Fraumünsterkirche

Fraumünsterstraße /Ecke Danziger Straße
34560 Fritzlar

Informationen zur Kirche

Sehenswertes

Die kleine, der hl. Maria geweihte Kirche ist ein gotisches Gebäude mit romanischen Mauerresten. An der Südmauer des rechteckigen Schiffs finden sich sogar weitgehend erhaltene karolingisch-konradinische Mauerreste mit Rundbogenfenstern und einem vermauerten romanischen Portal mit Giebelsturz, jedoch mit Veränderungen aus dem 12. Jahrhundert und der Spätgotik. Der quadratische Chor wurde im 13. Jahrhundert ausgebaut und enthält Spuren eines ehemaligen Kreuzrippengewölbes sowie hochgotische Fresken aus dem 13. und angehenden 14. Jahrhundert; sie zeigen die Anbetung der drei Könige, die Kreuzigung Christi mit Maria und Johannes, und Christus als Weltenrichter. Die Sakramentsnische und der Taufstein stammen aus dem 14. Jahrhundert. Im 30jährigen Krieg erleidet die Kirche schwere Zerstörungen. Im Verlauf des Wiederaufbaus der Kirche erielt die Kirche 1676 einen Fachwerkaufbau mit Dachreiter. Der Innenraum wird 1700 durch eine Empore umgestaltet. Der Orgelprospekt aus der Spätrenaissance von 1630 wurde 1830 aus der Fritzlarer Minoritenkirche hierher gebracht; die heutige Orgel selbst wurde erst 1962/63 eingebaut. Im Dachreiter befindet sich eine kleine Glocke im Ton g2, die bei Gottesdiensten und Veranstaltungen per Hand geläutet wird. Der gesamte Kirchenbereich ist von einer hohen Mauer aus dem Jahr 1731 mit barocken Torpfosten umschlossen. Im Kirchhof liegt neben einem Steinkreuz ein etwa fußhoher Vogtstein, der die Gerichtsstätte des hier vom 13. bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts bestehenden Freibauerngerichts kennzeichnet.

Geschichtliches

Die Fraumünsterkirche nimmt eine besondere Stellung unter allen Fritzlarer Kirchen ein. Sie steht etwas östlich außerhalb der Altstadt von Fritzlar. Die Kirche wird 1260 erstmals urkundlich erwähnt, als sie unter dem Patronat der Grafen von Ziegenhain stand. 1340 traten diese die Kirche an das Petersstift Fritzlar ab. 1377 wurde in ihr eine Sühne zur Beendigung einer langen Fehde zwischen den Herren von Dalwigk und der Stadt Fritzlar geschlossen. Um die Kirche gab es häufig Streit, da sie auf Kurmainzisch-Fritzlarer Gebiet stand, jedoch schon seit dem 13. Jahrhundert Pfarrkirche des zur Landgrafschaft Hessen gehörigen Dorfs Obermöllrich war und dies auch nach der Einführung der Reformation in der Landgrafschaft im Jahre 1527 blieb, 1596 kam die Kirche endgültig zu Obermöllrich, das 1585 auch Sitz des Pfarrers wurde. Noch bis 1900 war sie Friedhofskirche der Gemeinde Obermöllrich. Bis zur Säkularisation des Fritzlarer Franziskanerklosters und dem Erwerb der ehemaligen Klosterkirche durch die evangelische Gemeinde in Fritzlar war die Fraumünsterkirche auch Pfarrkirche der evangelischen Bürger von Fritzlar

Hinweise

Die kleine Kirche wird sehr gerne als Hochzeitskirche genutzt.

Weitere Informationen

  • Wir sind auf behinderte Menschen eingestellt.
  • Wir liegen an einem Rad- oder Wanderweg.
  • Wir haben eine Toilette im Umkreis von 100m.

Öffnungszeiten

Infokontakt

Gemeindebüro Fritzlar
gemeindebuero.fritzlar@ekkw.de
05622-4030

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Übersicht

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