Philipp-Nicolai-Kirche

Schlossstr. 19
34537 Bad Wildungen

Informationen zur Kirche

Sehenswertes

barocke Inneneinrichtung,
Ausgemaltes Holztonnengewölbe mit Sonne, Mond und Sternen.
Barocke Emporenkanzel,
Altar und Taufe von Michael Possinger aus dem Jahr 2010.
Seit 2014 verfügt die Kirche über eine zweimanualige Orgel der Firma Rensch/Lauffen.

Geschichtliches

In ihrer jetzigen Gestalt steht die Kirche seit 1732. Schon vorher hat es an derselben Stelle einen Vorgängerbau gegeben.
Philipp-Nicolai hat hier von 1588 - 1596 gedichtet und gepredigt. Von ihm stammen zwei der bekanntesten Kirchenlieder, nämlich „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ und „Wachet auf ruft uns die Stimme“.

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts war die alte Kirche baufällig geworden. Baumeister Julius Ludwig Rothweil, der auch den Umbau von Schloss Friedrichstein beaufsichtigte entwarf en neuen Bau. Die Kirche ist nach Osten ausgerichtet. Quer dazu verläuft in der Mitte ein Weg von Süd nach Nord. Auf diese Weise bildet sich ein Kreuzweg, der im Norden, Süden und Westen mit einer Tür, im Osten mit einem Fenster beginnt und endet.
Neben dem Kreuz hat Rothweil eine zweite Grundfigur in den Raum gelegt: die Emporen runden den Raum zu Altar und Kanzel hin. Die Säulen, die die Emporen tragen, unterstützen diesen Eindruck und gliedern zugleich den Raum.

Wahrscheinlich von Beginn an war die Holztonnendecke ausgemalt und mit Sonne, Mond und Sternen besetzt. Der Himmel gliedert sich in einen Taghimmel und einen Nachthimmel.
Die Sonne steht mitten über der Gemeinde. Die Tradition der Alten Kirche folgend, symbolisiert die Sonne den auferstandenen Christus. Mitten über der Gemeinde strahlt die Sonne das Licht in alle Himmelsrichtungen aus. Der Wolkenkranz grenzt die göttliche Sphäre von der Welt der Geschöpfe ab.
Der Mond regiert den Nachthimmel der Kirche. Der Nachthimmel ist über dem Altar platziert. Weil der Mond kleiner als die Sonne und seine Erscheinung wandelbar ist, wurde er als Symbol für Maria, die Mutter Jesu, aufgefasst.

Taufe, Altar und Kanzel:
In den evangelischen Kirchen, die nach der Reformation gebaut wurden, strebte man für Altar, Taufe und Kanzel eine neue Zuordnung an. Die grundlegende Einsicht war: Es ist dasselbe Wort Gottes, das mündlich verkündigt wird, mit dem getauft wird und durch das Abendmahl gefeiert werden kann. Um dies in der Kirche anschaulich zu machen wurde die Form des Kanzelaltars entwickelt. Die Taufe steht dabei vor oder im Altar, die Kanzel auf einer Achse über dem Altar. Julius Rothweil folgte diesem Konzept und integrierte die Kanzel in die Empore.
Es war ein Ziel der Innensanierung 2010, dieses Konzept wieder herzustellen, das durch die Herabsetzung der Kanzel, den Aufbau eines Blockaltars und einen Taufstein gestört worden war. Michael Possinger aus Guxhagen entwickelte einen Altar, der zugleich leicht konstruiert und fest gegründet ist. Ungewöhnlich ist das Material: es handelt sich um brünierten und gewachsten Stahl.
Die Gemeinde wollte aber die Geschichte sichtbar lassen. In den Boden ist deshalb die alte Altarplatte eingelassen. In der Mitte des Altars befindet sich die bewegliche Taufe. Sie wird bei Bedarf vor den Altar gezogen, sich die Tauffamilien in einem Halbkreis um die Taufe versammeln können. Der Kreis wird durch das Kreuz am Altar geschlossen.

Weitere Informationen

  • Bei uns kann man in der Bibel lesen.
  • Wie bieten Führungen an.
  • Bei uns gibt es Angebote für Kinder.
  • Wir liegen an einem Rad- oder Wanderweg.
  • Wir haben eine Toilette im Umkreis von 100m.

Öffnungszeiten

Montag von 10:00 bis 17:00 Uhr
Dienstag von 10:00 bis 17:00 Uhr
Mittwoch von 10:00 bis 17:00 Uhr
Donnerstag von 10:00 bis 17:00 Uhr
Freitag von 10:00 bis 17:00 Uhr
Samstag von 10:00 bis 17:00 Uhr
Sonntag von 10:00 bis 17:00 Uhr

Gottesdienst:
Sonntags 10.30 an jedem 1. Sonntag im Monat: 19.00

Infokontakt

Christof Hartge
pfarramt.altwildungen@ekkw.de
05621 3934

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:
philippnicolaikirche.wordpress.com

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