Evangelischer Kirchenkreis Schwalm Eder - Dekanat Ziegenhain

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Das leidige Geld …

Immer wieder gibt es Diskussionen um das Geld, das hier dem Staat oder dort den Kirchen mittels Steuern anvertraut wird. Seit einiger Zeit wird über die Steuern auf Zinserträge diskutiert.

Die einen ärgern sich, dass es bei den Banken keine Zinsen mehr gibt.

Die anderen ärgern sich, dass Zinserträge als Einkommen betrachtet werden und somit steuerpflichtig sind.

Auf Zinserträge zahlen wir in der Tat seit einigen Jahren in der Regel  25% Einkommensteuer. Und wo Einkommensteuer fließt, da wird zusätzlich ein weiterer kleiner Betrag (9% von den Steuern)  für die Kirchensteuer fällig.

Das gilt seit 2009 und betrifft allerdings nur Wenige wirklich.

Ein Ehepaar zum Beispiel, das bei einem Zinssatz von 1% bis zu  160.000 € auf der hohen Kante hat, bleibt steuerfrei. Den Eheleuten steht ja ein Freibetrag von 1600.- € zu.

Erst darüber hinaus  wird Einkommensteuer und damit auch Kirchensteuer fällig.

Bisher mussten wir selbst dafür Sorge tragen, dass das Finanzamt von unseren Zinseinkünften erfährt. Künftig, so haben uns die Banken nun in einem komplizierten Brief geschrieben, werden diese unser Zinseinkommen direkt dem Finanzamt melden. So sieht es der Gesetzgeber vor. Das soll der Verwaltungsvereinfachung und der Steuergerechtigkeit dienen.

Ich selbst werde deshalb also nicht mehr und nicht weniger an Steuern zahlen.

Das ist ja schon einmal beruhigend.

Auch die Kirchensteuer erhöht sich durch das neue Meldeverfahren nicht, es sei denn, ich hätte bisher Steuern hinterzogen, weil ich einen Teil meiner Kapitalerträge verschwiegen hätte.

Aber wer macht das schon?

In der Evangelischen Kirche in Kurhessen-Waldeck wird das Geld, das aus Kirchensteuern eingenommen wird, im Wesentlichen den Gemeinden zur Verfügung gestellt. 50 % der Kirchensteuereinnahmen fließen den Gemeinden direkt zu. Weitere in der Landeskirche verantwortete Mittel kommen beispielsweise durch die Pfarrbesoldung den Gemeinden zu Gute. Über die Verwendung beschließen die Synoden und Kirchenvorstände.

Allen, die durch ihren finanziellen Beitrag helfen, dass unsere Kirchengemeinden lebendig und kreativ arbeiten können, aber auch allen Kirchenvorständen, die sorgsam und verantwortungsbewusst mit den anvertrauten Mitteln umgehen, danke ich von Herzen, Ihr

 

Christian Wachter.

 

(23.05.2014)