Dr. Diethelm Meißner, Dezernent für Diakonie und Ökumene in der EKKW, verweist auf die Lage in der sudanesischen Stadt El-Obeid, in der Hunderttausende Schutz suchen und die seit mehreren Monaten unter Beschuss steht. Einwohner und Vertriebene haben aktuell nur eingeschränkten Zugang zu Nahrung und Trinkwasser. „Als EKKW wollen wir die Arbeit von zivilen Organisationen im Sudan unterstützen, mit denen die Diakonie Katastrophenhilfe zusammenarbeitet“, erläutert Meißner.

Die Lage in der Provinzhauptstadt El-Obeid verschlechtere sich von Woche zu Woche, weil Lastwagen mit Nahrungsmitteln und Treibstoff beschossen und die Infrastruktur der Stadt angegriffen werde, schildert das Hilfswerk. Auch die Situation der Menschen in den Lagern werde immer katastrophaler. In den Camps überlebten Schutzsuchende nur mit dem Wenigen, was noch von außen in die Stadt komme und Einwohner teilen können. Die Reserven seien aufgebraucht, berichten Partnerorganisationen der Diakonie Katastrophenhilfe.
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Der Konflikt im Sudan hat eine der größten humanitären Krisen und Vertreibungen weltweit ausgelöst: Er zählt zu den schwersten und komplexesten humanitären Krisen unserer Zeit. Die Lage für die Bevölkerung verschlechtert sich weiter. Hungersnot, Vertreibungen und fehlende Gesundheitsversorgung prägen den Alltag der Menschen. Hinweise zu Spendenmöglichkeiten gibt es auf der Internetseite der Diakonie Katastrophenhilfe.
Dr. Pruin: Tragödie bedroht viele Menschenleben
Die Präsidentin de Diakonie Katastrophenhilfe, Dr. Dagmar Pruin, warnt: „Die Zivilbevölkerung im Sudan leidet seit mehr als drei Jahren unter einem Krieg, in dem das humanitäre Völkerrecht wiederholt verletzt wird. In El-Obeid spielt sich vor unseren Augen eine weitere Tragödie ab, die das Leben vieler Menschen bedroht.“
Brutaler Krieg seit 2023
Seit April 2023 führen das sudanesische Militär SAF und die paramilitärische Miliz RSF einen von beiden Seiten brutal geführten Krieg gegeneinander. Mehr als 30 Millionen Menschen im Sudan – rund zwei Drittel der Bevölkerung – sind laut den Vereinten Nationen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Doch Hilfsorganisationen werden behindert und es herrscht Hunger.
