Liebe Leserin,
lieber Leser,
die Überschrift dieses Heftes klingt provokant in dieser Zeit: nur gute Nachrichten?
In meinem Freundeskreis gibt es Menschen, die schauen keine Nachrichten mehr, weil sie das viele Unglück und die großen Krisen nicht mehr ertragen. Sie ziehen sich lieber in ihre kleine Welt zurück und hoffen, dass dort alles heil bleibt. Keine schlechten Nachrichten mehr, diese Sehnsucht kann ich gut verstehen.
An diesem Wochenende feiern wir Ostern, Auferstehung.
Wir erinnern uns an die gute Nachricht, dass mit dem grausamen Tod von Jesus Christus seine Geschichte nicht zu Ende war. Drei Tage später war das Grab leer und der auferstandene Christus begegnete seinen Vertrauten.
Er wirkte auf sie verändert und doch vertraut. Darum waren diese Begegnungen für sie unendlich tröstlich: Es ist nicht vorbei. Das, wofür Jesus gekämpft hat, das, wofür Jesus in seinem Leben stand, das geht weiter. Anders, aber Christus lebt und seine Botschaft auch.
Ist das eine gute Nachricht, eine, die das Leben leichter macht?
Damit ist der Tod nicht weg aus dieser Welt, auch das Elend und die Tränen und Schmerzen sind nicht verschwunden.
Aber es gibt diese gute Nachricht, die über all das hinausweist und das Traurige und schwer Erträgliche damit nicht grenzenlos, endlos und allmächtig macht. Diese Botschaft hilft mir, die vielen schlechten Nachrichten auszuhalten und nach dem zu suchen, was gelingt und gut geht.
Genau das bietet dieses Heft: 24 Seiten gute Nachrichten, Geschichten von Gelungenem und Überraschendem.
Möge es Sie einstimmen auf die große gute Nachricht: Christus ist auferstanden! Frohe Ostern wünscht Ihnen
Beate Hofmann
Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck
