Mit dem Jubiläum wollen die Verantwortlichen deshalb vor allem den Menschen danken, die die Arbeit der TelefonSeelsorge über fünf Jahrzehnte getragen haben. Der Festgottesdienst in der Marienkirche beginnt um 15 Uhr. Anschließend ist ein Empfang mit Grußworten im Dechant-Diel-Haus (Im Bangert 4) vorgesehen.
Seit fünf Jahrzehnten für Menschen da
Wie der Evangelische Kirchenkreis Hanau mitteilt, führen die heute mehr als 70 Mitarbeitenden der TelefonSeelsorge jährlich über 10.000 Gespräche. Gegründet wurde die Einrichtung 1976 von evangelischen, katholischen und evangelisch-freikirchlichen Gemeinden in Hanau. Unterstützt von Förderern in der Region begann die Arbeit damals mit 30 Mitarbeitenden. In den ersten beiden Jahren war das Sorgentelefon ausschließlich nachts besetzt.
Mit steigender Zahl ehrenamtlich Engagierter konnte das Angebot schrittweise ausgebaut werden. Heute ist die TelefonSeelsorge rund um die Uhr erreichbar. Menschen wenden sich mit den unterschiedlichsten Sorgen an die Mitarbeitenden: Sie suchen Unterstützung in persönlichen Krisen, sprechen über Ängste, Einsamkeit, Konflikte oder belastende Lebenssituationen.
Die Ehrenamtlichen hören zu, begleiten und helfen dabei, Gedanken zu sortieren und neue Perspektiven zu finden. „Man weiß nie, was einen erwartet“, zitierte der Kirchenkreis Hanau Stimmen aus dem Kreis der Mitarbeitenden. Gerade diese Offenheit und die unmittelbare Begegnung mit Menschen machten das Engagement für viele über Jahre oder sogar Jahrzehnte hinweg sinnvoll und erfüllend.
www.telefonseelsorge.de

Im Gebiet der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck gehören mehrere regionale TelefonSeelsorge-Stellen zum Netzwerk. Die TelefonSeelsorge Nordhessen mit Sitz in Kassel wurde 1957 gegründet und ist damit eine der ältesten Einrichtungen ihrer Art in Deutschland. Die TelefonSeelsorge Fulda besteht seit 1980 und wird vom Evangelischen Kirchenkreis Fulda getragen. Die TelefonSeelsorge Marburg wurde 1976 als gemeinnütziger Verein gegründet und ist für weite Teile Mittelhessens zuständig. Ebenfalls 1976 nahm die Ökumenische TelefonSeelsorge Main-Kinzig ihre Arbeit auf. Sie ist eine Einrichtung des Evangelischen Kirchenkreises Hanau und wird gemeinsam von evangelischen und katholischen Partnern getragen.
Von Ehrenamtliche getragen
Die TelefonSeelsorge lebt vom Einsatz ihrer Ehrenamtlichen. Nach Angaben des Kirchenkreises werden sie sorgfältig auf ihre Aufgabe vorbereitet und regelmäßig fortgebildet. Darüber hinaus bietet die Gemeinschaft der Mitarbeitenden Raum für Austausch und gegenseitige Unterstützung.
Für viele Anrufende ist das Gespräch mit der TelefonSeelsorge der erste Schritt aus einer belastenden Situation. Die Gespräche sind anonym und vertraulich. Dass dieses Angebot rund um die Uhr erreichbar ist, wäre ohne das Engagement der Ehrenamtlichen nicht möglich.
Stichwort: TelefonSeelsorge
Die TelefonSeelsorge ist ein bundesweites Netzwerk mit mehr als 100 Standorten. Unter den bekannten Rufnummern werden Anrufende in der Regel an eine regionale Stelle vermittelt, möglichst in der Nähe ihres Aufenthaltsortes. Dadurch können bei Bedarf auch weitere Hilfsangebote vor Ort vermittelt werden. Mail- und Chatseelsorge werden bundesweit koordiniert. Nach Angaben der TelefonSeelsorge Deutschland nehmen jedes Jahr Hunderttausende Menschen Kontakt zu den ehrenamtlich besetzten Diensten auf. Das Angebot ist kostenfrei, anonym und vertraulich.
