daran, möglichst viel Aussprachemöglichkeit zu eröffnen, damit die unterschiedlichen Haltungen zu einzelnen Themen in der Synode auch deutlich werden können.

Fischer: Hatten Sie Erfolg mit diesem Rezept?

Präses Schulze: Ich bin nicht unzufrieden mit den Ergebnissen. Wir haben ja erstaunlich viel in den letzten sechs Jahren abarbeiten können. Insbesondere die beiden großen Pakete, die wir verabschiedet haben, nämlich der Kooperationsvertrag mit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und zum anderen das Sparpaket von 46 Millionen, das wir im vergangenen November unter der Überschrift "Volkskirche qualitativ weiterentwickeln" beschlossen haben boten ja viele Gelegenheiten unterschiedlicher Einschätzungen. Da bin ich doch sehr froh, wie sachlich und auch engagiert die Synode diese bedeutenden Dinge beraten hat. Ich denke auch an das Engagement der Synode für die Flüchtlinge, das uns sechs Jahre begleitet hat und nicht erst seit es eine Flüchtlingskrise in Europa gibt. Das Thema haben wir schon seit langem immer wieder auf unsere Tagesordnung gesetzt und mit großem Ernst diskutiert. Insgesamt also bin ich sehr dankbar für diese engagierte und konstruktive Arbeit der letzten sechs Jahre.

Fischer: Werfen wir einen kleinen Blick in die Zukunft. Wo sehen Sie die größten Herausforderungen für die zukünftige Synode?

Präses Schulze: Die Synode wird zum einen dafür sorgen müssen, dass die Intentionen des Konzepts "Volkskirche qualitativ weiterentwickeln" auch fortlaufend umgesetzt werden. Da werden die nächsten sechs Jahre noch nicht einmal reichen, weil der Planungszeitraum zehn Jahre beträgt, um dieses Konzept zu verwirklichen. Auf der anderen Seite sind ja gerade durch diese Sparmaßnahmen, die wir beschlossen haben, neue finanzielle Handlungsspielräume eröffnet worden und hier kommt es darauf an, dass die Synode das herausfindet, was künftig an Innovation in unserer Landeskirche möglich gemacht werden soll. Insgesamt hoffe ich, dass die Synode viel stärker, als dies in den letzten zwei oder drei Legislaturperioden angesichts der demogarphischen Entwicklung möglich war, auf Themen setzt, die die Bedeutung des christlichen Glaubens für die Menschen deutlich machen.

Fischer: Welches Signal sollte durch die Synode in die Gesellschaft hinein
ausstrahlen?

Präses Schulze: Unsere Gesellschaft befindet sich im Wandel. Sie wird ja nicht nur älter und der christliche Teil der Bevölkerung kleiner, sondern wir nehmen wahr, dass wir längst eine Einwanderungsgesellschaft geworden sind. Volkskirche in diesem Sinn, als Kirche für die Gesellschaft muss doch dann heißen, wir sind eine Kirche in einer Einwanderungsgesellschaft. Diese Aufgabe werden wir künftig stärker profilieren müssen. Zum einen darin, dass wir die Bedeutung des christlichen Glaubens auch gegenüber den Einwandererndeutlich machen und sie zur Freiheit des christlichen Glaubens einladen. Zum Beispiel dadurch, dass wir denen, die evangelische Christen werden wollen, das Angebot des Taufunterrichts machen und, wie es ja jetzt schon in einzelnen Gemeinden geschieht, Einwanderer, die zu uns kommen, taufen und sie damit mit Jesus Christus in Verbindung bringen. Zum anderen aber auch dadurch, dass wir den interreligiösen Dialog mit den Menschen anderer Religionen, die zu uns kommen, künftig noch stärker fördern. Der interreligiöse Dialog ist keineswegs mehr nur eine Angelegenheit für Spezialisten, sondern künftig wird der interreligiöse Dialog eine Aufgabe für alle Ortsgemeinden sein, in denen Menschen mit anderen Kulturen und Religionen wohnen.

Fischer: Werfen wir noch einen Blick auf die aktuelle Tagung. Was sind die Schwerpunkte?

Präses Schulze: Es ist die konstituierende Sitzung, das heißt, die Synode muss sich selbst handlungsfähig machen und eine Ordnung geben. Das Erste wird sein, dass ein neuer Präses oder eine neue Präses gewählt werden muss, ebenso der neue Synodalvorstand, also die beiden Beisitzer des Präses und deren Stellvertreter. Zum andern wird der Rat der Landeskirche neu gewählt werden. Dieser Rat der Landeskirche tritt ja praktisch an die Stelle der Synode zwischen den einzelnen Synodaltagungen im April und November und bestimmt in Zusammenarbeit mit dem Bischof, dem Landeskirchen und den Pröpsten die Politik der Landeskirche. Der Wahl zum Rat der Landeskirche kommt deshalb eine außerordentlich hohe Bedeutung zu und es wird darauf ankommen, dass möglichst alle Regionen unserer Landeskirche und unterschiedlichen Profile im Rat der Landeskirche vertreten sind.

Fischer: Eine Besonderheit dieser Synode ist, dass sie wahrscheinlich einen neuen
Bischof oder eine neue Bischöfin wählen wird. ...

Präses Schulze: Am Beginn jeder Synodalperiode muss ein Nominierungsausschuss gewählt werden, der für den Fall einer Vakanz im Bischofsamt einen neuen Kandidaten sucht und der Synode präsentiert. So wird es auch diesmal sein. Jetzt ist allerdings absehbar, dass aufgrund des Erreichens der Altersgrenze unser Bischof in wenigen Jahren ausscheiden wird und sich die Synode in jedem Fall mit der Frage der Bischofswahl befassen wird. Noch ist es nicht soweit, noch gibt es genügend für unseren Bischof zu tun.

Fischer: Ihr Nachfolger oder ihre Nachfolgerin im Amt des Präses wird am ersten Tag der Synode gewählt. Was erwarten Sie von Ihrem Nachfolger oder Ihrer Nachfolgerin?

Präses Schulze: Ich erwarte und wünsche mir, dass meine Nachfolgerin oder mein Nachfolger die Bedeutung der Synode für die Leitung unserer Landeskirche deutlich repräsentiert und die Synode auch immer wieder als Präses ins Gespräch bringt, wenn es um Fragen der Leitung unserer Landeskirche geht.

Fischer: Haben Sie noch einen persönlichen Wunsch?

Präses Schulze: Ein gehöriger Schuss Humor ist nach meiner Erfahrung für die Durchführung einer Landessynode von besonders hilfreicher Bedeutung.

Fischer: Vielen Dank für das Gespräch!

(26.04.2016)


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