Reformprozess: Kirche bewegt – der Reformprozess

Die Herausforderungen für uns als Kirche sind bekannt: Wir werden kleiner. Wir fragen uns, für wen wir wichtig sind, wer uns künftig braucht, wo unsere Arbeit in der Gesellschaft Früchte trägt und wozu wir als Kirche künftig da sein werden.

Das ist jedoch kein Grund, aufzugeben oder die Hände in den Schoß zu legen – ganz im Gegenteil. Um uns über den Kern unseres Auftrags bewusst zu werden, gehen wir als Landeskirche ganz neue Wege mit vielen verschiedenen Beteiligten. Wir bringen die Engagierten mit den Fernen/Distanzierten ins Gespräch, die Jungen mit den Älteren, eine bunte Mischung von Menschen verschiedenen Alters, verschiedener Berufe und mit unterschiedlichen Wurzeln sollen mitmischen.

Das Logo «Kirche bewegt» soll genau das ausdrücken: Wir gehen Wege jenseits der ausgetretenen Pfade und scheuen uns nicht, Gewohntes und Althergebrachtes zu hinterfragen. Das Argument «Es war schon immer so» zählt nicht. Manches, was bewahrenswert ist, wird bleiben, anderes wird sich verändern, um bleiben zu können, wieder anderes werden wir künftig nicht mehr machen. Dieser Weg wird nicht leicht sein, nicht schnell, nicht immer klar und doch ein notwendiger.

Neben den Gremien der Kirche, etwa den Synoden auf verschiedenen Ebenen, spielen Gruppen auf diesem Weg eine große Rolle. Das sind zum einen Großgruppen, die ganz verschiedene Menschen unserer Kirche und an den Rändern unserer Kirche zusammenbringen. Andere setzen sich aus bestimmten Berufsgruppen und -feldern zusammen. Später wird es auch Fokusgruppen einer bestimmten Gruppe geben, die sich digital treffen und voneinander hören, wo sie Kirche erlebt haben, wo es Berührungspunkte gab, wo auch nicht. Jeder Teilnehmende kann aus seiner Perspektive erzählen, wo er Kirche als wichtig erfahren hat. Dort sollen besonders Menschen dabei sein, die sonst nicht mitdiskutieren. Entscheidungen fallen, so sieht es auch die Grundordnung unserer Kirche vor ,in der Landessynode, wo die Fäden des Prozesses zusammenlaufen.

Was also ist der Auftrag der Kirche? Diese Frage soll im Prozess beantwortet werden. Einige Anhaltspunkte gibt es schon, die eine Rolle spielen könnten:

1. Kirche erzählt vom Glauben
2. Kirche öffnet Räume
3. Kirche begleitet Menschen
4. Kirche bringt Menschen zusammen
5. Kirche hilft Menschen in Not
6. Kirche ist eine Stimme in der Gesellschaft

2021-10-25 33792


Kirche bewegt – der Reformprozess

Erklärfilm zum Reformprozess (Video: Medienhaus der EKKW)

Die Herausforderungen für uns als Kirche sind bekannt: Wir werden kleiner. Wir fragen uns, für wen wir wichtig sind, wer uns künftig braucht, wo unsere Arbeit in der Gesellschaft Früchte trägt und wozu wir als Kirche künftig da sein werden.

Das ist jedoch kein Grund, aufzugeben oder die Hände in den Schoß zu legen – ganz im Gegenteil. Um uns über den Kern unseres Auftrags bewusst zu werden, gehen wir als Landeskirche ganz neue Wege mit vielen verschiedenen Beteiligten. Wir bringen die Engagierten mit den Fernen/Distanzierten ins Gespräch, die Jungen mit den Älteren, eine bunte Mischung von Menschen verschiedenen Alters, verschiedener Berufe und mit unterschiedlichen Wurzeln sollen mitmischen.

Das Logo «Kirche bewegt» soll genau das ausdrücken: Wir gehen Wege jenseits der ausgetretenen Pfade und scheuen uns nicht, Gewohntes und Althergebrachtes zu hinterfragen. Das Argument «Es war schon immer so» zählt nicht. Manches, was bewahrenswert ist, wird bleiben, anderes wird sich verändern, um bleiben zu können, wieder anderes werden wir künftig nicht mehr machen. Dieser Weg wird nicht leicht sein, nicht schnell, nicht immer klar und doch ein notwendiger.

Neben den Gremien der Kirche, etwa den Synoden auf verschiedenen Ebenen, spielen Gruppen auf diesem Weg eine große Rolle. Das sind zum einen Großgruppen, die ganz verschiedene Menschen unserer Kirche und an den Rändern unserer Kirche zusammenbringen. Andere setzen sich aus bestimmten Berufsgruppen und -feldern zusammen. Später wird es auch Fokusgruppen einer bestimmten Gruppe geben, die sich digital treffen und voneinander hören, wo sie Kirche erlebt haben, wo es Berührungspunkte gab, wo auch nicht. Jeder Teilnehmende kann aus seiner Perspektive erzählen, wo er Kirche als wichtig erfahren hat. Dort sollen besonders Menschen dabei sein, die sonst nicht mitdiskutieren. Entscheidungen fallen, so sieht es auch die Grundordnung unserer Kirche vor ,in der Landessynode, wo die Fäden des Prozesses zusammenlaufen.

Was also ist der Auftrag der Kirche? Diese Frage soll im Prozess beantwortet werden. Einige Anhaltspunkte gibt es schon, die eine Rolle spielen könnten:

1. Kirche erzählt vom Glauben
2. Kirche öffnet Räume
3. Kirche begleitet Menschen
4. Kirche bringt Menschen zusammen
5. Kirche hilft Menschen in Not
6. Kirche ist eine Stimme in der Gesellschaft

Wo stehen wir gerade im Beteiligungsprozess?

Seit Mai 2021 haben sich die Kreissynoden – und damit rund 1500 Ehrenamtliche – mit dem Auftrag der Kirche befasst.

Am 1. Oktober findet die erste Großgruppenkonferenz digital statt. Eingeladen wurden haupt- und nebenamtliche Mitarbeitende der Landeskirche. Die Bandbreite der Eingeladenen erstreckt sich dabei von den  Mitarbeitenden in den Verwaltungen, über Jugendarbeiter*innen, Gemeindereferent*innen, Erzieher*innen, Kirchenmusiker*innen, Küster*innen, Mitarbeitende in den Diakoniestationen, die unterschiedlichen Interessensvertretungen, bis hin zu Vikar*innen, Theologiestudierenden und Auszubildenden.

(Grafik: Landeskirchenamt)

Rund 90 haupt- und nebenamtlich Mitarbeitende sowie Nachwuchskräfte aus den verschiedenen Bereichen der Landeskirche haben sich angemeldet. Sie werden ihre Erfahrungen mit Kirche als Arbeitgeberin einbringen und Ideen entwickeln, wie sich die kirchliche Arbeitswelt in der Zukunft gestalten kann.
 
Drei weitere Großgruppenkonferenzen werden im November folgen: am 6. November (in Fulda), am 13. November sowie am 20. November (digital).


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  • Eva Hillebold
  • Geschäftsführung Reformprozess
  • (0561) 9378 307
  • reformprozess@ekkw.de