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Die rote Nelke gilt als Symbol der Arbeiterbewegung. In der Geschichte wurden Demonstrationen am 1. Mai häufig gewaltsam unterbunden, Fahnen oder Plakate waren verboten. Deshalb trugen viele Protestierende eine rote Nelke im Knopfloch. So konnten sie ihre Verbundenheit zeigen und Gleichgesinnte erkennen.

Die rote Nelke gilt als Symbol der Arbeiterbewegung. In der Geschichte wurden Demonstrationen am 1. Mai häufig gewaltsam unterbunden, Fahnen oder Plakate waren verboten. Deshalb trugen viele Protestierende eine rote Nelke im Knopfloch. So konnten sie ihre Verbundenheit zeigen und Gleichgesinnte erkennen.

Kassel / Redaktion ekkw.de
Veröffentlicht 05 Mai 2026

Michael Roth setzte sich in seiner Predigt mit der Frage nach einer gerechten Arbeitswelt auseinander, teilt Martina Spohr vom Forum Bildung und Gesellschaft mit. Die musikalische Gestaltung übernahm Christina Kalb-Heck. 

Portraitfoto von Michael Roth

Setzte sich im Gottesdienst mit Versen aus dem Bibeltext Jeremia auseinander: Michael Roth

Im Wortlaut

Predigt von Michael Roth im Gottesdienst zum 1. Mai 2026 in der Kasseler Martinskirche als PDF-Download

Aus der Bibel

Im Bibeltext Jeremia 22,13–19 wird König Jojakim wegen ungerechter Herrschaft, Ausbeutung und Gewalt verurteilt. Weil er Recht und Gerechtigkeit missachtet, kündigt Gott ihm ein schmachvolles Ende ohne Trauer und ohne ehrenvolles Begräbnis an.

Weh dem, der sein Haus mit Sünden baut und seine Gemächer mit Unrecht, der seinen Nächsten umsonst arbeiten lässt und gibt ihm seinen Lohn nicht und denkt: »Wohlan, ich will mir ein großes Haus bauen und weite Gemächer«, und lässt ihm Fenster einsetzen und es mit Zedern täfeln und rot malen. 

Meinst du, du seist König, weil du mit Zedern prangst? Hat dein Vater nicht auch gegessen und getrunken und hielt dennoch auf Recht und Gerechtigkeit, und es ging ihm gut? Er half dem Elenden und Armen zum Recht, und es ging ihm gut. Heißt dies nicht, mich recht erkennen?, spricht der Herr. Aber deine Augen und dein Herz sind auf nichts anderes aus als auf unrechten Gewinn und darauf, unschuldiges Blut zu vergießen, zu unterdrücken und zu misshandeln.

Darum, so spricht der Herr über Jojakim, den Sohn Josias, den König von Juda: Man wird ihn nicht beklagen: »Ach, Bruder! Ach, Schwester!« Man wird ihn nicht beklagen: »Ach, Herr! Ach, Edler!« Er soll wie ein Esel begraben werden, fortgeschleift und hinausgeworfen vor die Tore Jerusalems.

v.l.: Stefan Ahr (Kath. Kirche,Kassel), Michael Roth (ehem. Staatsminister, Publizist), Dekan Dr. Michael Glöckner (Ev. Stadtkirchenkreis Kassel), Martina Spohr (Forum Bildung und Gesellschaft), Michael Reis (Kolpingsfamilie)

v.l.: Stefan Ahr (Kath. Kirche,Kassel), Michael Roth (ehem. Staatsminister, Publizist), Dekan Dr. Michael Glöckner (Ev. Stadtkirchenkreis Kassel), Martina Spohr (Forum Bildung und Gesellschaft), Michael Reis (Kolpingsfamilie)

Veranstaltet wurde der Gottesdienst vom Forum Bildung und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, der Katholischen Kirche in Kassel, dem Evangelischen Stadtkirchenkreis Kassel, der Kolpingsfamilie Kassel-Zentral, dem Deutschen Gewerkschaftsbund Region Nordhessen, der IG Metall Nordhessen und ver.di Nordhessen.

Seit 1995 gestalten die evangelische und die katholische Kirche in Kassel gemeinsam mit gewerkschaftlichen Partnern einen ökumenischen Auftakt zum Tag der Arbeit. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Fragen aus Gesellschaft, Wirtschaft und Arbeitswelt.

Was steckt hinter dem Tag der Arbeit. Das Video des epd erklärt die Hintergünde. (Video: epd)