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Unsere Kirche ist eine Gemeinschaft, die vom Mitmachen lebt. Ohne die tausenden Haupt- und Ehrenamtlichen ginge in den Gemeinden, den Initiativen und Gruppen gar nichts. Jeder und jede kann sich ganz nach den eigenen Möglichkeiten einbringen, wenn sie oder er möchte und kann. 

Und natürlich kostet das, was wir tun, auch Geld. Deswegen sind wir über jede Form des Engagements dankbar, ob mit Rat und Tat oder mit Euro und Cent. Möglichkeiten, sich einzubringen, gib es viele.

Überblick

Sich in unserer Kirche engagieren

Mitarbeiter im Jugendteam, Kirchenvorsteherin, Lektorin, Kuchenbäcker oder Bänkeschlepper fürs Gemeindefest, Redakteurin beim Gemeindebrief, Posaunenbläser, Sängerin in der Kantorei, Maria oder ein Hirte beim Krippenspiel – die Möglichkeiten, sich ehrenamtlich in der Kirchengemeinde und in anderen evangelischen Arbeitsfeldern zu engagieren, sind praktisch grenzenlos.

Dein Pfarrer oder Deine Pfarrerin freuen sich riesig, wenn Du dich dort meldest und Dein Engagement anbietest. Oder man wächst über die Teilnahme in einer Gruppe rein. Oder man findet ein Arbeitsfeld, das einen besonders interessiert und fragt dort an, ob und wie man mitwirken kann. Und wer sich nicht für einen längeren Zeitraum an eine Aufgabe binden möchte, findet auch zeitlich begrenzte Projekte. Im Verzeichnis der Gemeinden findest Du dein zuständiges Pfarramt. 

Oder möchtest Du zuvor noch Allgemeines über das Ehrenamt in unserer Landeskirche erfahren? Dann ist die Fachstelle Engagementförderung die richtige Ansprechpartnerin.

Kirchengemeinden
Über unsere Gemeindesuche sind alle Kirchengemeinden mit Kontaktmöglichkeiten und Links zu eigenen Homepages erreichbar.
Engagementförderung
Für alle, die sich ehrenamtlich in der Kirche engagieren oder überlegen, es zu tun: Die Fachstelle Engagementförderung zeigt passende Möglichkeiten und Angebote, bietet Fortbildungen und beantwortet Fragen.
Broschüre «Für Engagement begeistern!»
Für Menschen, die Freiwillige koordinieren, für Mitglieder von Kirchenvorständen, Pfarrpersonen und alle, die einfach interessiert sind: Die Praxishilfe beschreibt, wie wir in der EKKW mit Engagierten umgehen wollen.

Als Mitglied Kirchensteuer zahlen

Bevor wir zu den Fakten rund um die Kirchensteuer kommen, steht hier ein großes DANKESCHÖN. Wir wissen, wie wichtig Dein Beitrag in Form der Kirchensteuer ist. Ohne sie könnten wir unsere vielen Aufgaben, von Gottesdiensten bis zu Hospizdiensten, von Kinderchören bis zur Jugendfreizeit, von der Flüchtlingshilfe bis zur Telefonseelsorge gar nicht leisten. Wir sind zutiefst dankbar für jeden und jede, der oder die diese Arbeit möglich macht.

Nun aber zu den Fakten: Der Begriff Kirchensteuer ist etwas irreführend, denn tatsächlich handelt es sich ja nicht um eine (staatliche) Steuer, sondern um einen Mitgliedsbeitrag. Andererseits funktioniert die Logik wie eine Steuer und das Finanzamt zieht das Geld auch noch ein. Aber der Reihe nach:

Die Kirchensteuer wird prozentual berechnet, auf dem Gebiet unserer Landeskirche (also in Hessen und Thüringen) sind es 9 Prozent des Betrags, der für Lohn- oder Einkommensteuer anfällt. Die Idee ist, dass die, die finanziell leistungsfähiger sind, auch mehr beitragen – ein Solidarprinzip also. Wer wenig verdient, zahlt wenig oder oft auch gar nichts. Das gilt für viele Rentner sowie Studierende ohne Einkommen, Arbeitslose und Auszubildende. Auf höhere Kapitalerträge, für die Kapitalertragssteuer gezahlt werden muss, fällt ebenfalls Kirchensteuer an.

Und noch etwas: Der Betrag, der als Kirchensteuer auf dem Lohnzettel ausgewiesen ist, ist gar nicht der tatsächliche Beitrag, denn die Kirchensteuer kann ihrerseits als Sonderausgabe bei der Steuererklärung angeben werden. Das reduziert den Betrag. Die tatsächliche Belastung schätzen Finanzexperten und -expertinnen auf ein Prozent des durchschnittlichen Einkommens.

Obwohl die Kirchensteuer also ein Mitgliedsbeitrag ist, wird sie vom Staat eingezogen. Das kritisieren manche als unzulässige Verflechtung. Allerdings ist es keineswegs so, als würde der Staat den Kirchen diese Dienstleistung schenken, er erhebt dafür eine Bearbeitungsgebühr. Würde die Kirche das Einziehen der Beiträge selbst organisieren, wäre das um ein Vielfaches teurer.

Wie es mit Steuern und Finanzen so ist, gibt es noch alle möglichen Sonderregelungen, Ausnahmen und Spezialfälle, angefangen bei Kappungsmöglichkeiten bis zum «Besonderen Kirchgeld» bei konfessionsverschiedenen Ehepaaren.

kirchensteuer-wirkt.de
Im Internetangebot der evangelischen Landeskirchen gibt es viele weitere wissenswerte Informationen dazu, wie die Kirchensteuer erhoben und verwendet wird. Dort gibt es auch einen Rechner, mit dem persönliche Höhe berechnet werden kann.
ekkw.de-Servicerubrik
Die Finanzverwaltung der EKKW informiert in unserer Servicerubrik umfassend zur Kirchensteuer und deren Verwendung in der Landeskirche. Außerdem gibt es Infos zur Kirchensteuer auf Kapitalerträge, zum besonderen Kirchgeld und den Möglichkeiten auf Ermäßigung.
Infografik Kirche & Geld
Die Evangelische Kirche in Deutschland bietet eine interaktive Info-Grafik an, die auch die historischen Hintergründe zur Kirchensteuer und das Verhältnis von Staat und Kirche beschreibt. Dort geht es auch um häufige Vorurteile zu Kirche und Geld.

Was passiert mit dem Geld?

Was die Kirche mit dem ihr anvertrauten Geld macht, ist kein Geheimnis. Jede Landeskirche stellt einen Haushaltsplan auf und legt eine Jahresrechnung vor. Der Haushalt wird von der Landessynode, dem Kirchenparlament, beraten und beschlossen. Das ist alles öffentlich, Geheimniskrämerei gibt es dabei nicht.

Zu den wichtigsten Posten im kirchlichen Haushalt gehören die Lebensbegleitung, Gottesdienste und Seelsorge in den Gemeinden (also auch die Gehälter der Pfarrer und Pfarrerinnen). Kinder und Jugend, Bildung und Erziehung, Kirchenmusik und Kultur, aber auch die Diakonie, die in Notlagen berät und zum Beispiel Obdachlosen und Geflüchteten ganz hilft, sind uns wichtig. Und all das Geld, das Personal, die Gesetze und vieles mehr muss natürlich auch ordentlich verwaltet werden.

Und noch etwas: Unsere Landeskirche ist «steinreich», weil ihr viele Gebäude gehören, darunter um die 1.100 Kirchen. Viele von ihnen sind denkmalgeschützt, sie sind also ein echter Schatz. Doch dieser Schatz muss gehegt und gepflegt werden, auch das kostet Geld. Unterhalten werden müssen auch die Kirchenorgeln, die nicht umsonst als «Königin der Instrumente» bezeichnet werden. Auch sie stehen dafür, dass die Kirche in vielerlei Hinsicht einzigartig und – wie wir meinen – unverzichtbar ist.

Grafik: Wo Kirchensteuer eingesetzt wird.

Grafik: Wo Kirchensteuer eingesetzt wird.

Fragen zu diesem Thema?
Theresa Heine

Dezernat Finanzen und Organisation / Sachgebiet Finanz- und Rechnungswesen

Fragen zur Kirchensteuer
Wilhelmshöher Allee 330, 34131 Kassel
+4956193781211

Geld Spenden - zweckgebunden oder einfach so

Jede Spende ist willkommen und wertvoll. Nicht für alles ist Geld im Haushalt der Landeskirche oder der Kirchengemeinde vorgesehen. Oft gibt es Zwecke, die Menschen besonders am Herzen liegen. Oder es kommen unvorhergesehene Ausgaben auf eine Kirchengemeinde oder die Kirche in der Gesellschaft insgesamt zu.

Die Ausbildungshilfe

Die Ausbildungshilfe - Christian Education Fund ist ein Hilfswerk der EKKW und unterstützt Menschen in vielen Ländern, von Indien bis Südafrika, von Kamerun bis Kirgisien, bei ihrer Ausbildung. Die Spenden fließen in Bildungsprojekte vor Ort.

Hilfe für die Ukraine

Mit großer Sorge und Bestürzung verfolgen Menschen auf der ganzen Welt den Krieg in der Ukraine. Hier kann für die Ukrainehilfe der Landeskirche gespendet werden. Im Themenschwerpunkt geben wir wichtige Hinweise und Empfehlungen zur Unterstützung von Geflüchteten.

«Kirche wärmt»

Mit ihren Aktionen unter dem Motto «Wärme schenken» schließt sich die EKKW der Aktion #wärmewinter an, die die Evangelische Kirche in Deutschland und die Diakonie Deutschland angesichts der hohen Belastung vieler Menschen durch die gestiegenen Energiepreise ins Leben gerufen haben.

7 Jahre – 700.000 Bäume

Mit der Aktion wollen wir dazu beitragen, dass bis zum Jahr 2030 rund 700.000 neue Bäume wachsen und einen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Wir setzen uns damit auch für die Bewahrung der Schöpfung ein.

Spenden sind eine alte religiöse Tradition. Menschen, die weniger haben als man selbst, etwas abzugeben, das spielt schon in der Bibel eine Rolle. Im Lukasevangelium (Kapitel 21,1-4) wird erzählt, wie Jesus im jüdischen Tempel eine Witwe beobachtet, die zwei «Scherflein» – kleine Münzen – in den Opferstock gibt, während die Reichen viel mehr spenden. Doch Jesus bewertet das kleine Opfer der armen Frau viel höher als das viele Geld der Reichen: «Diese arme Witwe hat mehr als sie alle eingelegt. Denn diese alle haben etwas von ihrem Überfluss zu den Gaben eingelegt; sie aber hat von ihrer Armut alles eingelegt, was sie zum Leben hatte.»

Häufig geht es beim Spenden heute darum, andere Menschen gezielt zu unterstützen – in der eigenen Gemeinde oder darüber hinaus. Dann werden Spendenaktionen gestartet. Manche Gemeinden und Kirchenkreise pflegen Partnerschaften mit Christen in anderen Teilen der Welt und unterstützen mit Spenden die, die viel weniger haben als wir.

Aus solchen Partnerschaften ist auch die Ausbildungshilfe der Landeskirche entstanden. Der Name verrät es: Die Organisation unterstützt Menschen in vielen Ländern, von Indien bis Südafrika, von Kamerun bis Kirgisien, bei ihrer Ausbildung. Denn Bildung ist der Schlüssel, um Armut und Unterdrückung zu entkommen.

Eine spezielle Möglichkeit gibt es zudem für Kirchengemeinden, die für ihre Kirchengebäude Spenden sammeln. Der Kirchenerhaltungsfonds, eine Stiftung, hilft. Jahr für Jahr werden Gemeinden, die besonders erfolgreich und kreativ Spenden zusammengebracht haben, vom Fonds ausgezeichnet – und der Spendenerlös wird verdoppelt. Eine große Hilfe für die Gemeinden!

Wenn Du einen guten Zweck für eine Spende oder einen Nachlass suchst, beraten Pfarrer oder Pfarrerin gerne. Auch ein Blick in den Gemeindebrief oder auf die Gemeinde-Homepage hilft dabei. Wenn Du direkt an die Landeskirche spenden möchtest, geht das natürlich auch:

IBAN: DE33 5206 0410 0000 0030 00
BIC: GENODEF1EK1
Evangelische Bank eG

Wir wissen, dass Du dich als Kirchenmitglied bereits großzügig durch die Kirchensteuer engagierst und niemand verlangt, dass Du noch mehr gibst. Aber wer kann und vor allem mag, dessen Spende ist von Herzen willkommen. Versprechen können wir eins: Wir gehen sorgsam mit dem Geld um, das uns anvertraut wird. 

Ausbildungshilfe
Die Ausbildungshilfe - Christian Education Fund ist ein Hilfswerk der EKKW und unterstützt Menschen in vielen Ländern, von Indien bis Südafrika, von Kamerun bis Kirgisien, bei ihrer Ausbildung. Die Spenden fließen in Bildungsprojekte vor Ort.
Kirchenerhaltungsfonds
Die Stiftung Kirchenerhaltungsfonds der EKKW hilft Jahr für Jahr Gemeinden beim Erhalt ihrer Kirchengebäude. Wer besonders erfolgreich und kreativ Spenden zusammengebracht hat, wird vom Fonds ausgezeichnet – und der Spendenerlös wird verdoppelt.
ekkw.de-Servicerubrik
In unserer Servicerubrik informiert das Referat Recht, Spendenwesen und Mitgliedschaft über viele Aspekte zum Thema Spenden. Dort ist auch Beratung möglich, wie ein Thema oder ein Projekt konkret mit einer Spende unterstützt werden kann.
Fragen zu diesem Thema?
Michael Pauli

Dezernat Finanzen und Organisation / Referat Recht, Spendenwesen und Mitgliedschaft

Kirchenrechtsoberrat Michael Pauli
Referatsleiter, Kirchenrechtsoberrat
Haus der Kirche, Wilhelmshöher Allee 330, 34131 Kassel
+495619378275

Kollekte im Gottesdienst geben

Das Wort Kollektion für eine Sammlung ist vermutlich bekannt. Vom lateinischen Verb colligere für «sammeln» stammt auch der Begriff Kollekte ab. Er bezeichnet eine Spendensammlung im Gottesdienst. In den meisten Fällen wird dabei Bargeld (und ja, der ein oder andere Knopf wurde auch schon im Spendenstock gefunden) gesammelt. Doch die Entwicklung geht weiter, es gibt inzwischen auch digitale Spendentöpfe.

Einsammeln der Kollekte während eines Gottesdienstes

Einsammeln der Kollekte während eines Gottesdienstes

Der Zweck, für den gesammelt wird, unterscheidet sich von Sonntag zu Sonntag. Für drei Sonntage im Jahr legt die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) fest, wofür gesammelt wird. Daneben gibt es Wahlpflichtkollekten. Dabei wählen die Kirchenvorstände aus einer Liste der Landeskirche den Zweck aus, den sie am sinnvollsten finden. 

In Kurhessen-Waldeck ist es zum Beispiel üblich, dass die Kollekten der Konfirmationsgottesdienste an die Ausbildungshilfe, das Hilfswerk der EKKW, gehen. Am 1. Advent beginnt traditionell die Aktion von «Brot für die Welt». Das Hilfswerk unterstützt notleidende Menschen in der Welt. Dafür wird in Gottesdiensten in ganz Deutschland gesammelt.

An den meisten Sonn- und Feiertagen wird eine freie Kollekte erhoben. Der Kirchenvorstand kann festlegen, für Zwecke der eigenen Gemeinde zu sammeln. Gewünscht ist, dass aber auch einige Sonntage für Projekte außerhalb der eigenen Gemeinde unterstützt werden. Damit jeder und jede weiß, wofür im Gottesdienst Spenden gesammelt werden, sagen Pfarrerin oder Pfarrer das immer an. 

ekkw.de-Servicerubrik

Viele weitere Informationen zum Thema Kollekte bietet das Referat Gottesdienst und Theologie in unserer Service-Rubrik an. Dort finden sich auch die Kollektenpläne für das aktuelle Kirchenjahr.

Fragen zu diesem Thema?
Pfarrer Lars Hillebold

Dezernat Theologisches Personal und Gemeindeentwicklung / Referat Gottesdienst und Theologie

Referatsleiter
Haus der Kirche, Wilhelmshöher Allee 330, 34131 Kassel
+495619378233