Zum Beginn der ökumenischen Schöpfungszeit am 1. September hat das bundesweite Ökumenische Netzwerk „Eine Erde“ zu mehr Engagement für eine zukunftsfähige Wirtschafts- und Lebensweise aufgerufen. Dazu sucht der Zusammenschluss von mehr als 130 kirchlichen Trägern das „Hoffnungswort 2027“. Bis 31. Mai 2027 können Menschen in Deutschland Begriffe einreichen, die „Mut machen, Zuversicht stiften und zeigen, dass ein gerechter sozial-ökologischer Wandel gelingen kann“, wie das Netzwerk mitteilte.
Das Hoffnungswort solle helfen, angesichts des Zustands der Welt Gefühle von Hilflosigkeit und Ohnmacht zu überwinden, hieß es. Es könne aus einem, zwei oder auch drei Wörtern bestehen, sagte Astrid Hake vom Netzwerk „Eine Erde“. Entscheidend sei, dass der Begriff für eine gerechte und nachhaltige Zukunft stehe. Verkündet und symbolisch ausgezeichnet werden soll das Hoffnungswort am 4. Oktober 2027. An diesem Tag endet die ökumenische Schöpfungszeit. Zugleich ist es der Gedenktag des heiligen Franz von Assisi, der in der katholischen Kirche als Schutzpatrons für Tiere, Natur und Umweltschutz gilt.
Botschafter unterstützen Initiative
Unterstützt wird die Initiative von Botschafterinnen und Botschaftern aus Kirche, Wissenschaft und Gesellschaft. Dazu gehören der Klimaforscher Wolfgang Lucht vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, der Bischof der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland, Werner Philipp, und der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Thorsten Latzel.
Schöpfungszeit 2026

Die ökumenische Schöpfungszeit wird jedes Jahr vom 1. September bis zum 4. Oktober begangen. Sie geht auf eine Initiative europäischer Kirchen zurück, die sich in der Charta Oecumenica zu einem gemeinsamen Gebetstag für die Bewahrung der Schöpfung verpflichtet haben. Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland führte deshalb 2010 den Ökumenischen Tag der Schöpfung ein. Kirchen und Gemeinden laden während der Schöpfungszeit zu Gottesdiensten und Aktionen für Klimagerechtigkeit, Nachhaltigkeit und den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen ein.
Das Ökumenische Netzwerk „Eine Erde“
Das Ökumenische Netzwerk „Eine Erde“ ist ein Zusammenschluss von mehr als 130 kirchlichen Trägern in Deutschland. Zu den Mitgliedern gehören Landeskirchen, Bistümer, Hilfswerke, Akademien und weitere christliche Organisationen. Gemeinsam setzen sie sich für globale Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und die Bewahrung der Schöpfung ein. Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) gehört zu den Trägern des Netzwerks. Ein Schwerpunkt der Arbeit ist die Gestaltung der jährlichen Schöpfungszeit. Dazu gehören auch Materialien, Gottesdienstideen sowie der Bildkalender „Schöpfungszeit 2026“ mit Fotografien, Impulsen, Gebeten, Gedichten und weiterführenden Informationen per QR-Code.
