Foto: Der marode Dachstuhl der Martinskirche in Vöhl wurde bereits restauriert. Das Foto zeigt ihn vor der Restaurierung. Die Innen- und Orgelsanierung der Kirche stehen nun bevor. (Foto: medio.tv/W.Schauderna) Der marode Dachstuhl der Martinskirche in Vöhl wurde bereits restauriert. Das Foto zeigt ihn vor der Restaurierung. Die Innen- und Orgelsanierung der Kirche stehen nun bevor. (Foto: medio.tv/W.Schauderna)

Mittelübergabe der Stiftung Kirchenerhaltungsfonds
Stiftung Kirchenerhaltungsfonds fördert 14 Kirchen mit insgesamt 756.900 Euro

Kassel (medio). Die Stiftung Kirchenerhaltungsfonds der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck hat in einer Feierstunde am 19. Januar in Kassel die Förderbewilligungen für das Jahr 2015 überreicht. Dabei konnten 14 Bauvorhaben in 13 Kirchenkreisen mit einem Gesamtbetrag von 756.900 Euro gefördert werden, teilte die Pressestelle der Landeskirche mit.

Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, lobte in seinem Grußwort die Erfolgsgeschichte des Kirchenerhaltungsfonds. Auch im 15. Jahr seines Bestehens gebe dessen Konzept, jeden gespendeten Euro zu verdoppeln, einen «wahren Motivationsschub» für die beteiligten Kirchengemeinden. Er dankte den Menschen, die sich den Erhalt ihrer Kirche auf «ihre Fahnen geschrieben hätten» und mit großem Einsatz und Ideenreichtum Spenden sammelten. Hein unterstrich, dass dieses Engagement nicht nur den Kirchengebäuden diene. Vielmehr wirke es auch positiv auf das Gemeindeleben: «Wer sich für die Renovierung des Kirchenbaus einsetzt, will ihn auch nutzen.»

Der Vorsitzende des Stiftungsvorstands Andreas Fehr freute sich, dass auch nach 15 Jahren viele Kirchengemeinden in die jährliche Projektliste aufgenommen werden wollen, da die Aussicht auf eine Spendenverdoppelung nichts von ihrem Anreiz verloren habe. Für den Stiftungsvorstand stehe daher fest: «Oberste Maxime ist die Aufrechterhaltung dieser Spendenverdoppelung.» Fehr dankte der Landeskirche, die mit Sonderzuweisungen von insgesamt 325.000 Euro in den Jahren 2013 und 2014 die Zinsverluste ausgeglichen habe.  Mit Blick auf die bislang geleistete Arbeit der Stiftung zog Fehr eine positive Bilanz: Seit dem Jahr 2000 seien 257 Bauvorhaben von Kirchengemeinden mit einem Gesamtvolumen von rund 11,4 Millionen Euro gefördert worden.

Die Förderobjekte 2015: 14 Projekte aus 13 Kirchenkreisen

Der Stiftungsvorstand hat in seiner Sitzung am 4. Dezember 2015 die Förderung von 14 Baumaßnahmen mit einem Gesamtvolumen von 756.900 € beschlossen. Förderschwerpunkte sind im Jahr 2015 Maßnahmen der Innenrenovierung und der Orgelsanierung in denkmalgeschützten Kirchen. Während der Laufzeit der Projektliste vom 23. Juni bis 20. November 2015 haben die Kirchengemeinden durch vielfältige Vorortaktivitäten ein Spendenergebnis von 756.264 € erzielt, das von der Stiftung entsprechend der Stiftungsverfassung verdoppelt wird. Auch in Würdigung des vor Ort gezeigten besonderen Eigenengagements erhielten 14 Kirchengemeinden ihre Bewilligungsbescheide von der Stiftung.

Die geförderten Gemeinden im Überblick:

(Alle Fotos: medio.tv/Schauderna)

Der Anlass: Die Erhaltung denkmalgeschützter Kirchen

 Zu den Schätzen der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck gehören ihre denkmalgeschützten Kirchengebäude. Sie zu erhalten, ist Verpflichtung der Landeskirche und ihrer Gemeinden. Im Jahr 2000 hat die Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck die Errichtung einer kirchlichen Baustiftung beschlossen. Ziel ist es, einen finanziellen Grundstock zu schaffen, aus dessen Erträgnissen die Bauunterhaltung denkmalgeschützter kirchlicher Gebäude und ihrer Ausstattungsstücke gefördert werden kann. Die Neuanschaffung von Ausstattungsstücken ist nach der Stiftungsverfassung nicht förderfähig.

Die Finanzierung: Geldmittel der Landeskirche und Zustiftungen

Die Landeskirche hat die Stiftung bei der Gründung mit einem Stiftungskapital von 15,838 Mio. € ausgestattet, das nach der Stiftungsverfassung in seinem Bestand zu erhalten ist. Ende 2013 stockte die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck das Stiftungskapital noch einmal um weitere 10 Mio. € auf. Erträgnisse des Stiftungskapitals und Spenden dürfen nur für die verfassungsmäßigen Zwecke verwendet werden.
Aufgabe des Vorstandes ist es auch, für Zustiftungen und Spenden zu werben.
Die Stiftung Kirchenerhaltungsfonds der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck ist bei ihren vielfältigen Aufgaben und Projekten auch auf die Mithilfe und Unterstützung von Dritten angewiesen.

Der Vorstand: Vertreter der Landeskirche und Personen öffentlichen Lebens

 Der Vorstand der Stiftung setzt sich aus Vertretern der Landeskirche und Personen des öffentlichen Lebens zusammen. In den Vorstand der Stiftung wurden berufen:

  • Adam Daume, Burgwald
  • Andreas Fehr, Lohfelden
  • Dr. Volker Knöppel, Kassel
  • Timo Koch, Kassel
  • Ulrich Müller, Hanau
  • Johannes Prinz, Schwalmstadt
  • Kerstin Reißmann-Priester, Kassel (mit beratender Stimme)
  • Heinrich Trier, Stadtallendorf
  • Mario Wagner, Kassel (mit beratender Stimme)

Vorsitzender des Vorstands ist Andreas Fehr, stellvertretender Vorsitzender Ulrich Müller; zum Geschäftsführer ist Matthias Dettmar, Kassel, bestellt. (19.01.2016)

Linktipp:

Die Stiftung Kirchenerhaltungsfonds finden Sie im Internet unter:

kirchenerhaltungsfonds.de