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Die Retzbachwallfahrer nach der Dankandacht am Altar der Franziskanerkirche auf dem Frauenberg in Fulda. Gerda Mattern (vierte von rechts), in der Mitte Weihbischof Prof Dr. Karlheinz Diez und Pfarrer Karl Josef Gruber.

Die Retzbachwallfahrer nach der Dankandacht am Altar der Franziskanerkirche auf dem Frauenberg in Fulda. Gerda Mattern (vierte von rechts), in der Mitte Weihbischof Prof Dr. Karlheinz Diez und Pfarrer Karl Josef Gruber.

Fulda / Redaktion ekkw.de
Veröffentlicht 02 Okt 2026

In der Franziskanerkirche auf dem Frauenberg kamen am 26. September frühere Teilnehmende sowie Menschen zusammen, die die Wallfahrten über viele Jahre vorbereitet und begleitet hatten. Die Andacht stand ganz im Zeichen des Dankes für gemeinsame Erfahrungen, Begegnungen und gelebte Ökumene.

„Wenn wir nicht nach Retzbach kommen, muss Retzbach zu uns kommen“, sagte Pfarrer Karl Josef Gruber aus Eiterfeld, der die Wallfahrten lange Zeit gemeinsam mit Gerda Mattern aus Hünfeld organisiert hatte. Die ökumenische Pilgertradition wurde vom Katholikenrat des Bistums Fulda und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck gemeinsam getragen. Weil die Kräfte für die Organisation fehlten, konnte sie nicht fortgeführt werden, berichtete Pfarrer Dr. Martin Streck, Catholica-Beauftragter der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW).

Erinnerungen an gemeinsame Wege

Von Beginn an war die Wallfahrt mit Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez aus Fulda verbunden. Bei der Dankandacht erinnerte er an die Anfänge des Projekts und an Cristina Falk aus Marburg, auf deren Idee die gemeinsame Wallfahrt evangelischer und katholischer Christinnen und Christen nach Retzbach zurückgeht. Dort steht die Wallfahrtskirche „Maria im Grünen Tal“, die seit 1968 als Patronin der Ökumene gilt.

Eine besondere Verbindung zum Wallfahrtsort brachte Pater Richard Hessdörfer ein. Der Franziskaner stammt aus Retzbach und lebt heute in Fulda. Mit seinen Erinnerungen ließ er das Tal mit seiner Wallfahrtskirche vor den Augen der Anwesenden lebendig werden und erinnerte an die vielen Menschen, die dort im Laufe der Jahre zusammengekommen waren.

Die Erfahrung der Einheit bleibt

Auch wenn die jährlichen Wallfahrten nach Retzbach nun enden, soll das, was dort gewachsen ist, weiterwirken. In seiner Ansprache betonte Pfarrer Gruber, wie wichtig die Erfahrung christlicher Einheit gerade in einer Zeit sei, in der Menschen andere aus Sorge um sich selbst ausgrenzten. Christinnen und Christen wüssten sich von Jesus Christus getragen und seien aufgerufen, Gottes Liebe weiterzugeben.