Reformprozess:

Kassel (medio). «Wie wollen wir in Zukunft Kirche sein und wie nehmen wir den Auftrag, den Jesus Christus uns gegeben hat, angemessen wahr?» Diese Fragen standen im Zentrum des Berichts «Vom Auftrag der Kirche», den die Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), Dr. Beate Hofmann, während der digitalen Landessynode am 30.01.2021 vorstellte. Angesichts der Corona-Krise und den damit verbundenen Veränderungen sei jetzt der richtige Zeitpunkt, eben diese Fragen zu klären, so die Bischöfin. Sie verwies auf den 2015 beschlossenen Reformprozess, dessen 180 Beschlüsse bis 2026 umgesetzt werden sollen. Neue Herausforderungen seien hinzugekommen. Darum habe der Rat der Landeskirche im Januar 2020 eine Steuerungsgruppe für den Reformprozess eingesetzt, um die Weichen für die Zukunft zu stellen, heißt es in einer Mitteilung der Pressestelle. 
 
«Der Auftrag der Kirche ist die Kommunikation des Evangeliums als christliche Botschaft mit den Menschen in der Welt», erläutert Bischöfin Hofmann. Aus diesem Leitsatz ließen sich sechs Grundaufgaben ableiten:

  • Kirche bewahrt, vermitteltet und deutet die christliche Botschaft.
  • Kirche eröffnet Räume für Religion.
  • Kirche bietet individuelle Lebensbegleitung.
  • Kirche eröffnet Gemeinschaft.
  • Kirche hilft Menschen in ihren Lebensverhältnissen.
  • Kirche erhebt die christliche Stimme in der Gesellschaft.

 «Es braucht eine Verständigung darüber, dass sich der Auftrag der Kirche in allen sechs Grundaufgaben realisiert», machte die Bischöfin deutlich. Nicht jede Grundaufgabe müsse in jeder Gemeinde in gleicher Intensität umgesetzt sein. «Dieses Modell denkt Kirche nicht von der einzelnen Gemeinde oder vom individuellen kirchlichen Ort her, sondern vom Miteinander der verschiedenen kirchlichen Orte und Ebenen.»

2021-03-19 32630


Kassel (medio). «Wie wollen wir in Zukunft Kirche sein und wie nehmen wir den Auftrag, den Jesus Christus uns gegeben hat, angemessen wahr?» Diese Fragen standen im Zentrum des Berichts «Vom Auftrag der Kirche», den die Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), Dr. Beate Hofmann, während der digitalen Landessynode am 30.01.2021 vorstellte. Angesichts der Corona-Krise und den damit verbundenen Veränderungen sei jetzt der richtige Zeitpunkt, eben diese Fragen zu klären, so die Bischöfin. Sie verwies auf den 2015 beschlossenen Reformprozess, dessen 180 Beschlüsse bis 2026 umgesetzt werden sollen. Neue Herausforderungen seien hinzugekommen. Darum habe der Rat der Landeskirche im Januar 2020 eine Steuerungsgruppe für den Reformprozess eingesetzt, um die Weichen für die Zukunft zu stellen, heißt es in einer Mitteilung der Pressestelle. 
 
«Der Auftrag der Kirche ist die Kommunikation des Evangeliums als christliche Botschaft mit den Menschen in der Welt», erläutert Bischöfin Hofmann. Aus diesem Leitsatz ließen sich sechs Grundaufgaben ableiten:

  • Kirche bewahrt, vermitteltet und deutet die christliche Botschaft.
  • Kirche eröffnet Räume für Religion.
  • Kirche bietet individuelle Lebensbegleitung.
  • Kirche eröffnet Gemeinschaft.
  • Kirche hilft Menschen in ihren Lebensverhältnissen.
  • Kirche erhebt die christliche Stimme in der Gesellschaft.

 «Es braucht eine Verständigung darüber, dass sich der Auftrag der Kirche in allen sechs Grundaufgaben realisiert», machte die Bischöfin deutlich. Nicht jede Grundaufgabe müsse in jeder Gemeinde in gleicher Intensität umgesetzt sein. «Dieses Modell denkt Kirche nicht von der einzelnen Gemeinde oder vom individuellen kirchlichen Ort her, sondern vom Miteinander der verschiedenen kirchlichen Orte und Ebenen.»

In den sechs Grundaufgaben komme zum Ausdruck, was Kirche tun soll. Daran knüpfe die Frage: «Wie tun wir das, was wir tun? Wie müssen wir als Kirche arbeiten, damit wir Kirche zukunftsfähig gestalten?» Bischöfin Hofmann entwarf dazu folgende fünf Kriterien zur strategischen Orientierung:

  • Kontaktflächen bietend
  • Kooperation fördernd
  • Ausstrahlung fördernd
  • Nachhaltig
  • Motivierend, energetisierend, dynamisierend

 Der Entwurf zum Auftrag der Kirche stieß unter den Landessynodalinnen und -synodalen auf breite Zustimmung. In der Diskussion geäußerte Befürchtungen, dass der Prozess «von oben angestoßen wird, aber nicht unten landet», konnte Bischöfin Hofmann entkräften: Gemeinden und Kirchenvorstände sollen in Regionalkonferenzen beteiligt werden. Mitwirkung sicherte sie auch jungen Menschen wie Theologiestudierenden zu.

Verständigungsprozesses in der Landeskirche 

Nächster Schritt: Der Rat der Landessynode soll nun die Steuerungsgruppe des Reformprozesses mit der Durchführung eines Verständigungsprozesses in der Landeskirche beauftragen. So sollen voraussichtlich während der Herbsttagung 2021 oder einer Frühjahrstagung der Landessynode 2022 dann der Auftrag der Kirche, die damit verbundenen Grundaufgaben und die strategischen Kriterien beschlossen werden. In der Leitung des Reformprozesses hat es indes einen Wechsel gegeben: Pfarrerin Eva Hillebold folgt auf Pfarrer Wolfgang Kallies, den bisherigen Geschäftsführer des Reformprozesses, der in den Ruhestand getreten ist. (30.01.2021)


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«Vom Auftrag der Kirche» - Schriftliche Fassung des Berichts von Bischöfin Dr. Hofmann zur Neunten Tagung der 13. Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck:

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Mündlicher Teil des Berichts von Bischöfin Dr. Hofmann. In den Downloads finden Sie auch die Erläuterungen zum Verständigungsprozess zum Auftrag der Kirche von Pfarrerin Eva Hillebold, Geschäftsführerin des Reformprozesses (es gilt das gesprochene Wort):

Reformprozess: Reformprozess 2026 der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck

Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) hat sich auf den Weg begeben, aktiv die gesellschaftlichen Veränderungsprozesse aufzunehmen. Demografische Entwicklungen und geringer werdende Mitgliederzahlen haben die Synodalen veranlasst, auf der Herbstsynode 2015 etwa 180 zukunftsweisende Beschlüsse zu fassen. Mit diesen Beschlüssen soll es gelingen, die finanziellen Rahmenbedingungen den prognostizierten Ressourcen anzupassen. Der Prozess ist bis in das Jahr 2026 angelegt. Alle Bereiche kirchlichen Handelns, die gemeindlichen ebenso wie die landeskirchlichen, leisten ihren Beitrag zu dieser Konsolidierung. Zugleich sollen Freiräume entstehen und Ideen Gestalt gewinnen, die «Volkskirche qualitativ weiter entwickeln». Gemeinden, Kirchenkreise und Einrichtungen der Landeskirche sind ebenso gefragt, sich an diesem Prozess kreativ zu beteiligen, wie die Dezernate und Referate des Landeskirchenamtes. Sie sind gemeinsam auf dem Weg.

Die inhaltliche und rechtliche Ausgestaltung der gefassten Beschlüsse liegt nun federführend bei den Dezernaten im Landeskirchenamt. In eingesetzten Ausschüssen werden Umsetzungsvorschläge erarbeitet und Entscheidungen vorbereitet.

Interaktiver Zeitstrahl zum Reformprozess mit Downloads

Mit einem Klick auf die Abbildung können Sie den interaktiven Zeitstrahl zum Reformprozess als PDF-Dokument öffnen. Die beiden Seiten enthalten dann Erläuterungen mit Links zu weiterführenden Hintergrunddokumenten und Links.

Der Sachverhalt in den von der Herbstsynode identifizierten sogenannten «Korridoren» stellt sich folgendermaßen dar:

Korridor Theologisches Personal

  • Im Jahr 2026 wird es mindestens 400 Gemeindepfarrstellen und 150 Funktionspfarrstellen, z. B. im Bereich von Kliniken, Schulen und anderen Bildungs-einrichtungen, geben. Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck bleibt weiterhin nahe bei den Menschen, auch wenn das Pfarrstellennetz nicht mehr in der bisherigen Dichte vorgehalten werden kann.
  • Es gilt viel deutlicher als bisher, die Potentiale kollegialer, haupt- und ehrenamtlicher Zusammenarbeit zu nutzen. Das gilt besonders hinsichtlich der Gottesdienste, wie auch in der Zusammenschau von multiprofessionellen Diensten in der Verkündigung, Seelsorge, Kirchenmusik, Diakonie und in der Gemeindepädagogik. Eine gute Basis dafür bietet die Errichtung von Kooperationsräumen, die bis zum 01.01.2018 flächendeckend gebildet sein sollen. Die Einführung von Pfarrstellenbudgets auf Kirchenkreisebene ermöglicht Entscheidungen nach regionalen Bedürfnissen. Assistenzen in der Verwaltung dienen der Entlastung der Pfarrerinnen und Pfarrer im Kooperationsraum.
  • Studierende werden von Ansprechpartnern an den Universitäten in Marburg und neuerdings auch Kassel begleitet – nebst einer Studienbeihilfe – ein hoffnungsvoller Ansatz, drohendem Nachwuchsmangel rechtzeitig zu begegnen. Ein neues Online-Portal wirbt um Nachwuchs für die Berufe/Professionen: Pfarrer/in, Religionslehrer/in, Kirchenmusiker/in, Diakon/in, Erzieher/in, Verwaltungsangestellte/r, Kirchenbeamte/r.

Korridor Gebäude und Liegenschaften

  • Die Kirchen vor Ort behalten ihre zentrale Bedeutung als Blickpunkte und Zeugnisse gelebten Glaubens. Für den Erhalt und die Sicherung werden Gewichtungen vorgenommen. Zur gezielten Mittelvergabe für den Erhalt und die Sicherung von Kirchen wird eine dreiteilige Einstufung vorgenommen – im Sinne von: A: Überregionale Kirche, B: Regionale Kirche, C: Lokale Kirche.
  • Die Anzahl der Gemeindehäuser und Gemeinderäume wird auf der Grundlage der Gebäudebedarfspläne weiter reduziert (200 qm je 1700 Gemeindeglieder).
  • Pfarrhäuser werden weiterhin für volle Gemeindepfarrstellen vorgehalten.

Korridor Sonderhaushalte

  • Die Wahrnehmung weiterer kirchlicher Aufgaben, z. B. im Bereich der Bildung, der Kirchenmusik und der Seelsorge in besonderen Bereichen der Gesellschaft, orientiert sich an den veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.
  • Nutzerbefragungen, Aufgabenkritik und aktualisierte Konzepte gewährleisten, dass die kirchlichen Dienste, die Bildungs- und Ausbildungsarbeit und die Öffentlichkeitsarbeit in der Region zeitgemäß und bedarfsgerecht unterstützt werden.
  • Der Bereich Arbeit mit Kindern und Jugendarbeit soll hinsichtlich der personellen und sachlichen Ausstattung auf der mittleren und gemeindlichen Ebene verbessert werden. Es ist vorgesehen, für jeden fusionierten Kirchenkreis eine weitere Stelle für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen bereitzustellen.
  • Die Öffentlichkeitsarbeit hat dem Landeskirchenamt und dem Rat der Landeskirche ein umfassendes Konzept vorgelegt, das einer veränderten Mediennutzung Rechnung trägt. Erste Umsetzungsschritte sind eingeleitet.

Korridor Diakonie

  • Die regionale Diakonie wird sich weiter entwickeln. Bis zum Jahr 2018 wird es voraussichtlich pro Landkreis ein regionales Diakonisches Werk geben. Diese erfahren ebenso wie die Diakoniestationen eine konzeptionell, strukturell und betriebswirtschaftlich zukunftsfähige Aufstellung.
  • Die Zusammenarbeit der diakonischen und kirchlichen Akteure wird auf regionaler Ebene gefördert und verbindlicher.
  • Das berufliche Profil der Diakoninnen und Diakone wird weiter entwickelt werden.
  • Die Kindertagesstättenarbeit ist von den Kürzungen ausgenommen.

Korridor Verwaltung/Perspektivausschuss Mitarbeitende

  • Im Verwaltungshandeln werden Strukturen vereinfacht, Wege verkürzt und die Zusammenarbeit gestärkt. Die Personalplanung und -entwicklung der Pfarrerinnen und Pfarrer sowie aller weiteren Mitarbeitenden wird künftig in einem gemeinsamen «Personalausschuss» vorgenommen. Anstellungsträgerschaften, z. B. in der Jugendarbeit, werden in größeren Verbünden zusammengefasst. Sie ermöglichen eine stringentere Personalplanung, Flexibilität, Durchlässigkeit und Verlässlichkeit.
  • Erforderliche Personalanpassungen erfolgen unter Maßgabe der Sozialverträglichkeit. Für Härtefallregelungen wurde ein Fonds eingerichtet.

Der Reformprozess 2026 ist eine gemeinschaftliche Aufgabe unserer Kirche. Wir sind gemeinsam auf dem Weg.

 

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Gemeinsam auf dem Weg
Reformprozess 2026 der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck

Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) hat sich auf den Weg begeben, aktiv die gesellschaftlichen Veränderungsprozesse aufzunehmen. Demografische Entwicklungen und geringer werdende Mitgliederzahlen haben die Synodalen veranlasst, auf der Herbstsynode 2015 etwa 180 zukunftsweisende Beschlüsse zu fassen. Mit diesen Beschlüssen soll es gelingen, die finanziellen Rahmenbedingungen den prognostizierten Ressourcen anzupassen. Der Prozess ist bis in das Jahr 2026 angelegt. Alle Bereiche kirchlichen Handelns, die gemeindlichen ebenso wie die landeskirchlichen, leisten ihren Beitrag zu dieser Konsolidierung. Zugleich sollen Freiräume entstehen und Ideen Gestalt gewinnen, die «Volkskirche qualitativ weiter entwickeln». Gemeinden, Kirchenkreise und Einrichtungen der Landeskirche sind ebenso gefragt, sich an diesem Prozess kreativ zu beteiligen, wie die Dezernate und Referate des Landeskirchenamtes. Sie sind gemeinsam auf dem Weg.

Die inhaltliche und rechtliche Ausgestaltung der gefassten Beschlüsse liegt nun federführend bei den Dezernaten im Landeskirchenamt. In eingesetzten Ausschüssen werden Umsetzungsvorschläge erarbeitet und Entscheidungen vorbereitet.

Interaktiver Zeitstrahl zum Reformprozess mit Downloads

Mit einem Klick auf die Abbildung können Sie den interaktiven Zeitstrahl zum Reformprozess als PDF-Dokument öffnen. Die beiden Seiten enthalten dann Erläuterungen mit Links zu weiterführenden Hintergrunddokumenten und Links.

Der Sachverhalt in den von der Herbstsynode identifizierten sogenannten «Korridoren» stellt sich folgendermaßen dar:

Korridor Theologisches Personal

  • Im Jahr 2026 wird es mindestens 400 Gemeindepfarrstellen und 150 Funktionspfarrstellen, z. B. im Bereich von Kliniken, Schulen und anderen Bildungs-einrichtungen, geben. Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck bleibt weiterhin nahe bei den Menschen, auch wenn das Pfarrstellennetz nicht mehr in der bisherigen Dichte vorgehalten werden kann.
  • Es gilt viel deutlicher als bisher, die Potentiale kollegialer, haupt- und ehrenamtlicher Zusammenarbeit zu nutzen. Das gilt besonders hinsichtlich der Gottesdienste, wie auch in der Zusammenschau von multiprofessionellen Diensten in der Verkündigung, Seelsorge, Kirchenmusik, Diakonie und in der Gemeindepädagogik. Eine gute Basis dafür bietet die Errichtung von Kooperationsräumen, die bis zum 01.01.2018 flächendeckend gebildet sein sollen. Die Einführung von Pfarrstellenbudgets auf Kirchenkreisebene ermöglicht Entscheidungen nach regionalen Bedürfnissen. Assistenzen in der Verwaltung dienen der Entlastung der Pfarrerinnen und Pfarrer im Kooperationsraum.
  • Studierende werden von Ansprechpartnern an den Universitäten in Marburg und neuerdings auch Kassel begleitet – nebst einer Studienbeihilfe – ein hoffnungsvoller Ansatz, drohendem Nachwuchsmangel rechtzeitig zu begegnen. Ein neues Online-Portal wirbt um Nachwuchs für die Berufe/Professionen: Pfarrer/in, Religionslehrer/in, Kirchenmusiker/in, Diakon/in, Erzieher/in, Verwaltungsangestellte/r, Kirchenbeamte/r.

Korridor Gebäude und Liegenschaften

  • Die Kirchen vor Ort behalten ihre zentrale Bedeutung als Blickpunkte und Zeugnisse gelebten Glaubens. Für den Erhalt und die Sicherung werden Gewichtungen vorgenommen. Zur gezielten Mittelvergabe für den Erhalt und die Sicherung von Kirchen wird eine dreiteilige Einstufung vorgenommen – im Sinne von: A: Überregionale Kirche, B: Regionale Kirche, C: Lokale Kirche.
  • Die Anzahl der Gemeindehäuser und Gemeinderäume wird auf der Grundlage der Gebäudebedarfspläne weiter reduziert (200 qm je 1700 Gemeindeglieder).
  • Pfarrhäuser werden weiterhin für volle Gemeindepfarrstellen vorgehalten.

Korridor Sonderhaushalte

  • Die Wahrnehmung weiterer kirchlicher Aufgaben, z. B. im Bereich der Bildung, der Kirchenmusik und der Seelsorge in besonderen Bereichen der Gesellschaft, orientiert sich an den veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.
  • Nutzerbefragungen, Aufgabenkritik und aktualisierte Konzepte gewährleisten, dass die kirchlichen Dienste, die Bildungs- und Ausbildungsarbeit und die Öffentlichkeitsarbeit in der Region zeitgemäß und bedarfsgerecht unterstützt werden.
  • Der Bereich Arbeit mit Kindern und Jugendarbeit soll hinsichtlich der personellen und sachlichen Ausstattung auf der mittleren und gemeindlichen Ebene verbessert werden. Es ist vorgesehen, für jeden fusionierten Kirchenkreis eine weitere Stelle für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen bereitzustellen.
  • Die Öffentlichkeitsarbeit hat dem Landeskirchenamt und dem Rat der Landeskirche ein umfassendes Konzept vorgelegt, das einer veränderten Mediennutzung Rechnung trägt. Erste Umsetzungsschritte sind eingeleitet.

Korridor Diakonie

  • Die regionale Diakonie wird sich weiter entwickeln. Bis zum Jahr 2018 wird es voraussichtlich pro Landkreis ein regionales Diakonisches Werk geben. Diese erfahren ebenso wie die Diakoniestationen eine konzeptionell, strukturell und betriebswirtschaftlich zukunftsfähige Aufstellung.
  • Die Zusammenarbeit der diakonischen und kirchlichen Akteure wird auf regionaler Ebene gefördert und verbindlicher.
  • Das berufliche Profil der Diakoninnen und Diakone wird weiter entwickelt werden.
  • Die Kindertagesstättenarbeit ist von den Kürzungen ausgenommen.

Korridor Verwaltung/Perspektivausschuss Mitarbeitende

  • Im Verwaltungshandeln werden Strukturen vereinfacht, Wege verkürzt und die Zusammenarbeit gestärkt. Die Personalplanung und -entwicklung der Pfarrerinnen und Pfarrer sowie aller weiteren Mitarbeitenden wird künftig in einem gemeinsamen «Personalausschuss» vorgenommen. Anstellungsträgerschaften, z. B. in der Jugendarbeit, werden in größeren Verbünden zusammengefasst. Sie ermöglichen eine stringentere Personalplanung, Flexibilität, Durchlässigkeit und Verlässlichkeit.
  • Erforderliche Personalanpassungen erfolgen unter Maßgabe der Sozialverträglichkeit. Für Härtefallregelungen wurde ein Fonds eingerichtet.

Der Reformprozess 2026 ist eine gemeinschaftliche Aufgabe unserer Kirche. Wir sind gemeinsam auf dem Weg.

 


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