Ev. Kirche Albungen

Kirchstraße
37269 Eschwege-Albungen

Informationen zur Kirche

Sehenswertes

Zur Kirche

Wann die Albunger Kirche erbaut wurde, ist unklar.
Romanisches Mauerwerk mit zwei zugemauerten Rundbogenfenstern, in der Nordmauer unter dem Putz erhalten, deutet auf die frühe Entstehung einer kleinen Kapelle.
1890 fand eine umfassende Renovierung statt. Vermutlich stammt auch das farbige Kirchenfenster mit dem Motiv des „siegreichen Lammes“ aus dieser Zeit.
Die Albunger Kirche wird von denen, die sie kennen, als „gemütlich, anheimelnd und bergend“ empfunden. Dazu tragen sicher auch die zentrale Lage und die Einbettung in den parkähnlichen Friedhof bei.

Geschichtliches

„Albungen, in der Germaramark gelegen und am 27. 7. 1075 erstmals als „Albungun” erwähnt, liegt auf einer hochwasserfreien Kiesinsel der Werra, nahe der alten Nürnberger Landstraße.
Nachdem der letzte Bilsteiner, Graf Otto, am 14. 5. 1301 seine gesamte Grafschaft an Landgraf Heinrich I. von Hessen verkauft hatte, wurde das Dorf hessisch. So gehörte der Ort zum Gericht Bilstein (vom Landgrafen zeitweilig verpfändet) bzw. zum Klostergericht Germerode.
Außerdem hatte die Familie Diede zum Fürstenstein bis zu deren Aussterben im Jahr 1807 Anrechte in Albungen.
Wegen ihrer Pfarreischenkung von 1593 übte sie im Wechsel mit den Landgrafen auch das Patronatsrecht aus.
Das Wappen der Diedes ist an der Emporenbrüstung der Albunger Kirche erhalten.
Außerdem erinnern an die unübersehbare lokale Bedeutung dieser Familie zwei Grabmale an der Außenwand der Kirche: eine auf einem Epitaph in Stein gehauene überlebensgroße Figur eines Diede sowie die von den Diedes für ihren langjährigen Verwalter Elias Thon gestiftete Grabplatte.
Albungen war ursprünglich Filialort von Wettigendorf*, später von Kleinvach, bevor die Gemeinde 1593 eine eigene Pfarrei (mit Hitzelrode und dem Fürstenstein) in der Klasse Allendorf wurde.
Die Gründung der eigenständigen Pfarrei Albungen wurde erst möglich durch einen Vergleich zwischen Superintendent Mag. Christian Grau und den Brüdern Georg III. und Hans Diede zum Fürstenstein am 18. 07. 1593.
Diesen Vergleich bestätigte Landgraf Moritz am 7. 10. 1593.
In dieser Zeit um 1594 hatte Albungen 20 Haushalte, 1650 gab es 34 Häuser; 4 weitere im Dreißigjährigen Krieg ausgebrannte Häuser waren nicht wieder aufgebaut, sondern verlassen worden. 1750 wohnten in Albungen 237 Menschen in 42 Häusern, von denen 49 Hintersassen und
nur 6 Ackerbauern, je zwei Schreiner und Zimmerleute sowie einer Gastwirt waren; außerdem arbeiteten 22 als Leineweber, 11 als Tagelöhner, 6 als Tagelöhnerinnen.
1835 gab es 56 Häuser mit 332 evangelischen und 2 römisch-katholischen Einwohnern, 1895 64 Häuser und 309 Bewohner, 1907 wohnten in Albungen 299 Personen, 1925 325 Evangelische; 1934 lebten hier 13 Landwirte, 18 Handwerker, 13 Arbeiter und 11 bei der Reichsbahn Beschäftigte.
Vorübergehend verband man in den Jahren 1808-1825 Kleinvach erneut mit Albungen zu einem Kirchspiel.
Zum 1. 4. 1896 wurde das Filial Hitzelrode nach Jestädt umgepfarrt, am 1. 10. 1897 kam Hitzerode (aus der Pfarrei Frankershausen) als neuer Filialort zu Albungen.
Auf Grund der Verfassung der evangelischen Landeskirche in Hessen-Kassel vom 1. 6. 1924, durch die man die bisherigen Pfarreiklassen in neue Kirchenkreise zusammenfasste, gehörte die Pfarrei Albungen zum Kirchenkreis Witzenhausen, bis man das Kirchspiel im Zusammenhang mit der Auflösung des Kirchenkreises Kaufungen zum 1. 4. 1958 in den Kirchenkreis Eschwege eingliederte. Am 1. 1. 1972 erfolgte die politische Eingemeindung Albungens in die Stadt Eschwege, Hitzerode kam zur Großgemeinde Berkatal, die sich 1971 durch den Zusammenschluss der Dörfer Frankenhain und Frankershausen gebildet hatte.
Seit 1985 veränderte sich die Pfarrstelle Albungen gravierend. Der Rückgang der Gemeindegliederzahl (insbesondere durch Wegzüge) führte zur Umwandlung der ehemals 100%igen Pfarrselle zu einer 75% Pfarrstelle Zusatzauftrag (1985: Klinikseelsorge in Bad Sooden Allendorf). Zum 1. 2. 2004 wurde die Pfarrstelle mit einer halben Schulstelle kombiniert. Zum 1.1.2007 vereinigten sich die beiden Kirchengemeinden Albungen und Hitzerode zur „Evangelischen Kirchengemeinde Albungen-Hitzerode“. (nach Christian Hilmes, Pfarrergeschichte Albungen, 2007).
Zum 1.6.2011 wurde im Rahmen der Pfarrstellenstreichungen im Bereich der Ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck die „Ev. Kirchengemeinde Albungen-Hitzerode“ aufgelöst. Die Kirchengemeinde Hitzerode wurde dem Kirchspiel Frankershausen und die Kirchengemeinde Albungen dem Kirchspiel Niddawitzhausen zugeordnet. Der Dienstsitz des seitdem zuständigen Pfarrers Harald Aschenbrenner ist Niddawitzhausen. Das Pfarrhaus Albungen wurde im Herbst 2011 verkauft.
Der Kirchenvorstand besteht seit der Wahl 2013 aus 6 Mitgliedern. Gottesdienste werden 14tägig gefeiert. (Siehe Gemeindebriefe)
* Vor 1338 wüst: „Die jetzt noch auf dem Wedigenstein vorhandene Andreaskapelle war die Kirche des Dorfes” (LANDAU, Wüstungen 308). Die durch Tobias Hombergk im Jahre 1600 restaurierte Kapelle ist die heutige sog. „Totenkirche“ von Kleinvach. Über der Eingangstür befindet sich im Inneren die Inschrift: „In Dei op[timi]. m[aximi]. ho[nore]. Quod D[ivo]. Andreae apostolo Wettingenis. Vacha filiolae Albungae parva mater quondam dedicavit, vestutate collapsum, restauravit. Tobias Homberg a.d. M. D. C.” [= Zur Ehre Gottes, des Besten und Allerhöchsten, hat Tobias Homberg im Jahr 1600 das durch Alter zusammengestürzte (Haus) wieder hergestellt, welches einst das Wettigensteinische Vacha, die kleine Muttergemeinde der kleinen Tochtergemeinde Albungen dem heiligen Apostel Andreas geweiht hatte].

Hinweise

Die Kirche ist von April bis Oktober ganztägig geöffnet

Weitere Informationen

  • Wir nehmen am Programm "Offene Kirchen in Kurhessen-Waldeck teil.
  • Wir führen das Signet "Verlässlich geöffnete Kirche".

Öffnungszeiten

Montag von 10:00 bis 18:00 Uhr
Dienstag von 10:00 bis 18:00 Uhr
Mittwoch von 10:00 bis 18:00 Uhr
Donnerstag von 10:00 bis 18:00 Uhr
Freitag von 10:00 bis 18:00 Uhr
Samstag von 10:00 bis 18:00 Uhr
Sonntag von 10:00 bis 18:00 Uhr

Infokontakt

Pfarrerin Ellen Kallweidt
Pfarramt.Niddawitzhausen@ekkw.de
05651/21510

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Übersicht

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