
Vom 23. bis 25. April 2026
Frühjahrstagung der Landessynode
Die Frühjahrstagung der Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen‑Waldeck ist in Hofgeismar zu Ende gegangen. Im Mittelpunkt der Beratungen vom 23. bis 25. April 2026 standen weitere Schritte im Reform‑ und Veränderungsprozess der Landeskirche – insbesondere die Zukunft des Pfarrberufs. Wir berichten über die wichtigsten Entscheidungen hier auf ekkw.de.
Überblick:
Synode regelt Arbeitszeiten im Pfarrdienst neu
Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck führt ein neues Arbeitszeitmodell für Pfarrerinnen und Pfarrer ein, das Gesundheitsschutz und Vereinbarkeit von Beruf und Familie sicherstellen soll. Für das Planungsinstrument hat die Landessynode der EKKW am 25. April grünes Licht gegeben. Es sieht eine durchschnittliche Wochenarbeitszeit für Pfarrpersonen von 41 Stunden (bzw. 40 Stunden ab dem 60. Lebensjahr oder bei Schwerbehinderung) vor.
Kirchengemeinde Viernau kommt zur EKKW
Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck bekommt Zuwachs: Die Kirchengemeinde Viernau wechselt aus dem Kirchenkreis Südthüringen der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) in den Kirchenkreis Schmalkalden. Das hat die Landessynode am 25. April beschlossen. Auch die Synode der EKM hat dafür grünes Licht gegeben. Viernau ist ein Ortsteil der Stadt Steinbach-Hallenberg im südthüringischen Landkreis Schmalkalden-Meiningen und lag bislang an der Grenze zur EKKW.
Präsidentin von Brot für die Welt berichtete der Synode
„Schreib die Welt nicht ab, schreib sie um“: Diesen Appell richtete die Präsidentin von Brot für die Welt und Diakonie Katastrophenhilfe, Dr. Dagmar Pruin, an die Synode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Im Rahmen der Frühjahrstagung berichtete sie eindrücklich von der Arbeit des Hilfswerks. „Eine Welt ohne Hunger ist möglich“, zeigte sich Pruin überzeugt. Es sei alles da, damit alle Menschen in Würde und Sicherheit leben könnten. Allerdings herrsche eine Verteilungs- und Gerechtigkeitskrise.
Neue Pfarrpersonen ab 2029 privatrechtlich angestellt
Ab 2029 werden neue Pfarrerinnen und Pfarrer in der Evangelischen Kirche von Kurhessen‑Waldeck ausschließlich privatrechtlich angestellt statt im öffentlich‑rechtlichen Dienst zu stehen. Das hat die Landessynode am 24. April beschlossen. Ziel ist es, Hierarchien und Statusunterschiede im Verkündigungsdienst abzubauen, erläuterte Prälat Burkhard zur Nieden. Künftig solle die kirchliche Arbeit stärker in multiprofessionellen Teams gestaltet werden.
Bericht aus der Fachstelle zum Schutz vor sexualisierter Gewalt
„Wir haben euch unsere Geschichte geschenkt und euch so viel gegeben, jetzt macht etwas daraus“: Diesen Appell eines Betroffenen stellte die Leiterin der Fachstelle zum Schutz vor Sexualisierter Gewalt in der EKKW, Sabine Kresse, ihrem Bericht auf der Frühjahrstagung der Landessynode voran. Sie betonte: „In mir klingen sie nach, die Geschichten der Betroffenen, die Unsicherheit, die Angst, aber auch der Mut und die Erleichterung, dass nun endlich ans Licht kommt, was so lange im Dunkel gärte.“
Prälat und Vizepräsidentin zu Personallage und Strategien
Die Evangelische Kirche von Kurhessen‑Waldeck steht vor tiefgreifenden Veränderungen ihrer Personalstruktur. Der am 23. April der Synode vorgelegte Personalbericht machte deutlich, dass die EKKW einen Kulturwandel hin zu einer multiprofessionell aufgestellten Kirche vollzieht, die stärker auf die Zusammenarbeit unterschiedlicher Berufsgruppen und Ehrenamtlicher setzt. Vizepräsidentin Dr. Katharina Apel und Prälat Burkhard zur Nieden gaben einen Überblick über laufende Prozesse und die statistische Entwicklung der Personalsituation.
Bischöfin: „Liebe ist eine Haltung radikaler Menschlichkeit“
„Je chaotischer die Welt wird, je schlimmer die täglichen Nachrichten, desto wichtiger wird mir die Hoffnung als christliche Grundhaltung“: Im Eröffnungsgottesdienst der Frühjahrssynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) warb Bischöfin Dr. Beate Hofmann am Donnerstag in ihrer Predigt für Gottvertrauen und Zuversicht, Empathie und Solidarität. Kurz: für eine Haltung „radikaler Menschlichkeit“.
Livestreams der Frühjahrstagung 2026
Vom 23. bis 25. April 2026 tagte die Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck in Hofgeismar. Die Frühjahrstagung wurde im Livestream übertragen. Die Aufzeichnungen der Vormittags-, Nachmittags- und Abendsitzungen können Sie auf dieser Seite bis zum 13. Mai 2026 abrufen.
Dokumentation der Frühjahrssynode 2026
Dokumentationsbereich der 9. Tagung der 14. Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck vom 23. bis 25. April 2026 in Hofgeismar. Hier finden Sie die Berichte, Einbringungen und Impulse sowie die Tagesordnung und weitere Dokumente der Tagung. Die Beschlüsse der Tagung werden nach der endgültigen Ausfertigung durch den Präses veröffentlicht. Im Dokumentationsbereich sind auch die Aufzeichnungen der Livestreams abrufbar.
Aufzeichnungen der Livestreams
Die öffentlichen Sitzungen der Synode wurden im Livestream übertragen. Die Aufzeichnungen können bis zum 13. Mai 2026 hier auf ekkw.de und auf dem YouTube-Kanal der Landeskirche abgerufen werden:
Synode berät über Zukunft des Pfarrberufs
Die 14. Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen‑Waldeck (EKKW) hält ihre neunte Tagung in der Evangelischen Tagungsstätte Hofgeismar ab. Der Eröffnungsgottesdienst wird am Donnerstag, 23. April, um 10 Uhr in der Brunnenkirche gefeiert. Ab 11.30 Uhr beginnen die Beratungen im Synodalsaal.
Personalbericht und Berichte aus den Leitungsgremien
Am ersten Sitzungstag stehen zentrale Leitungs‑ und Verwaltungsfragen im Mittelpunkt. Vorgesehen sind der Personalbericht des Prälaten, der Bericht des Präses der Landessynode sowie der Bericht der Vorsitzenden aus dem Rat der Landeskirche. Zudem werden die Synodalen über den aktuellen Stand zum Umgang mit sexualisierter Gewalt in der EKKW informiert. Weitere Beratungspunkte sind der Gebäudestrategieprozess 2026+, der geprüfte Jahresabschluss für das Jahr 2024 sowie eine Änderung der Geschäftsordnung der Landessynode.
Kirchengesetze, Anträge und Abschluss der Tagung
Am Samstag stehen weitere kirchengesetzliche Beratungen im Mittelpunkt. Unter anderem ist die zweite und dritte Lesung zum geplanten Wechsel der Kirchengemeinde Viernau aus der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland in die EKKW vorgesehen. Außerdem befassen sich die Synodalen mit Anträgen aus den Kreissynoden, dem Bericht des Rates der Landeskirche, künftigen Tagungsterminen sowie Anliegen aus der Aktuellen Fragestunde. Die Synodaltagung endet mit der Schlussandacht.
Tagesordnung, Verlauf & Dokumentation
Struktur‑ und Zukunftsfragen am Freitag
Der Freitag ist den Zukunfts‑ und Strukturfragen der Landeskirche gewidmet. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die Überarbeitung der Grundordnung, ein Sachstandsbericht zur Kirchenverwaltung der Zukunft sowie die Weiterentwicklung der Eckpunkte im Rahmen des Haushaltskonsolidierungsprozesses. Zudem berät die Synode mehrere Kirchengesetze, darunter zum Pfarrdienstrecht sowie zur Rechtsstellung und Ausbildung von Vikarinnen und Vikaren.
Abendvortrag von Dr. Dagmar Pruin
Am Freitagabend hält Dr. Dagmar Pruin, Präsidentin von Brot für die Welt und Diakonie Katastrophenhilfe, einen öffentlichen Vortrag unter dem Titel „Schreib die Welt nicht ab, schreib sie um“.
„Kraft zum Leben schöpfen“

Brot für die Welt unterstützt derzeit über 2.900 Projekte in mehr als 80 Ländern. Das Motto der aktuellen Spendenaktion lautet „Kraft zum Leben schöpfen“. Gemeinsam mit Partnerorganisationen rund um den Globus trägt Brot für die Welt dazu bei, Hunger, Armut und Ungerechtigkeit zu überwinden. Die Projektpartner auf der ganzen Welt zeigen, wie mutig, kreativ und beherzt sie die Herausforderungen vor Ort anpacken. Sie stärken nicht nur die Menschen, die von ihren Projekten profitieren, sondern machen auch uns Mut und schenken uns Kraft, der Ohnmacht bei all den globalen Krisen zu begegnen.
Mit unserer Kollekte unterstützen wir die Arbeit von Brot für die Welt und ihren Partnerorganisationen. Damit setzen wir uns für eine Zukunft ein, in der alle Menschen in Würde leben können, heute und in den kommenden Generationen. Die weltweiten Herausforderungen sind groß. Aber noch größer ist unser Potenzial, zusammen etwas zum Positiven zu verändern!
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Grundordnung
EKKW und Landessynode
Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) mit Sitz in Kassel ist eine von 20 Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Der EKKW gehören rund 666.500 Menschen in 620 Gemeinden an. Das Gebiet der Landeskirche erstreckt sich von Bad Karlshafen im Norden bis zum Frankfurter Stadtteil Bergen-Enkheim im Süden, vom Waldecker Upland im Westen bis zum im Freistaat Thüringen gelegenen Kirchenkreis Schmalkalden.
Das sind ihre Aufgaben und Kompetenzen der Landessynode: Die Synode hat in allen kirchlichen Fragen die letzte Entscheidung. Die geistliche und rechtliche Leitung der Landeskirche teilt sie mit der Bischöfin, den Pröpstinnen und dem Propst, dem Rat der Landeskirche und dem Landeskirchenamt. Alle anderen Leitungsorgane sind der Landessynode verantwortlich. Die Synode wählt den Bischof / die Bischöfin und entsendet aus ihrer Mitte den Rat der Landeskirche. Sie erlässt Gesetze, verabschiedet den Haushalt und schafft so die Grundlagen für das rechtliche Leben der Landeskirche.
So setzt sich die Synode zusammen: Der aktuellen, 14. Landessynode gehören 78 Mitglieder an; dabei sind die Nicht-Theologen in der Mehrheit. Das Gros der Mitglieder wird direkt von den Synoden der Kirchenkreise für sechs Jahre gewählt. Hinzu kommen von Amts wegen die Bischöfin, die Vizepräsidentin als juristische Stellvertreterin und der Prälat als theologischer Stellvertreter, die Pröpstinnen bzw. der Propst der drei Sprengel sowie die Direktoren des Evangelischen Studienseminars und der Evangelischen Akademie. Der Rat der Landeskirche beruft zwölf weitere Mitglieder der Landessynode, von denen mindestens acht Laien sein müssen. Bei deren Berufung sollen laut Grundordnung «die für den Dienst der Kirche in der Welt wichtigen Kräfte» vertreten sein.
So oft tagen die Synodalen: Die Landessynode tagt in der Regel zweimal im Jahr: im Frühjahr und in der Woche vor dem 1. Advent. Die Amtszeit der 14. Landessynode hat am 5. Mai 2022 begonnen; sie endet im Frühjahr 2028.
Diese Personen stehen der Synode vor: Präses (Vorsitzender) ist Dr. Michael Schneider aus Schlüchtern. Erste Beisitzerin ist Dr. Isabel Schneider-Wölfinger (Espenau), zweiter Beisitzer ist Pfarrer Kristof Weisheit (Edermünde-Besse).














































































































