Die Partner des GAW leisten in Venezuela unter schwierigsten Bedingungen psychosoziale und medizinische Hilfe. Im Land arbeitet das Werk mit der dortigen Evangelisch-Lutherischen Kirche und der ökumenischen Hilfsorganisation Acción Ecuménica zusammen. Das Geld aus Kurhessen-Waldeck und anderen deutschen Landeskirchen wird direkt an die Partner in Venezuela weitergeleitet.
Im Straßenkinderheim Casa Hogar in Valencia wurden Kinder aufgenommen, die durch das Erdbeben zu Waisen wurden, obwohl die Kapazitäten des Heims eigentlich erschöpft waren. In der lutherischen Gemeinde in Caracas werden Medikamente und Hilfsgüter sortiert und in die Krisengebiete gebracht. Gleichzeitig werden ältere Menschen, Familien und Geflüchtete regelmäßig mit Lebensmitteln versorgt. Im Kirchenzentrum sind zudem fünf Familien untergekommen, die alles verloren haben.
„Wir freuen, dass wir die Lutherische Kirche in Venezuela und das diakonische Hilfswerk Acción Ecuménica unterstützen können. So trägt unsere Erntedankkollekte dazu bei, dass die Betroffenen in der Erdbebenregion Zugang zu dringend benötigter Hilfe bekommen“, sagt Pfarrer Dr. Diethelm Meißner, Dezernent für Diakonie und Ökumene der EKKW.
Kirchliche und humanitäre Organisationen gehen inzwischen von mehr als 10.000 Todesopfern aus, ungezählte Familien sind obdachlos. Viele Häuser, Krankenhäuser und öffentliche Gebäude sind zerstört. Besonders betroffen sind Menschen, die bereits vor dem Erdbeben in Armut lebten oder unter chronischen Erkrankungen leiden. Die staatlichen Strukturen sind überlastet und internationale Hilfe ist dringend notwendig.
Das GAW Kurhessen-Waldeck bittet weiterhin um Spenden für die Erdbebenhilfe in Venezuela
Spendenkonto:
Kontoinhaber: GAW EKKW
IBAN DE81 5206 0410 0000 800 058
Spendenzweck: Nothilfe Venezuela
Das Gustav-Adolf-Werk ist das Diasporawerk der Evangelischen Kirche in Deutschland und tritt für die Rechte protestantischer Minderheitskirchen in 40 Ländern der Welt ein und damit für die Religionsfreiheit. Es ist das älteste evangelische Hilfswerk und wurde 1832 in Leipzig gegründet.



