Evangelischer Kirchenkreis Schwalm Eder - Dekanat Ziegenhain

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Kreissynode tagte in Gilserberg

Am 22. Oktober hat die Kreissynode Ziegenhain in Gilserberg getagt.

Zum Thema Schöpfungsverantwortung hat Pfarrer Werner Meyreis den Eröffnungsgottesdienst gehalten. Pfarrer Werner Meyreis ist Schulpfarrer an den beruflichen Schulen in Ziegenhain und  ist seit August 2008 mit der Aufgabe des Umweltbeauftragten im Kirchenkreises betraut.

Für das Themenreferat war aus dem Baudezernat der Landeskirche Kirchenverwaltungsoberrat Wilhelm Kniffert Gast der Synode. Sein Thema lautete: "Klimawandel und Bauverantwortung". In seinen Ausführungen wurde auf der einen Seite deutlich, dass die Kirchenvorstände mit der Unterhaltung von Pfarrhäusern, Gemeindehäusern und Kirchen eine große, aus eigenen Mitteln oft nicht zu bewältigende Verantwortung tragen und so auf Hilfen der Landeskirche angewiesen sind. Mit der Stiftung "Kirchenerhaltungsfonds" und Mitteln aus der Baulastablösung stehen dabei der Landekirche über die jährlichen Kirchensteuermittel zwei weitere Säulen zur Finanzierung des Baubedarfs zur Verfügung. KVOR Kniffert mahnte die Synodalen eindringlich, Bauschäden durch regelmäßige und sorgfältige Baubegehungen frühzeitig zu erkennen und zu bearbeiten. Darüber hinaus ist der sorgfältige und gewissenhafte Umgang mit Heizungsanlagen ein wesentlicher und deutlicher Schritt, Klimaverantwortung zu übernehmen und gleichzeitig Energiekosten einzudämmen.

In einer kritischen Anmerkung verwies KVOR Kniffert auf eine Untersuchung in Erprobungskirchenkreisen unserer Landeskirche, wonach die wöchentliche Auslastung von Gemeindehäusern oft nur noch bei 6 - 17% liegt und insofern kreativ nach größeren Auslastungsmöglichkeiten gegebenenfalls auch durch Fremdnutzung gesucht werden muss, um mittelfristig den Erhalt dieser Gebäude zu rechtfertigen. In der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck gilt bisher der Grundsatz, dass Kirchen in der Regel nicht aufgegeben werden sollen. Ebenso wird weitestgehend an der Residenzpflicht von Pfarrerinnen und Pfarrern festgehalten. Um so kritischer muss die Frage nach dem Sinn und der Finanzierbarkeit von Gemeindehäusern gestellt werden.

Des weiteren wies KOR Kniffert die Synodalen auf das derzeit in der Entwicklungsphase befindliche neue Gebäudemanagement hin, welches in der Landeskirche ab 2010 flächendeckend eingeführt werden soll. Ebenfalls ab 2010 sollen im Landeskirchlichen Haushalt dann auch speziell ausgewiesene Mittel zur Verfügung stehen, um die langfristig erhaltenswerten Pfarrhäuser ökologisch zu qualifizieren. Auch hier ist der Bestand vorher kritisch zu prüfen.

Zu Beginn der Synode erstattete Dekan Christian Wachter den Synodalen den ersten Bericht seiner noch jungen Amtszeit unter dem Thema: Den Wandel gestalten.

(26.10.2008)