Evangelischer Kirchenkreis Schwalm Eder - Dekanat Ziegenhain

Gedenken an die Toten in Zeiten der Pandemie

Gedenken an die Toten in Zeiten der Pandemie

 

Seit dem 13. März 2020 bedrängt und gefährdet ein Virus die Menschen überall auf dieser Welt.

Ein hohes Maß an Verantwortung ist in dieser Zeit jeder und jedem Einzelnen auferlegt, den Virus nicht zu verbreiten, sich selbst möglichst nicht anzustecken um so auch den Virus nicht an andere Menschen weitgeben zu können.

Das isoliert, behindert Begegnung und das Miteinander der Menschen, die doch seelisch auf Gemeinschaft, Begegnung und Berührung angewiesen sind.

Eine besondere Verantwortung kommt Politikerinnen und Politikern zu, die entscheiden müssen zwischen dem notwenigen Schutz der Bevölkerung und der Aufrechterhaltung der Freiheitsrechte.

In Deutschland sind in dieser Zeit 79.628 Menschen an und mit dem Coronavirus gestorben. Es war und ist an vielen Orten ein Sterben in Einsamkeit und Isolation. Auch die Trauerfeiern, das Abschiednehmen wird seit Beginn der Pandemie auf einen kleinen Kreis der Trauernden beschränkt.

Und dies betrifft und belastet über die an und mit dem Virus verstorbenen Menschen alle Verstorbenen dieser Zeit und ihrer Angehörigen.

Hinzu kommt das Leid, dass durch die elementaren Einschränkungen und durch die Abgrenzung der Menschen voneinander ausgelöst wird.

Berufliche Existenzen, Betriebe, Einzelhandel und Gastronomie sind in hohem Maß bedroht. Die Einen sind mit ihren Familien existentiell gefährdet, während andere Berufsgruppen insbesondere im Gesundheitsbereich und in der pädagogischen Arbeit oft über ihre Grenzen hinaus gefordert und selbst gefährdet sind. Häusliche Gewalt hat in diesem Jahr zugenommen, Gewalt insbesondere an Kindern und Frauen, die zu Opfern der Überforderungen und der Isolierung werden.

Einrichtungen des Gemeinwesens, Jugendzentren und Begegnungsstätten können nicht wie sonst angelaufen werden, Zuspruch, Hilfe und Begleitung anbieten.

An diesem Wochenende bedenken wir das Leid der Menschen in den Zeiten der Pandemie.

Der Sonntagmorgen mit Gottesdiensten verschiedenster Art gibt Zeit und Raum des Innehaltens und des Gedenkens und des Gebets.  

 

Christian Wachter

(16.04.2021)