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Unser Foto zeigt Pfarrer Marvin Lange. Im Hintergrund sieht man Gelnhausen mit der markanten Marienkirche. In der Stadt befindet sich das Dekanat des Kirchenkreises.

Unser Foto zeigt Pfarrer Marvin Lange. Im Hintergrund sieht man Gelnhausen mit der markanten Marienkirche. In der Stadt befindet sich das Dekanat des Kirchenkreises.

Fulda/Gelnhausen, Redaktion ekkw.de
Veröffentlicht 21 Aug 2026

Auch für Marvin Lange beginnt mit der Berufung ein Abschied: Fast 18 Jahre lang war er Pfarrer der Evangelischen Bonhoeffer-Kirchengemeinde Fulda und hat dort Spuren hinterlassen – als Gemeindepfarrer, Kreisjugendpfarrer und stellvertretender Dekan ebenso wie im jüdisch-christlichen Dialog. Viele Projekte hat er angestoßen und begleitet, darunter die Modernisierung des Bonhoefferhauses, den Neubau der Orgel, die Einführung eines Schutzkonzepts gegen sexualisierte Gewalt sowie neue Gottesdienstformate und Gesprächskreise. All das in einem Kirchenkreis mit „hoher Lebensqualität“, wie der dreifache Familienvater betont. Entsprechend gehe er auch mit Wehmut, zugleich aber voller Vorfreude auf sein neues Amt.

Zur Person

Marvin Lange wurde in Lübeck geboren; er ist in Kassel aufgewachsen. Nach seinem Theologie-Studium an der Georg-August-Universität in Göttingen absolvierte er sein Vikariat in Melsungen und wurde 2008 durch Bischof Martin Hein ordiniert. Seit 2008 bekleidet er die Pfarrstelle der Bonhoeffer-Kirchengemeinde in Fulda. Lange ist verheiratet, hat zwei Töchter und einen Sohn.

„Im Kirchenkreis Kinzigtal liegt viel Potenzial, auf das sich bauen lässt“, sagt Lange – wohlwissend, dass der Kirchenkreis im östlichen Rhein-Main-Gebiet in Teilen stärker säkular geprägt ist. Strukturiert und teamorientiert will er die neuen Aufgaben angehen, mitunter auch Bestehendes hinterfragen und das Stadt-Land-Gefälle in einen guten Ausgleich bringen. Schwindende Ressourcen schrecken ihn nicht. „Ich bin optimistischer Realist“, sagt der künftige Dekan. Auch der Mangel ließe sich so gestalten, dass etwas Besseres entstehen könne. Da vertraue er auf die Kraft des Evangeliums, das es auch weiterhin in die Öffentlichkeit zu tragen gelte.

www.kirchenkreis-kinzigtal.de

Der Kirchenkreis Kinzigtal ist einer von insgesamt 14 Kirchenkreisen der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Er wurde 2020 aus den früheren Kirchenkreisen Schlüchtern und Gelnhausen gebildet und zählt rund 50.000 Gemeindemitglieder. Er umfasst 25 evangelische Kirchengemeinden auf dem Gebiet der Kommunen Bad Orb, Bad Soden-Salmünster, Biebergemünd, Birstein, Brachttal, Flörsbachtal, Freigericht, Gelnhausen, Gründau, Hasselroth, Jossgrund, Linsengericht, Schlüchtern, Sinntal, Steinau und Wächtersbach. Seine Regionen sind recht unterschiedlich: ländliche Gebiete in Spessart, Vogelsberg und Vorderrhön sowie verdichtete Räume entlang der Autobahn A 66. Er umfasst etwa drei Viertel der Fläche des Main-Kinzig-Kreises einschließlich dessen Kreisstadt Gelnhausen.