Menschen mit geringem Einkommen, Alleinerziehende oder ältere Menschen finden vielerorts nur schwer eine passende und bezahlbare Wohnung. Davon sind nicht nur Großstädte betroffen. Auch im ländlichen Raum fehlt geeigneter Wohnraum. Gleichzeitig suchen viele Kirchengemeinden angesichts sinkender Mitgliederzahlen und veränderter finanzieller Rahmenbedingungen nach neuen Perspektiven für ihre Gebäude und Grundstücke.
Hier setzt die digitale Veranstaltungsreihe „Dach und Würde“ an. Die Veranstalter wollen zeigen, welche Möglichkeiten Kirche und Diakonie haben, um einen Beitrag zu bezahlbarem Wohnen zu leisten. In der Reihe, die sich an kirchliche und diakonische Verantwortliche richtet, wird praxisnahes Wissen zu möglichen Wegen und ersten Schritten vermittelt. Jede Veranstaltung verbindet fachliche Impulse mit Praxisbeispielen und Austauschmöglichkeiten.
Wohnraummangel trifft auf Gebäudeprozesse
Zum Auftakt am 30. September geht es um Beispiele für bezahlbares Wohnen in kirchlichen Gebäuden und um Chancen, die sich aus aktuellen kirchlichen Gebäudeprozessen ergeben. Nach einem Impulsvortrag von Dr. Kerstin Menzel von der Universität Leipzig diskutieren Bischöfin Dr. Beate Hofmann, Vertreter aus Wissenschaft, Kommunen und kirchlicher Praxis über Erwartungen, Chancen und Herausforderungen.
Von Sozialwohnungen bis Konzeptvergabe
In den folgenden Monaten widmet sich die Reihe verschiedenen Handlungsfeldern. Themen sind geförderter Wohnungsbau, gemeinschaftliche Wohnformen, soziale Wohnprojekte für Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf sowie die sogenannte Konzeptvergabe. Dabei sollen Gebäude oder Grundstücke nicht an den Höchstbietenden vergeben werden, sondern nach dem überzeugendsten Nutzungskonzept. Eine Abschlussveranstaltung bündelt die Ergebnisse und leitet daraus Handlungsmöglichkeiten für Kirche und Diakonie ab.
Veranstaltet wird die Reihe gemeinsam vom Zentrum Bildung und Gesellschaft der EKHN, der Evangelischen Kirche im Rheinland, dem Diakonischen Werk Württemberg, der Evangelischen Akademie Bad Boll und der Diakonie Hessen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist erforderlich.
