Fürbitte aus dem Friedensgebet „Nicht vergessen. Beten. Helfen.“ über Jesaja 55, 7–12a zum 4. Jahrestag des Krieges in der Ukraine von Enno Haaks, Generalsekretär des Gustav-Adolf-Werks
Gott des Lebens,
wir kommen vor dich mit unserer Angst,
mit unserer Trauer und mit unserer Hoffnung.
Der Krieg in der Ukraine bringt unermessliches Leid.
Drohnen am Himmel, Explosionen, Zerstörung und Tod
sind für viele Menschen Alltag geworden.
Alte Menschen, Familien, Kinder –
sie bleiben, obwohl das Leben schwer geworden ist.
Wir bitten dich für alle,
die ihre Heimat nicht verlassen wollen oder können.
Schenke ihnen Schutz, Kraft und Zuversicht
inmitten von Angst und Unsicherheit.
Wir bitten dich für die kleinen Gemeinden,
die wie ein Anker in stürmischer Zeit sind.
Für Pfarrerinnen und Pfarrer,
für Ehrenamtliche und Helfende,
die unter Kriegsbedingungen Lebensmittel verteilen,
Kranke versorgen, Kinder begleiten
und die Menschen zu Hause besuchen.
Segne ihre Hände und ihre Herzen.
Lass sie spüren, dass sie nicht allein sind.
Wir bitten dich für die „Kirche der Hoffnung“
und für alle Orte, die zerstört wurden.
Lass aus Ruinen Zeichen des Lebens wachsen,
Räume der Begegnung, des Trostes
und der Hoffnung für die Zukunft.
Wir bitten dich für die Kirchen in der Ukraine:
dass sie Werkzeuge des Friedens bleiben,
dass sie nicht trennen, sondern verbinden,
nicht hetzen, sondern heilen.
Gott, wir bitten dich um Frieden –
einen gerechten Frieden,
der Waffen zum Schweigen bringt
und Herzen verwandelt.
Stärke alle, die sich dem Hass verweigern.
Bewahre die Hoffnung der Menschen,
auch dort, wo der Krieg alles zu verschlingen droht.
Dir vertrauen wir die Ukraine an,
ihre Menschen, ihre Kirchen
und ihre Zukunft.