Evangelischer Kirchenkreis Schwalm Eder - Dekanat Ziegenhain

Konfirmation

Konfirmation

1539 wurde die Konfirmation in Ziegenhain erfunden. Seither gilt: Kinder, die als Säuglinge getauft wurden, lernen und erleben in der Konfirmandenzeit, was es bedeutet in dieser Welt ein Christ oder eine Christin zu sein. Mit der Konfirmation bekennen sie sich zum christlichen Glauben und zur Mitgliedschaft in der Evangelischen Kirche.

Und wenn ich noch gar nicht getauft bin?

Kinder und Jugendliche, die noch nicht getauft sind, können sich genauso anmelden und die Konfirmandenzeit miterleben. In diesem Jahr entscheiden sie sich selbst, ob und wann sie sich taufen lassen wollen. Schließlich können sie die Konfirmation genauso wie alle anderen auch mitfeiern.

Gibt es auch ein Angebot für Erwachsene?

Ein gesondertes Angebot zur Taufe oder Konfirmation für Erwachsene kann jederzeit eingerichtet werden. Fragen Sie einfach in Ihrem Pfarramt oder zunächst im Dekanat (06691/6055) nach.

Wo kann ich meinen Sohn/ meine Tochter zur Konfirmation anmelden?

Auch da fragen Sie einfach in Ihrem Pfarramt nach oder Sie informieren sich zunächst im Dekanat (06691/6055). In der Regel fängt die Hauptkonfirmandenzeit nach den Osterferien an.  .

Warum heißt es nicht  mehr "Konfirmandenunterricht"?

Unterricht war eigentlich früher. Heute nennen wir es "Konfirmandenzeit", denn christlicher Glaube soll nicht unterrichtet oder eingetrichtert, sondern erfahrbar werden. Der Umfang beträgt in etwa 80 Stunden, traditonell treffen sich die Konfis am Dienstagnachmittag, jede Kirchengemeinde hat danaben besondere Projekte und Freizeiten, die zur Konfirmandenzeit dazu gehören.

Was ist "KU 3/8"?

In einigen Gemeinden hat sich das  Modell KU 3/8 etabliert. Hier wird für Kinder im Alter von 9-10 Jahren (Klasse 3) eine Vorkonfirmandenzeit angeboten, so dass die Hauptkonfirmandenzeit (Klasse 8) etwas entlastet wird.

In manchen Gemeinden gibt es noch die traditionlle Vorkonfirmandenzeit, die schon im Herbst beginnt.

Auswendiglernen und Prüfung

Am Ende hat man Vieles erlebt und maches auch gelernt. In einer Prüfung und / oder in einem Vorstellungsgottesdienst wird dies präsentiert. Schließlich gehört es auch zur Konfirmandenzeit bestimmte Stücke der christlichen Tradition in- und auswendig zu können. Die Verantwortung für die Rahmenbedingungen und Inhalte hat letztlich der Kirchenvorstand.

Gibt es noch die Konfirmationssprüche?

Ja, in der Regel suchen sich die Konfis selbst einen Spruch aus der Bibel, der sie anspricht und durchs Leben begleitet. Hilfe im Internet bietet die Seite: www.konfispruch.de

 

Konfirmation in Coronazeiten

Konfirmation 2020 in Schrecksbach

In diesem Jahr ist alles anders, nicht nur die Konfirmation, sondern unser ganzes Leben. Viele Dinge sind ausgefallen oder verschoben worden. Nichts ist mehr so wie vorher. Sollen wir es wagen in dieser Zeit die Konfirmation zu feiern?

Wir haben es gewagt und gegen einige Widerstände sind wir standhaft geblieben. An den letzten beiden Juniwochenenden, jeweils Samstag und Sonntag wurden in der Kirche in Schrecksbach insgesamt 14 Jugendliche konfirmiert. Wir fanden, dass dies der richtige Zeitpunkt ist. Es ist Sommer, die Türen der Kirche können offenbleiben und die Infektionszahlen sind niedrig, also ein guter Zeitpunkt.

Also haben wir uns im Vorfeld getroffen und ein Hygiene- und Sitzplatzkonzept erarbeitet. Die Konfirmandenfamilien mussten sich im Vorfeld namentlich mit Adresse und Telefonnummer anmelden. Ein Spuckschutz für die Musikerinnen in der Kirche wurde gebaut. Es wurde genau ausgemessen wie viele Personen in die Kirche passen und wie viele Personen bzw. Hausstände jeder Konfirmand mitbringen kann. Parallel wurden auch „Gottesdienste im Freien“ geplant. Aber aufgrund der Witterung war dies nicht möglich. Wir haben überlegt, wie wir diesen Gottesdienst so schön wie eben möglich gestalten können. Besonders wichtig war uns, dass die Konfirmanden Abendmahl feiern können. Der Ablauf wurde vorher durchgespielt und festgelegt, wer steht wann wo und macht was.

So konnten wir 4 besondere Konfirmationsgottesdienste feiern. Jede Gruppe hat für die musikalische Gestaltung gesorgt. Das war sehr gut, da ja die Gemeinde nicht singen durfte. Das Verlesen der Konfirmationssprüche hat sonst immer eine Person vom Kirchenvorstand übernommen. In diesem Jahr haben wir im Vorfeld die Paten kontaktiert und darum gebeten. Dies war in den Gottesdiensten eine schöne Überraschung, wenn plötzlich der oder die Patin aufstand und den Konfirmationsspruch ihres Patenkindes verlesen hat.

Die Einsegnung der Konfirmanden haben die Eltern übernommen. Der Pfarrer hat im Abstand von 4 Metern zum Konfirmand gestanden und die Segensworte gesprochen und die Eltern haben ihrem Kind die Hand aufgelegt.

Das Geschenk der Kirchengemeinde war auch ein anderes als sonst die Jahre.

Jeder der Konfirmierten bekam nach dem Gottesdienst auf der Kirchwiese einen Apfelbaum geschenkt. Über diesen Baum wurde dann kontaktlos mit Fischen gratuliert. Wir hatten im Vorfeld Fische aus Papier ausgeschnitten und in die Familien gegeben. Diese wurden dann mit Glückwünschen beschriftet und nach dem Gottesdienst in den Baum gehängt. So konnte gratuliert werden, ohne sich die Hände zu reichen. Einiges davon werden wir für künftige Konfirmationsgottesdienste übernehmen. Es waren sehr getragene, festliche und gleichzeitig familiäre Gottesdienste. Man konnte sich voll und ganz auf alles einlassen.

Die Familien mussten sich auf das Wesentliche konzentrieren und dabei haben die meisten festgestellt: das ist gar nicht mal so schlecht. Gefreut haben uns die durchweg positiven Rückmeldungen.

In diesem Jahr ist alles anders und wenn alles anders ist, muss man manchmal auch aus seiner Komfortzone rauskommen und neu denken.

Auch wir als Kirchenvorstand müssen das und stellen dabei fest:

anders kann auch gut sein.

 

Für den Kirchenvorstand Schrecksbach

Gaby Jäckel

Psalm 23

Visitenkarte

Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.  2 Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.  3 Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.  4 Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.  5 Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.  6 Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.

Psalmbilder


Was ist der Mensch - Psalm 8

Befiehl dem Herrn deine Wege - Psalm 37,5

und leite mich auf ewigem Weg - Psalm 139