Jakobuskirche

Martin-Luther-Str. 2
63486 Bruchköbel

Informationen zur Kirche

Sehenswertes

Wehrturm von 1510, Rundfenster und Chorraumverglasung von Graham Jones (1991), Orgel mit 1370 Pfeifen von 1991.

Geschichtliches

Mauerfunde und Urkunden belegen, dass es spätestens im 12. Jahrhundert eine Kirche in Bruchköbel gegeben hat, wahrscheinlich aber schon viel früher. 1392 wird erstmals namentlich eine „pharkirchen sente Jacobs zu Bruchkebil“ erwähnt. Jakobus, der Namenspatron, war einer der zwölf Jün-ger Jesu gewesen; 44 n.Chr. starb er als einer der ersten christlichen Märtyrer.
Der 34,55 Meter hohe Wehrturm, der mit seinen charakteristischen Zinnen das allnächtlich angestrahlte Wahrzeichen der Stadt bildet, trägt über der Eingangstür die Jahreszahl 1505 und über der Tür des Wehrumgangs „MCCCCCX“, also 1510. In diesem Jahr wurde der Turm in seiner heutigen Gestalt fertiggestellt. Noch bei der Bombardierung Hanaus in der Nacht vom 18. auf den 19. März 1945 diente er mit seinen ca. zwei Meter dicken Mauern Bruchköbeler Bürgern als Schutz.
1542 schloss sich die Bruchköbeler Kirchengemeinde der Reformation an. Bald jedoch hinterließen die innerreformatorischen Differenzen ihre Spuren: 1596 wurde die bis dahin evangelisch-lutherische Gemeinde wie die gesamte Grafschaft Hanau-Münzenberg evangelisch-reformiert, also calvinistisch. Seit dem 18. Jahrhundert existierten in Bruchköbel sogar zwei evangelische Kirchen nebeneinander, bis sich beide Konfessionen im Zuge der „Hanauer Union“ 1818 vereinigten. Die lutherische Johanneskirche wurde daraufhin aufgegeben - in ihr ist heute die Stadtbibliothek untergebracht - und nur noch die Jakobuskirche genutzt.
Wie das spätgotische Kirchenschiff ausgesehen hat, ist heute nicht mehr bekannt. 1634, während des 30jährigen Krieges, wurde es mit dem gesamten Ort von kaiserlichen Truppen niedergebrannt. Kurz vor Kriegsende kam es zu einer Notrestaurierung, bevor dann 1724 das verbreiterte Kirchenschiff in seiner heutigen Form entstand. 1872 kam der neuromanische Chorraum mit seiner charakteristischen Halbkuppel hinzu. In den Kriegen mussten die Glocken zum Einschmelzen abgeliefert werden; nur eine der heutigen Glocken stammt noch von 1932, die beiden anderen von 1952.
Der Innenraum der Kirche war je nach Zeitgeschmack von wechselnden Ausmalungen und Emporengestaltungen geprägt. Nachdem die Renovierung von 1969 einen sehr nüchternen Eindruck hinterlassen hatte und die Kirche durch das Wachstum des Ortes zu klein geworden war, begannen 1987 Planungen für eine neuerliche Umgestaltung.
Am 25. August 1991 konnte dann die Jakobuskirche in ihrem jetzigen Zustand eingeweiht werden: mit geöffnetem Dachstuhl, nach außen verlegtem Emporenaufgang, vergrößerter Empore sowie erweitertem, blau verglasten Chorraum und Rundfenster (Architekt: Rainer Krebs; Entwurf der Fenster: Graham Jones). Kanzel, Altar und Taufstein wurden aus Sandstein und Glas neu gestaltet. Auch die Orgel mit ihren 123 Registern und 1370 Pfeifen ist ein Neubau. Aus der Einrichtung des 19. Jahrhunderts kehrten die Statuen Jesu und der vier Evangelisten zurück, die jetzt an der Kanzelwand stehen. 2005 schließlich kam dank einer Spende aus der Gemeinde die holzgeschnitzte Jakobus-Figur an der Taufsteinsäule hinzu.
Pfarrer i. R. Klaus Dähnert, auf dessen Vorarbeit diese Angaben beruhen, schließt seine Festschrift zur Neueinweihung mit folgenden Worten: „Die Umbauarbeiten sind nun beendet. Dennoch kann das Bauen in unserer Kirche nicht aufhören: Möge sie ein Ort sein, an dem eine lebendige Gemeinde gebaut wird durch Gottes Wort und Geist und durch viele Menschen, die in ihr zusammenkommen. \\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\'Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses und den Ort, da deine Ehre wohnt\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\' (Psalm 26,8).\\\\"

Hinweise

Gemeindehaus mit Toilette neben der Kirche;
Öffnungszeiten Mo und Fr 10-12 Uhr, Do 14-18 Uhr.

Weitere Informationen

  • Wir führen das Signet "Verlässlich geöffnete Kirche".
  • Bei uns kann man in der Bibel lesen.
  • Wir sind eine Station auf einem Pilgerweg.
  • Wir sind auf behinderte Menschen eingestellt.
  • Wir liegen an einem Rad- oder Wanderweg.
  • Wir haben eine Toilette im Umkreis von 100m.

Öffnungszeiten

Montag von 09:00 bis 17:00 Uhr
Dienstag von 09:00 bis 17:00 Uhr
Mittwoch von 09:00 bis 17:00 Uhr
Donnerstag von 09:00 bis 17:00 Uhr
Freitag von 09:00 bis 17:00 Uhr
Samstag von 09:00 bis 17:00 Uhr
Sonntag von 09:00 bis 17:00 Uhr

Hinweise zu den Öffnungszeiten:

Sollte die Kirche verschlossen sein, so kann ein Schlüssel gegen Pfand im "Schokolädchen" auf der Hauptstraße gegenüber der Kirche ausgeliehen werden.

Gottesdienst:
Jeden Sonntag 10 Uhr; jeden letzten Sonntag im Monat zusätzlich 18.30 Uhr.

Infokontakt

Ev. Kirchengemeinde Bruchköbel, Fr. Gräbener
kigem.bruchkoebel@online.de
06181 / 75454

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:
www.jakobuskirche-bruchkoebel.de

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