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Grüne und rote Ampel neben zwei Kirchtürmen.

Foto: Klaus Kegebein, pfarrbriefservice.de

Manchmal brauchen wir einen langen Anlauf, um gut und weit springen zu können.

Neue Rahmenbedingungen, neue Beschlüsse

Mit den über 180 Beschlüssen 2015 stellte die Landessynode wichtige Weichen für die Zukunft der EKKW. Zum Beispiel wurden Kooperationsräume eingerichtet, Verwaltungsassistenzen eingeführt und Jugendarbeitsstellen ausgebaut. Fast alle Beschlüsse sind umgesetzt.

Wir erkennen bei der Umsetzung auch, dass neue Rahmenbedingungen neue Beschlüsse nach sich ziehen.

Was ist unser Auftrag? Wozu sind wir als Kirche da?

Über diese beiden Fragen haben sehr viele unterschiedliche Menschen 2021 in einer Vielzahl von digitalen und präsentischen Veranstaltungen nachgedacht und „Evangelium teilen“ als Grundauftrag beschrieben: Er wird in sechs Grundaufgaben wahrgenommen. Fünf strategische Kriterien unterstützen uns dabei, Entscheidungen zu treffen, die unserer Kirche dabei helfen, mit weniger werdenden Ressourcen diese Aufgaben auftragsgemäß wahrzunehmen.

Anhand der Grundaufgaben und Kriterien entscheiden

Die Sondersynode am 5. März 2022 hat uns darauf verpflichtet, alle Entscheidungen an diesen Grundaufgaben und den Kriterien auszurichten. 

Die fünf Teilprozesse

2022 sind wir noch weitergegangen: Wir nehmen alle unsere Rahmenbedingungen in den Blick, um im Licht der Grundaufgaben und Kriterien unsere Arbeit an die veränderten - das heißt geringeren - Ressourcen anzupassen und zu überlegen, welche Arbeiten wir priorisieren.

Das war der Startschuss für die fünf Teilprozesse:

  • Überarbeitung der Grundordnung 
  • Profilierung der Ämter und Berufe – Neue Bahnen
  • Gebäudestrategieprozess 2026+
  • Haushaltskonsolidierung
  • Kirchenverwaltung der Zukunft.

Bis 2026

Ziel aller Prozesse ist es, möglichst bis 2026 die Strukturen und Ressourcen unserer Kirche so zu organisieren, dass wir als Kirche zukunftsfähig aufgestellt sind. 

Jeder dieser Prozesse hat ein Leitungsteam, bestehend aus einem/r Dezerent*in, einer/m Dekan*in. Beim Teilprozess Haushaltskonsolidierung gehört noch der Vorsitzende des Finanzausschusses und bei der “Überarbeitung der Grundordnung” noch der Präses zum Leitungsteam. Alle Teilprozesse sollen partizipativ angelegt sein. Sie werden jeweils von einer/m Geschäftsführer*in begleitet und durch die Steuerungsgruppe vernetzt. 

Was aktuell in den Teilprozessen los ist, finden Sie hier im entsprechenden Navigationspunkt (im Aufbau). 

Veränderungsprozesse überall in der EKKW

So umfassend die Teilprozesse für unseren Reformprozess sind, so machen sie doch nur einen „Teil“ des Veränderungsgeschehens aus. Überall in der EKKW gestalten Menschen in den Kirchenkreisen und Kirchengemeinden und auch in den verschiedenen Berufsgruppen mit ihren je eigenen Handlungsfeldern notwendige Veränderungen ― von der Idee bis zur Umsetzung: „Und das ist richtig gut so!“

«„Zwischenland“ könnten wir diese Situation nennen: Wir sind schon aufgebrochen aus dem Vertrauten und auf dem langen Weg in etwas Neues, mitten auf einem beschwerlichen Weg in der Wüste. Und wir wissen noch nicht mal, ob das, was kommt, das gelobte Land sein wird oder eher ein Leben unter kargen Bedingungen.»
Bischöfin Dr. Beate Hofmann