Für die Opfer des schweren Erdbebens in Myanmar im März 2025 spendeten die Menschen in Deutschland 3,6 Millionen Euro. Ebenso zeigten sie sich weiterhin mit den Menschen in der Ukraine solidarisch. Für dortige Hilfsprojekte gingen 2,2 Millionen Euro ein, gefolgt von Sudan mit 1,4 Millionen Euro.
Diakonie Katastrophenhilfe
Die Diakonie Katastrophenhilfe wurde 1954 gegründet. Sie ist das Hilfswerk für humanitäre Hilfe der evangelischen Landes- und Freikirchen in Deutschland. Gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen unterstützt sie Menschen, die von Naturkatastrophen, Krieg und Vertreibung betroffen sind und diese Notlage nicht aus eigener Kraft bewältigen können. Die Hilfe wird unabhängig von politischer Einstellung, Religion, Geschlecht, Hautfarbe und Nationalität geleistet. Dabei achtet das Hilfswerk auf strikte Neutralität und ist in seinen Entscheidungen unabhängig.
Hilfe verbindet
„Diese Beispiele zeigen eindrücklich: Die Menschen in Deutschland sehen das Leid – nah und fern – und handeln, um es zu lindern. Dafür danke ich allen Spenderinnen und Spendern in unserer Region herzlich“, sagt Claudia Hadj Said, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit der Diakonie Katastrophenhilfe in Hessen und Nassau und Kurhessen-Waldeck. „Wir erleben aktuell am Beispiel von Venezuela, wie plötzlich Menschen unter den Folgen der Erdbeben leiden und wie schnell die Diakonie Katastrophenhilfe und ihre Partner helfen. Sie verteilen Wasserfilter, Zelte und Decken, und sie bieten medizinische Dienste an."
Öffentliche Mittel gehen zurück
Im Unterschied zu den Spenden blieben die öffentlichen Mittel 2025 deutlich hinter den Vorjahren zurück. Die Zuwendungen des Auswärtigen Amts an die Diakonie Katastrophenhilfe halbierten sich mit 9,8 Millionen Euro nahezu. Noch deutlicher war der Rückgang beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, das 2,2 Millionen Euro bereitstellte.
Einen Zuwachs verzeichnete das Hilfswerk hingegen seitens der Europäischen Union. Insgesamt lagen die öffentlichen Mittel im vergangenen Jahr bei 18 Millionen Euro. Damit reduzierten sie sich um rund ein Drittel.

Acción Campesina (Partner der Diakonie Katastrophenhilfe) verteilte im Bundesstaat Miranda Wasserfilter und Wassereimer mit Deckel zur Wasseraufbewahrung.
59,6 Millionen Euro
Die Projektausgaben beliefen sich im vergangenen Jahr auf insgesamt 59,6 Millionen Euro. Davon wurden 9,2 Millionen Euro in Syrien und der Türkei eingesetzt, um die Folgen des Kriegs und der Erdbeben von 2023 zu überwinden. In Deutschland wurden 6,5 Millionen Euro im Rahmen der Hochwasserhilfe und der angeschlossenen Präventionsarbeit bereitgestellt.
Die Angriffe Russlands auf die Ukraine mit Drohnen und Raketen hielten auch im vierten Kriegsjahr unvermindert an. Insgesamt flossen 4,5 Millionen Euro an Projektausgaben in die Ukraine, um Menschen weiterhin aus Kriegsgebieten zu evakuieren, Notunterkünfte zu unterstützen oder um alleinstehende Mütter und Kinder zu begleiten.
