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Grafik mit dem Schriftzug „Durch die Bank – Podcast im Advent“, einer gezeichneten Bank und drei Fenstern, Logos der EKKW, roter Hintergrund mit weißem Papierstreifen.
Vellmar/Hofgeismar, Redaktion ekkw.de
Veröffentlicht 17 Dez 2025

Nur drei Tage zwischen dem 4. Advent und Heiligabend. Was ist jetzt noch wichtig – und was war nochmal mit dem Lebkuchen und dem Gelee? In der Folge zum 4. Advent spricht der Vikar der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) mit der Bischöfin der evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck Beate Hofmann. Sie sprechen darüber wann die Bischöfin Plätzchen backt und wann der Baum geschmückt wird. Außerdem geht es um zugeparkte Einfahrten, darum wer eigentlich Weihnachten macht und um das «Friede den Menschen auf Erden.» Es lohnt sich auf jeden Fall in die letzte Folge von «Durch die Bank» reinzuhören!

«Friede den Menschen auf Erden»

Wann werden die Plätzchen gebacken und wann der Baum geschmückt? Podcast-Folge 5 von «Durch die Bank – dein Podcast im Advent» mit Bischöfin Beate Hofmann als Gast und Vikar Yorick Weise als Podcast-Host (21.12.2025)

Folge 4: Leuchtende Kinderaugen und gestresster Einzelhandel

Wie beschenkt man Kinder, die sonst an Weihnachten leer ausgehen würden? Mit einer Menge Engagement – und manchmal auch mit einem Anhänger, zwei Strandkörben, Würstchen, Glühwein, Wunschzettelbäumen, Geschenkpapier und vor allem: einem großen Herz für benachteiligte Familien. In der Folge zum 3. Advent sprecht der Vikar der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW)  mit Manuel Spier, dem Inhaber eines Spielwarengeschäfts und Mitinitiator des Vellmarer Sternenzaubers. Gemeinsam mit Martin Saueressig und der evangelischen Kirche Vellmar sorgt er dafür, dass auch die Augen von Kindern aus sozial schwierigen Situationen zu Leuchten beginnen. Sie sprechen über die stressige Adventszeit im Einzelhandel, das sorgfältige Vorbereiten von Geschenken und darüber, was Manuel motiviert, so viel Zeit und Leidenschaft in den Sternenzauber zu investieren – damit Weihnachten für alle ein bisschen heller wird.

Folge 3: Bastelnde Bundeswehr und Nikolaus-Fail

Was haben bastelnde Soldatinnen und Soldaten, ein Liedwunsch unserer ehemaligen Kanzlerin, rote Kerzen auf dem Adventskranz und leere Schuhe am Nikolaustag miteinander zu tun? In der Folge zum 2. Advent spricht der Vikar der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) mit Militärgeneraldekan Thorsten Kirschner aus Berlin. Im Gespräch geht es um die Militärseelsorge, aber auch um die Frage nach Hoffnung und Frieden in einer angespannten politischen Lage sowie um die kleinen Hoffnungsmomente im Advent. Gemeinsam machen sich die beiden auf die Suche nach dem Licht in dunklen Zeiten und nach einer Hoffnung, die trägt – besonders in diesem Jahr.

Folge 2: Zwei Kalender, ein erleuchtetes Treppenhaus

In der zweiten Folge ist Sanne Hartmann, Mutter und Mitarbeiterin einer Familienbildungsstätte, zu Gast bei Yorick Weise. Sie spricht über die besondere Herausforderung, Adventszeit und Familienalltag miteinander zu verbinden. Wie gelingt es, zwischen Terminen, Hausaufgaben und Weihnachtsvorbereitungen Momente der Ruhe zu finden? Welche Rituale helfen, den Advent bewusst zu gestalten – und wo darf es auch mal unperfekt sein? Gemeinsam machen sich die beiden auf die Suche nach kleinen Pausen, guten Ausreden und Ritualen, die helfen können, den Advent bewusst zu erleben.

Folge 1: Lebkuchen mit Geleefüllung, muss das?

In der Pilotfolge «Lebkuchen mit Geleefüllung, muss das? - Zwischen Adventsromantik und Realismus» spricht Vikar Yorick Weise mit dem Theologen Michael Zachwey, der in der Schweiz lebt und arbeitet. Gemeinsam tauschen sie sich über persönliche Adventserfahrungen, Kindheitserinnerungen und die Gegensätze der Vorweihnachtszeit aus. Im Mittelpunkt stehen Fragen wie: Wie lassen sich Adventsromantik und Realismus verbinden, und welche Rolle spielen Traditionen wie Lebkuchen, Weihnachtsoratorium oder Lichter?

Vielfältige Themen und Gäste in fünf Folgen

In den weiteren Folgen, die jeweils zum Adventssonntag auf ekkw.de erscheinen werden, stehen unterschiedliche Facetten der Adventszeit im Mittelpunkt: In Folge 2 spricht Sanne Hartmann, Mutter und Mitarbeiterin/ arbeitet in einer Familienbildungsstätte darüber, wie Familienalltag und Adventszeit zusammenpassen. In Folge 3 berichtet Thorsten Kirschner, Generaldekan der Bundeswehr, über die Erfahrungen von Politikerinnen und Soldaten im Advent. Folge 4 widmet sich mit Manuel Spier, Spielzeughändler und Initiator des Vellmarer Sternenzaubers, dem Spannungsfeld zwischen Konsum und Großzügigkeit. In der abschließenden fünften Folge geht es um die Frage, was in den letzten Tagen vor Weihnachten wirklich zählt; Gast der Folge wird Bischöfin Dr. Beate Hofmann sein.

Podcast als zeitgemäßes Medium

Yorick Weise hat sich bewusst für das Medium Podcast entschieden, weil er darin eine zeitgemäße Möglichkeit sieht, Menschen flexibel und niedrigschwellig zu erreichen. «Ich finde es gut, wenn wir als Kirche dort hingehen, wo die Menschen sind. Heute sind eben viele Menschen in den sozialen Medien anzutreffen und hören gerne Podcasts zu. Denn hier können sie sich ihre Formate heraussuchen und sie dann hören, wenn es ihnen passt», so Weise. Der Vikar möchte mit dem Podcast einen entspannten Zugang zum Thema Advent schaffen und einen Moment bieten, «in dem die Hörenden den Advent bewusst erleben».

Adventszeit als besondere Phase

Die Adventszeit selbst ist für Weise eine besondere Phase im Kirchenjahr: «Ich liebe den Advent – das ist nicht übertrieben! Besonders seit ich Kinder habe, erlebe ich die Adventszeit selber wieder wie ein Kind. Die ganzen kleinen Traditionen, die bunten Lichter, Weihnachtsmärkte, gutes Essen und warme Getränke in der Kälte – all das mag ich sehr.» Das Warten auf das Kommen Jesu an Weihnachten und die damit verbundene Hoffnung im Glauben werde für Weise durch Genuss und Gegensätze im Alltag präsenter. Auch wenn die Zeit nicht stressfrei sei, mache sie ihm «die Schönheit meines Glaubens immer wieder neu bewusst», sagt Weise im Interview mit dem Medienhaus der EKKW.

Portraitfoto von Yorick Weise

Drei Fragen an...

Yorick Weise im Kurzinterview zu seinem Podcast. Die Fragen stellte Medienhaus-Redakteur Christian Küster. 

Zum Vikariat, also der Praxisausbildung von Pfarrpersonen nach dem Studium, gehört ein persönliches Projekt. Sie haben dafür einen Podcast ausgewählt. Warum?

Vikar Yorick Weise: Podcasts sind in Mode. Gut ein Drittel der deutschen Bevölkerung hört regelmäßig Podcasts, 9 Prozent sogar täglich. Egal ob True Crime, Comedy, Kultur, Bildung, Sport oder aktuelle Themen, alles wird auf den Audioplattformen gehört. Ich finde es gut, wenn wir als Kirche dort hingehen, wo die Menschen sind. Heute sind eben viele Menschen in den sozialen Medien anzutreffen und hören gerne Podcasts zu. Denn hier können sie sich ihre Formate heraussuchen und sie dann hören, wenn es Ihnen passt. Beim Spazierengehen, Sport machen, Abwaschen, auf der Couch oder zum Einschlafen. Diese Flexibilität passt sehr in unsere Zeit und in den Advent. Denn die besinnliche Vorweihnachtszeit ist, wenn man mal ehrlich ist, ziemlich voll mit Terminen und eigentlich recht stressig. Der Podcast bringt ein entspanntes Gespräch zum Thema Advent ganz flexibel auf die Ohren und schafft hoffentlich einen Moment, in dem die Hörenden den Advent bewusst erleben.

Im Zentrum Ihrer Reihe steht die Adventszeit. Was bedeutet Ihnen diese Zeit des Kirchenjahres ganz persönlich?

Weise: Ich liebe den Advent – das ist nicht übertrieben! Besonders seit ich Kinder habe, erlebe ich die Adventszeit selber wieder wie ein Kind. Die ganzen kleinen Traditionen, die bunten Lichter, Weihnachtsmärkte, gutes Essen und warme Getränke in der Kälte – all das mag ich sehr. Das Warten auf das Kommen Jesu an Weihnachten und die damit verbundene Hoffnung im Glauben wird durch Genuss und Gegensätze in meinem Alltag präsenter. Die Adventszeit ist nicht stressfrei, auch nicht für Pfarrerinnen und Pfarrer, nicht mal für Vikarinnen und Vikare, aber die vielen schönen Dinge machen mir die Schönheit meines Glaubens immer wieder neu bewusst. Dass ich in der Vorweihnachtszeit noch Geburtstag habe macht die ganze Sache rund.

Nach dem Vikariat sind Sie Pfarrer der EKKW. Warum haben Sie diesen Beruf für sich gewählt? Was reizt Sie daran besonders?

Weise: Am Pfarrberuf begeistert mich besonders, dass ich Menschen begleiten und mit ihnen die Hoffnung des Evangeliums teilen darf. Die Orte, an denen das geschieht, sind unglaublich vielfältig: im ganz normalen Gemeindealltag, auf der Kirmes, in Gesprächen auf Social Media, im Podcast, in der Seelsorge oder bei Taufen, Trauungen und Beerdigungen. Mich bewegt vor allem die Frage, wie wir als Kirche mutig neue Wege gehen können – wie wir Formate entwickeln, die Menschen dort erreichen, wo bisher selten über Glauben gesprochen wird. Trotz ihrer 2000-jährigen Geschichte ist die Botschaft des Evangeliums für mich gerade heute aktuell, kraftvoll und unbedingt wert, weitergegeben zu werden.

Projekte im Vikariat

Die Vikarinnen und Vikare führen im letzten Viertel ihres Vikariats selbstgewählte Projekte durch, erläutert Studienleiterin Maike Westhelle, die im Evangelischen Studienseminar Hofgeismar die Ausbildung begleitet. Diese Projekte können in den zentralen Handlungsfeldern stattfinden – etwa beim gemeinschaftlichen Feiern, beim Lehren und Lernen oder beim Helfen zum Leben. Dabei wählen die Vikarinnen und Vikare entweder Themen, in denen sie vorhandene Kenntnisse und Kompetenzen vertiefen, oder Bereiche, in denen sie sich neue Fähigkeiten aneignen.

www.evangelisches-studienseminar-hofgeismar.de

Das zweijährige Vikariat beruht in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck auf einem dualen Ausbildungsprinzip: Die praktischen Erfahrungen in einer Gemeinde vor Ort werden in der Vikariatsgruppe am Evangelischen Studienseminar in Hofgeismar reflektiert. Im Studienseminar lernen die Vikarinnen und Vikare außerdem zu predigen, seelsorgerliche Gespräche zu führen oder Kinder und Jugendliche in Religion zu unterrichten. Außerdem setzen sie sich kritisch mit ihrer Berufsidentität und mit den Aufgaben der evangelischen Kirche in der Gesellschaft und in der Welt auseinander. Das Vikariat schließt mit dem Zweiten Theologischen Examen ab, nach dem sich die Examinierten bei der Kirche um eine Übernahme in den Dienst bewerben können. Mit der Ordination werden die Vikarinnen und Vikare dann öffentlich dazu berufen, zu predigen, zu taufen und das Abendmahl auszuteilen. Zudem ist damit die Übernahme der Verantwortung für die Seelsorge und Bildung in einer Kirchengemeinde verbunden.