- Darum geht's in aller Kürze:
Tauchen Sie ein in die Welt der Veränderungsprozesse in Organisationen wie der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck - hören Sie in unserem Podcast "Verändern? Um Gottes Willen!" spannende Einblicke von Expert*innen und erfahren Sie, was Erfolg und Misserfolg in Veränderungsprozessen beeinflusst. - Darum geht's ausführlich …
- Die Podcastmacher*innen …
Reformprozess > der Entdecker-Podcast
Tauchen Sie ein in die Welt der Veränderungsprozesse!
Spannende Veränderungs-Geschichten und aufschlussreiche Einblicke von Expert*innen in den Erfolg und Misserfolg von Veränderungsprozessen

NEU ab Dienstag, 16. Juni:

Der neue Podcast in der Reihe “Verändern? Um Gottes willen!”, Folge 6: Freiwillig engagiert? Um Gottes willen! ↗
Mit den die Freiwilligenmanagerinnen Janneke Daub (Kirchhain) und Sophie Bernhardt (Schwalm-Eder): “Kirche wird in Zukunft mehr von Menschen getragen, die nicht dafür ausgebildet sind.”
Die bisherigen Podcast-Folgen zum Nachhören:
5 > Ganz neu anfangen! Wie das als Gemeinschaft/Gemeinde geht, was zu bedenken und was zu tun ist und wie sich das anfühlt. ↗
Mit Christian Graß, Referent für Experience und Church Life, UND Marburg
EXTRA 4 > Veränderungsprozesse in lebensbedrohlichen Situationen ↗
Mit Andrij Waskowycz, Leiter Diakonie Katastrophenhilfe Ukraine
3 > Haben Organisationen wie Menschen eine Biographie? Und verstehen wir Veränderungsprozesse besser aus der biographischen Perspektive? ↗
Mit Herta Schindler (Atelier für systemische Kunstgriffe) und Madlen Freudenberg (Neue Denkerei)
2 > Unterstützung für die Armen und in Not Geratenen – daran darf sich doch nichts ändern: oder? ↗
Mit Pfarrerin Annika Weisheit, Geschäftsführerin Diakonisches Werk des Kirchenkreises Schwalm-Eder
1 > Spiritualität in der Veränderung ↗
Mit Propst Dr. Volker Mantey, Marburg
Die neue Podcast-Reihe:
Die aktuelle Podcast-Folge:
(ab 16. Juni)
Freiwillig engagiert? Um Gottes willen!
Folge 6 geht am Dienstag, 16. Juni 2026, online.
mit Sophie Bernhardt, Freiwilligenmanagerin im Kirchenkreis Schwalm-Eder
und Janneke Daub, Freiwilligenmanagerin im Kirchenkreis Kirchhain
Die Podcast-Folge 6 als Audio

Was hat sich beim Engagement von Freiwilligen geändert?
Was bewegt Menschen heute, sich zu engagieren – und was hält sie davon ab? Wie verändert sich Freiwilligenarbeit in einer Kirche im Umbruch? Und welche Rolle spielen dabei diejenigen, die Engagement ermöglichen, begleiten und stärken?
Im Spannungsfeld tiefgreifender kirchlicher Transformationsprozesse werfen Sophie Bernhardt und Janneke Daub einen ebenso persönlichen wie fachlichen Blick auf ihre Arbeit: Sie berichten von Veränderungen in den letzten Jahren, neuen Herausforderungen und den Erwartungen an die Zukunft bis 2036. Dabei wird deutlich: Engagementförderung ist längst mehr als eine Aufgabe der Organisation, sie ist Teil eines kulturellen Wandels – und sie bereitet viel Freude!
Zwischen Zuversicht und Sorge, zwischen strukturellen Hürden und inspirierenden Momenten aus dem Alltag entsteht ein vielstimmiges Bild: von einer Kirche, die ohne Engagierte nicht denkbar ist – und von der Aufgabe, Engagement für alle zugänglich zu machen, auch für jene, die sich bislang nicht gesehen fühlen.
Der Entdecker-Podcast mit Janneke Daub und Sophie Bernhardt lädt ein zum Weiterdenken: wie freiwilliges Engagement auch in Zukunft gelingen kann und sich dadurch ebenso das kirchliche Leben und die Beteiligung daran positiv verändert.

ZUR PERSON > Sophie Bernhardt liebt es mit Farbe und Lebendigkeit Räume zu gestalten und zu öffnen ...
Sophie Bernhardt, geboren 1987, nach ihrem Europäischen Freiwilligendienst in Liverpool (2007-2008) absolvierte Sie den Bachelor Theaterpädagogik (HS Osnabrück, 2012) und den Master Kulturvermittlung (Uni Hildesheim, 2017), mit einem Erasmus-Aufenthalt (Porto/Portugal).
Seit 2012 war sie in vielfältigen Einrichtungen & Projekten mit unterschiedlichen Zielgruppen freiberuflich als Theaterpädagogin unterwegs, vor allem im Bereich kreative Persönlichkeitsentwicklung und Erwachsenenbildung.
Ausgelöst durch Corona lernte Sie neue Arbeitsbereiche kennen: als kreative Alltagsbegleiterin in einem psychiatrischen Pflegeheim, als Kunstlehrerin an einem Gymnasium, als Coach in einem Gesundheitsprojekt.
2019-25 lebte sie in einer Gemeinschaft & engagierte sich in der Altstadt von Treysa zu den Themen: Sozialraum-Gestaltung, Bürgerbeteiligung, Aufbau eines Gemeinschaftsgartens, Renovierung alter Fachwerkhäuser. Sie bot Kreativ-Workshops an, beteiligte sich an kulturellen Projekten und baute ein Austauschnetzwerk auf. Sie liebt es mit Farbe und Lebendigkeit Räume zu gestalten und zu öffnen: für Begegnung, Kreativität und Selbstreflexion.
Seit 2024 arbeitet sie mit Ihrer Kollegin als Freiwilligenmanagerinnen im Kirchenkreis Schwalm-Eder. Momentan lebt Sie mit ihrer Katze in Homberg-Mühlhausen.
Ihre persönlichen Top-Veränderungsprozesse:
Immer wieder den Mut zu haben, mich dem zu stellen, was mir Angst macht.
Was sie zuletzt gern gehört hat:
Ein wilder Mix aus Folk, Gospel & Jazz. Meist im Hintergrund und im Auto. Da ganz laut zum Mitsingen.

ZUR PERSON > Janneke Daub: "Menschen zusammenzubringen und gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen, zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben."
Janneke Daub, geboren 1988 in Norddeutschland, studierte Politikwissenschaft, Religionswissenschaft und Soziologie in Jena, Marburg und Concepción (Chile).
Menschen zusammenzubringen und gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen, zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Leben. Schon seit ihrer Jugend engagiert sie sich ehrenamtlich – in Jugendgruppen, bei Kinderfreizeiten, bei Amnesty International, in Elternbeiräten, Fördervereinen oder bei Stadtteilfesten. Am liebsten arbeitet sie im Team und daran hat sich bis heute nichts geändert.
Beruflich arbeitet sie als Flüchtlingsberaterin im Diakonischen Werk sowie als Freiwilligenmanagerin in einem Kirchenkreis. Zuvor war sie unter anderem wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Gießen und Ehrenamtskoordinatorin in einer Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete.
Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Marburg. Gemeinschaft, Engagement und lebendige Zusammenarbeit sind für sie nicht nur berufliche Themen, sondern auch das, was ihren Alltag und ihr Leben prägt.
Ihre persönlichen Top-Veränderungsprozesse:
Zu begreifen, dass jeder Mensch wirkt – und Gesellschaft mitgestaltet.
Der Veränderungsprozess, der mir Angst macht, aber so deutlich ist: Restriktivere Migrationspolitik – und eine Gesellschaft, die dabei zunehmend nach außen und innen verhärtet.
Was sie zuletzt gern gehört hat:
Ich habe eine (jetzt nicht mehr so) geheime Leidenschaft für Truecrime Podcasts, besonders für Friends in Crime. Musikalisch höre ich gerne alle Genres, gerade jetzt: Alin Coen – Alles was ich hab.

Und ... wie finden Sie's?
Wie gefällt Ihnen der neue Entdecker-Podcast mit Sophie Bernhardt und Janneke Daub? Regt Sie das Gespräch dazu an, das freiwillige Engagement in einem anderen, vielleicht in einem neuen Licht zu sehen? Was ist Ihnen wichtig bei dem Thema?
Schreiben Sie uns an reformprozess@ekkw.de! Besten Dank!
PS: Und worauf wir weiterhin neugierig sind: Haben Sie ein Thema, über das wir in unserem Podcast "Verändern? Um Gottes Willen!" mal sprechen sollen?
Die nächsten Podcast-Folgen:
Infos folgen in Kürze.
Die bisherigen Podcast-Folgen:

ZUM NACHHÖREN > Ganz neu anfangen! Wie das als Gemeinschaft/Gemeinde geht, was zu bedenken und was zu tun ist und wie sich das anfühlt.
Folge 5 ging am Freitag, 22. Mai 2026, online.
mit Christian Graß, Referent für Experience und Church Life, UND Marburg
Wir freuen uns über Ihr Interesse:
Podcast-Folge 5 als Audio

Kirche, die verbindet
Ganz neu anfangen! Das ist für viele Menschen eine große Sehnsucht: hin und wieder einfach mal ganz neu anfangen!
Wie das als Gemeinde geht, als christliche Gemeinschaft, was zu bedenken und was zu tun ist und wie sich das anfühlt – darüber spricht Christoph Baumanns im Entdecker-Podcast “Verändern? Um Gottes willen!” mit Christan Graß aus dem Leitungsteam von UND Marburg, der “Kirche die verbindet”, 2020 gegründet.
"Gemeinsam träumen wir davon, Kirche neu zu (er)leben." heißt es auf ihren Internetseiten. Was daran attraktiv und inspirierend ist und was auch als mühselig und kraftraubend erfahren wird, erkunden Baumanns und Graß im Gespräch miteinander. Graß beschreibt den Anfang als „eine wilde Mischung aus Vorfreude, gehöriger Portion Respekt – und ein ganz großes kreatives Feuerwerk von dem, was entstehen kann.“ Zwischen Aufbruch und Realität zeigt sich: Veränderung braucht Mut, Geduld – und die Bereitschaft, Dinge auszuprobieren.“

Foto: UND Marburg
ZUR PERSON > Christian Graß ist jemand, der beruflich und privat ziemlich viele Bälle gleichzeitig in der Luft hält ...
Christian Graß (Jahrgang 1984) ist jemand, der beruflich und privat ziemlich viele Bälle gleichzeitig in der Luft hält – und das meistens, ohne dass einer davon runterfällt.
Als verheirateter Vater von zwei Grundschulkindern ist das tägliche Chaos für ihn kein Stressfaktor, sondern eher das perfekte Training für seine Arbeit bei UND Marburg. Dort tüftelt er seit 2020 mit seinem Team an Gottesdiensten und pastoralen Innovationen und engagiert sich im Leitungskreis von UND.
Seinen Weg startete er in der Ausbildung zum als Jugendreferent und Erzieher – eine Basis, die er später mit einem Master in Transformationsstudien noch einmal ordentlich vertieft hat. Heute fließt dieses Wissen direkt in den Marburger Alltag ein: Im Leitungskreis des neuen UND Projektladens belässt er es nämlich nicht beim Planen von Veränderungen, sondern packt am liebsten direkt mit an, um neue Ideen gemeinsam mit anderen einfach mal auszuprobieren.
Wenn er nicht gerade im Marburger Netzwerk für Demokratie für ein gutes Miteinander eintritt, wechselt er die Perspektive hin zu den ganz persönlichen Sternstunden: Als Mitgründer der Ritualagentur ‚Segenszeit‘ begleitet er Menschen an ihren großen Tagen und sorgt als Redner dafür, dass Hochzeiten genau das werden, was sie sein sollten – ein echtes, lebendiges Fest, das zu den Leuten passt.
Und wenn der Tag dann endlich ruhig wird? Beim Gaming nimmt er den Controller in die Hand und trainiert ganz nebenbei die Reflexe, die man braucht, um zwischen Elternabenden, Demokratie-Diskursen und neuen Kirchenformen entspannt den Überblick zu behalten.
Seine persönlichen Top Veränderungsprozesse?
Der wichtigste Veränderungsprozess für mich ist die Erkenntnis, dass Transformation nicht nur durch theoretische Planung, sondern durch das mutige Erproben neuer Ansätze in der Praxis gelingt.
Was er zuletzt gern gehört hat?
- Verbrechen von Nebenan
- Wegen guter Führung - der Leadership Podcast
ZUM NACHHÖREN > Veränderungsprozesse in lebensbedrohlichen Situationen
EXTRA-Folge 4 ging am Mittwoch, 6. Mai 2026, online.
mit Andrij Waskowycz, Leiter Diakonie Katastrophenhilfe Ukraine
Wir freuen uns über Ihr Interesse:
Wir haben den Podcast mit Andrij Waskowycz per Videokonferenz aufgenommen, er in seinem Büro in Kyjiw, Christoph Baumanns in seinem Wohnzimmer in Kassel. Andrij Waskowycz weist zu Anfang darauf hin, dass es während der Aufnahme per Handy Bombenalarm geben kann …
Podcast-Folge 4 als Audio

Foto: www.diakonie-katastrophenhilfe.de

Um eine Geschichte zu erzählen, braucht es Zuhörende
“Andrij Waskowysz erzählt von drastischen Veränderungsprozessen – hört zu!”, möchten wir am liebsten gleich mit der Tür ins Haus fallen. Er erzählt vom Alltag der Menschen in der Ukraine. Er erzählt aus Sicht seiner Arbeit für die Diakonie Katastrophenhilfe. 11 Millionen Menschen in der Ukraine sind abhängig von humanitärer Hilfe. 3 Millionen Menschen in der Ukraine sind Binnenflüchtlinge. Das wäre so als würden alle Einwohner*innen von Hamburg und Köln auf der Flucht innerhalb von Deutschland sein. Beim Stichwort "Veränderungsprozesse" fällt dem Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe Ukraine mit Sitz in Kyjiw als Erstes ein: “Man sollte sich nicht daran gewöhnen müssen, dass man unter Beschuss ist, dass Kinder und Familien im Luftschutzkeller stundenlang verbringen müssen, weil sie in Lebensgefahr wären, wenn sie sich in ihren Wohnungen aufhalten würden." Und das Zweite: “Was ich ganz wichtig finde, ist, dass man immer wieder von der Resilienz der Menschen in der Ukraine spricht, dass sie so standhaft sind.”
Was wir uns kaum vorstellen können oder auch wollen, davon erzählt Andrij Waskowycz eindrucksvoll: vom Umgang mit Verlusten, vom Leben in fremden Wohnungen ohne Perspektiven, von der Würde der Menschen, die massiven Veränderungsprozessen in lebensbedrohlichen Situationen ausgesetzt sind.

Foto: Oleksandr Vansovych
ZUR PERSON: Andrij Waskowycz ist eine prägende Persönlichkeit im humanitären und sozialen Bereich mit über drei Jahrzehnten Erfahrung in der Ukraine und in internationalen Hilfsnetzwerken.
Derzeit ist er Landesbeauftragter der Diakonie Katastrophenhilfe in der Ukraine, wo er Programme der Nothilfe sowie der langfristigen Unterstützung für vom Krieg und anderen Krisen betroffene Menschen verantwortet.
Zuvor stand er über 20 Jahre an der Spitze von Caritas Ukraine und gestaltete die Entwicklung einer der bedeutendsten humanitären Organisationen des Landes maßgeblich mit. Darüber hinaus bekleidete er führende Funktionen in internationalen Netzwerken wie Caritas Internationalis und Caritas Europa. Nach Beginn der großangelegten russischen Invasion im Jahr 2022 leitete er die humanitären Initiativen des Ukrainischen Weltkongresses und koordinierte zeitweilig als Convener des ACT Alliance Ukraine Forums die Zusammenarbeit der beteiligten internationalen Nichtregierungsorganisationen.
Geboren in München als Sohn ukrainischer Eltern, kam er 1991 in die Ukraine und lebt heute in Kyjiw. Er spricht Ukrainisch und Deutsch als Muttersprachen und ist fließend in Englisch und Italienisch.
Seine persönlichen Top-Veränderungsprozesse:
Noch existenzieller als im globalen Kontext prägen permanente Veränderungsprozesse das Leben der Menschen im Krieg in der Ukraine. Für mich persönlich besteht die größte Herausforderung darin, unter Bedingungen wachsender Not und gleichzeitig schrumpfender Ressourcen weiterhin verlässlich humanitäre Hilfe leisten zu können. Das erfordert, Prioritäten immer wieder zu überdenken und das eigene Handeln anzupassen.
Was er zuletzt gern gehört hat?
Zuletzt habe ich am liebsten das Signal gehört, das das Ende eines Luftalarms ankündigt.
ZUM NACHHÖREN > Haben Organisationen wie Menschen eine Biographie? Und verstehen wir Veränderungsprozesse besser aus der biographischen Perspektive?
Folge 3 ging am Dienstag, 14. April 2026, online.
mit Herta Schindler, Systemische Therapeutin, Supervisorin, Lehrtherapeutin (SG)
und Madlen Freudenberg, Organisationsentwicklerin, Moderatorin und Trainerin
Die Podcast-Folge 3 als Audio

“Eine Biografie zu schaffen heißt, sich durch Erzählen Sinn geben.”
Geburt, Kindheit, Jugend, Erwachsensein, Altern, Sterben – das sind die großen Phasen im Leben eines Menschen. Biographien sind manchmal Bücher und Filme, strenggenommen aber hat jeder Mensch eine Biographie, in der sein Leben zum Ausdruck kommt. Wenn wir mit der Brille auf Institutionen und Organisationen schauen, liegt die Vermutung nahe, dass auch diese ein In-die-Welt-Kommen, ein Reifungs- und Alterungsprozess durchlaufen und vielleicht sogar mit dem Sterben konfrontiert sind. Eine solche biographische Perspektive rückt Veränderungsprozesse in ein anderes, neues Licht, das uns vielleicht hilft, auch die Veränderungsprozesse von Organisationen besser zu verstehen.
“Eine Biografie zu schaffen heißt, sich durch Erzählen Sinn geben”, sagt Herta Schindler, die sich intensiv mit Biografiearbeit beschäftigt. Madlen Freudenberg begeistert es, “wenn Menschen und Organisationen sich trauen, Neues zu wagen”. Sie versteht ihre Arbeit als Öffnung von Räumen, in denen mutige Schritte möglich und progressive Wege ausprobiert werden können.
Beide haben ihre Arbeitsräume seit kurzem am selben Kasseler Standort. Und wie es manchmal in Biographien so zugeht, entstand zwischen Tür und Angel die Idee, gemeinsam einen Podcast zum Themenfeld “Veränderungsprozesse und Biographie” zu machen.

Foto: bei der Podcast-Aufnahme.
ZUR PERSON > Herta Schindler: "In meinem Leben gehen persönliche Erkundungs- und Veränderungsprozesse und professionelle Entwicklungen stets miteinander einher, ein vielschichtiger Prozess voller Geschichten.”
Erzieherin, Dipl. Sozialpädagogin, Systemische Therapeutin und Lehrtherapeutin (SG), Systemische Supervisorin, Systemische Coachin (DGSF), anerkannte Systemaufstellerin (DGfS).
1957 geboren; verheiratet, zwei Töchter; seit 2007 in eigener Praxis "Atelier für systemische Kunstgriffe" tätig.
Seit 2009 Lehrtherapeutin, seit 2016 Mitinhaberin des "Systemischen Instituts Mitte SYIM" in Kassel (www.syim.de); Entwicklung der einjährigen Fortbildung "Biografiearbeit unter systemischer Perspektive" und Durchführung in mehreren Ausbildungszyklen im SI, Kassel, im SYIM, Kassel und (in kleinerem Format) im IST, Wien und bei freien Trägern; Referentin zum Thema Biografiearbeit.
Buchveröffentlichung 2022: „Sich selbst beheimaten. Grundlagen systemischer Biografiearbeit“. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2022
Ihre persönlichen Top-Veränderungsprozesse:
OH! Mein Leben ist (in) Bewegung. Ich verändere (mich) dauernd. Ist das nicht eine schöne Doppeldeutigkeit?
Was sie zuletzt gern gehört hat:
Freiheit DELUXE mit Jagoda Marinic – im Gespräch mit Navid Kermani.

Foto: bei der Podcast-Aufnahme.
ZUR PERSON > Madlen Freudenberg: "Mich begeistert es, wenn Menschen und Organisationen sich trauen, Neues zu wagen. Genau dort setzt meine Arbeit an: Räume zu öffnen, in denen mutige Schritte möglich und progressive Wege ausprobiert werden können."
10 Jahre vor dem Mauerfall in Dresden geboren, aufgewachsen in einem Regime-kritischen, evangelischen Elternhaus. Dank Wende konnte sie Abitur machen. Nach einem Auslandsaufenthalt studierte sie Biologie. Es folgten unterschiedliche Stationen an der Universität Kassel im Bereich Lehre und Graduiertenförderung. Nach einem Wechsel in die Wirtschaft Tätigkeiten in Wissensmanagement, Personal- und Organisationsentwicklung.
In 2017 Gründung des Unternehmens Neue Denkerei in Kassel. Freudenberg arbeitet als Organisationsentwicklerin, Moderatorin und Trainerin und ist ehrenamtlich in der Kasseler Kultur und Politik engagiert.
Mit ihrem Mann und den 3 Söhnen lebt sie in Kassel.
Ihre persönlichen Top-Veränderungsprozesse:
Der Ausstieg aus dem Unternehmen, das ich 8 Jahre lang mit aufgebaut habe.
Was sie zuletzt gern gehört hat:
The Daily. Das Interview mit Gisèle Pelicot.
ZUM NACHHÖREN > Unterstützung für die Armen und in Not Geratenen – daran darf sich doch nichts ändern: oder?
Folge 2 ging am Freitag, 13. März 2026, online.
mit Pfarrerin Annika Weisheit, Geschäftsführerin Diakonisches Werk des Kirchenkreises Schwalm-Eder
Die Podcast-Folge 2 als Audio
"Die stärksten Veränderungen sind die finanziellen Einschnitte."
Die regionalen Diakonischen Werke sind von starken Kürzungen betroffen: Bis 2035 werden die landeskirchlichen Zuschüsse jährlich um 5 Prozent gekürzt, in zehn Jahren also 50 Prozent weniger betragen. Das ist ein krasser Einschnitt, vor allem weil es vornehmlich die „klassischen kirchlich-diakonischen“ Arbeitsbereiche trifft, zum Beispiel die Sozial- und Lebensberatung, die Geflüchtetenberatung und der Bereich Müttergenesung/Familiengesundheit.
Das macht sehr neugierig darauf, wie es mit der diakonischen Arbeit vor Ort aktuell aussieht.
"Verändern? Um Gottes Willen!" wechselt deshalb ins "öffentliche Wohnzimmer" von Homberg/Efze. Christoph Baumanns geht dort mit Pfarrerin Annika Weisheit, Geschäftsführerin des Diakonischen Werkes des Kirchenkreises Schwalm-Eder, auf Entdeckungstour, ob und wenn ja, was sich gerade bei der Unterstützung für die Armen und in Not Geratenen ändert.

Foto: bei der Podcast-Aufnahme.
ZUR PERSON > Annika Weisheit ist seit Sommer 2025 ist Geschäftsführerin des Diakonischen Werks des Kirchenkreises Schwalm-Eder.
Annika Weisheit, geboren 1983, studierte ab 2004 Evangelische Theologie in Marburg und Kiel.
Ihr Vikariat machte sie von 2011 bis 2013 in Hanau-Kesselstadt.
Ihre beruflichen Stationen von 2015 bis 2025: Gemeindepfarrerin in Kassel-Harleshausen; Sonderbeauftragung für 18-35 Jährige in der Philippus-Kirchengemeinde Kassel; Projektleitung des Fernstudiengangs „Theologie geschlechterbewusst“ der Ev.-luth. Landeskirche Hannover; Studierendenpfarrerin der Ev. Studierendengemeinde an der Universität Kassel.
Seit Sommer 2025 ist sie Geschäftsführerin des Diakonischen Werks des Kirchenkreises Schwalm-Eder.
Sie engagiert sich im Vorstand des Theologinnenkonvents der EKKW und ist Mitglied des Landesausschusses der EKKW für den Deutschen Evangelischen Kirchentag, derzeit Mitglied der Strategiegruppe Ehrenamt.
Annika Weisheit lebt mit ihren beiden Kindern in Edermünde.
Ihre persönlichen Top-Veränderungsprozesse:
Die Erkenntnis, dass die einzige Kontinuität der Wandel ist.
Was sie zuletzt gern gehört hat:
Die Podcasts „Jung & naiv“ sowie „Deutschland3000“, feministischen DeutschRap.
Links:
- Diakonisches Werk des Kirchenkreises Schwalm-Eder …
- Über das “öffentliche Wohnzimmer” mehr erfahren …
Wenn Sie unterstützen wollen?!
Das “öffentliche Wohnzimmer” in Homberg/Efze hat ohne finanzielle Unterstützung nur eine unsichere Zukunft. Wenn Sie dagegenhalten wollen und diesen menschenfreundlichen Ort der Begegnung und Teilhabe durch eine Spende stärken möchten, dann sind Sie hier richtig:
ZUM NACHHÖREN > Spiritualität in der Veränderung
Folge 1 ging am Donnerstag, 12. Februar 2026, online.
mit Propst Dr. Volker Mantey, Sprengel Marburg
Die Podcast-Folge 1 als Audio
Auf Entdeckungstour ...
Vermutlich winken viele bei „Spiritualität in der Veränderung“ ab. Das soll ein Thema für einen Podcast sein? Ist jedenfalls ein wichtiges in den Veränderungsprozessen für die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck. Mit vielen Anderen haben Volker Mantey und Christoph Baumanns immer wieder mit dem Thema zu tun und dachten sich (wirklich zwischen Tür und Angel), warum nicht mal öffentlich darüber sprechen: nicht im Sinn von „wir wissen Bescheid“, sondern „wir gehen gemeinsam auf Entdeckungstour“. Das war dann die Geburtsstunde des Entdecker-Podcast „Verändern? Um Gottes willen“.
Fragen gibt es ja genug: Was ist Spiritualität? Mit was und wie hilft sie uns bei Veränderungen – auch im kirchlichen Bereich? Spielen biblische Geschichten noch eine Rolle? Welches „Potenzial“ (Leistungsfähigkeit, Kraftfeld) hat sie? Getreu der Frage: Was hilft es, wenn wir unsere Kirche, unsere Organisation verändern, aber nicht uns selbst?
Gehen Sie mit Mantey und Baumanns auf Entdeckungstour!

ZUR PERSON > Volker Mantey ist seit Mitte 2021 Propst des Sprengels Marburg.
Volker Mantey, 1972 in Flensburg geboren, studierte Evangelische Theologie in Kiel, Bethel und Bonn.
2002 wechselte er nach Kurhessen-Waldeck und begann sein Vikariat in Tann (Kirchenkreis Fulda).
Nach seiner Ordination 2004 übernahm er die Pfarrstelle in Spangenberg. 2005 wurde Mantey promoviert. Seit 2012 wirkt Mantey in verschiedenen Gremien aktiv am Reformprozess der EKKW mit: Zukunftsausschuss, Begleitausschuss, Steuerungsgruppe, Teilprozess "Überarbeitung der Grundordnung".
Seit Mitte 2021 ist er Propst – eine Art Regionalbischof – des Sprengels Marburg.
Volker Mantey ist verheiratet und Vater zweier Kinder.
Seine persönlichen Top-Veränderungsprozesse:
Durchhalten mit der Fitness-App.
Was hat er zuletzt gern gehört:
„Augen zu!“ Der Kunst-Podcast der ZEIT über Tizian und die Renaissancemalerei.

Darum geht's ausführlich:
Der Mensch ist ein Anpassungstalent, evolutionär erfolgreich durch seine Wandlungsfähigkeit. Doch oft fällt uns Veränderung schwer, sei es persönlich, gesellschaftlich oder in Organisationen, in denen wir arbeiten. Ein Beispiel: Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) verliert an gesellschaftlicher Bedeutung, Mitgliedern, finanziellen Mitteln und Nachwuchs. Die Arbeitsteilung und -gestaltung zwischen den Berufsgruppen passt so wie bisher nicht mehr.
In unserer Podcast-Reihe „Verändern? Um Gottes Willen!“ wollen wir herausfinden, was das für eine Organisation wie die EKKW und ihre Mitarbeitenden bedeutet. Wir sprechen mit Expertinnen und Experten, die sowohl innerhalb als auch außerhalb der Kirche beruflich oder persönlich Veränderungsprozesse erleben und gestalten.
Der Titel „Verändern? Um Gottes Willen!“ ist doppeldeutig: Er kann „bloß nichts verändern“ oder „verändern, wenn es einem höheren Ziel dient“ bedeuten. Diese Doppeldeutigkeit wollen wir ergründen. Was prägt Veränderungsprozesse? Welche Trauer und Freude bringen sie? Wann gelingen sie, wann scheitern sie? Was bedeutet „Um Gottes Willen“, wenn wir nicht von Gott sprechen? Wofür stehen Organisationen in Veränderungsprozessen? Wofür steht die sich wandelnde EKKW?

Die Podcast-Macher*innen:
Die Entdecker-Podcast-Reihe “Verändern? Um Gottes willen!” ist ein Angebot der → Stabsstelle Reformprozess (Leitung: Pfr. Eva Hillebold) der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Christoph Baumanns, Beauftragter für Kommunikation in kirchlichen Transformationsprozessen, spricht mit Expertinnen und Experten für unterschiedlichste Veränderungsprozesse – wobei Expert*in-sein nicht nur bedeutet, Frage-, Praxis- und Fachwissen zu haben, sondern auch Erfahrungen, Erlebnisse, Ideen, Träume, Furcht, Mut, Verzagtheit, Tatkraft …
Zur Person:
Christoph Baumanns liebt es, Gastgeber zu sein, ganz besonders bei Gesprächen. Deshalb hat er diese Rolle beim Entdecker-Podcast sehr gern übernommen, und freut sich über all die wunderbaren Gäste und die spannenden Themen, die sie mitbringen.
Baumanns hat fast drei Jahrzente freiberuflich Organisationen wie Unternehmen – zum Beispiel Bildungseinrichtungen, Stadtwerke, Kommunen, Kirchen – und temporäre Projekte wie Theater und Ausstellungen bei der Entwicklung und Realisierung ihrer öffentlichen Kommunikation begleitet. Seit Sommer 2023 ist er bei der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck angestellt und unterstützt in der Stabsstelle Reformprozess die Kommunikation der Veränderungsprozesse, die die EKKW nachhaltig verändern werden.
Seine persönlichen Top-Veränderungsprozesse:
die Liebe; erfolgreiche Friedensverhandlungen.
Was hat er zuletzt gern gehört:
hr2-Podcast “Menschen und ihre Musik”; “choosing companion” von Meredith Monk aus ihrer Oper “Atlas”.
Produktion:
David Heise CONTENTCREATOR // FILM // FOTO // PODCAST // STREAMING
Bildnachweise:
Titelmotiv (Symbolbild): KI-generiert mit Runway – David Heise
Wortmarke: Birgitta Schwansee
Fotos (David Heise) entstanden während der Aufnahmen.
© Stabsstelle Reformprozess der EKKW.
Redaktioneller Hinweis:
Die Podcast-Gespräche werden offen und nicht durchgeplant geführt. In der Vorbereitung grenzen die Gesprächspartner*innen gemeinsam das Themenfeld ein und vereinbaren lediglich erste Fragen. Das heißt: Alles, was die am Podcast Beteiligten sprechen, ist ihre persönliche Meinung und gibt nicht die Meinung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck wieder.