„Ob im Iran, im Sudan, in den USA oder auch in Deutschland: Zivilgesellschaftliche Akteurinnen und Akteure geraten zunehmend unter Druck, etwa durch Einschüchterung, Bedrohungen oder Hassrede“, teilte das Bistum Mainz für die Veranstalter mit. „Gleichzeitig stiftet ihr Engagement Mut und Zuversicht all denen, die sich überall auf der Welt für ein gutes Leben für alle einsetzen.“ Die Aktion wird am 1. September mit einem Gottesdienst um 18.30 Uhr im Frankfurter Dom eröffnet.
Friedenskerze aufnehmen

Die Wanderfriedenskerzen können von Gemeinden, Schulen und kirchlichen Gruppen für Gottesdienste, Friedensgebete oder Veranstaltungen ausgeliehen werden. Die Termine werden zentral koordiniert. Informationen und Anmeldung auf der Aktions-Website.
Dort werden die Friedenskerzen vorgestellt und auf Wanderschaft zu mehr als 150 evangelischen und katholischen Gemeinden, Ordensgemeinschaften und ökumenischen Initiativen geschickt. Die Orte sind Frankfurt, Offenbach, Darmstadt, Fulda, Heppenheim, Heusenstamm, Kassel, Limburg, Mainz, Marburg und Wetzlar. In Gottesdiensten und Friedensgebeten werde der Opfer von Krieg, Terror und Gewalt gedacht. Die Kerzen seien ein ermutigendes „Zeichen des Gedenkens und der Solidarität“. Spenden gehen an die kirchlichen Hilfswerke Caritas und Diakonie Katastrophenhilfe zur Unterstützung der Opfer von Krieg und Verfolgung im Sudan.
Aktion läuft bis 18. November
Die bis 18. November laufende Aktion ist ein Gemeinschaftsprojekt der Koordinationsstelle Dialog und gesellschaftliche Verantwortung des Bistums Mainz, dem Fachteam Gesellschaftliche Verantwortung (Abteilung Weltkirche) des Bistums Limburg, dem Zentrum Ökumene der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck sowie dem pax christi Regionalverband Limburg-Mainz.
Die Wanderfriedenskerze
Die Aktion Wanderfriedenskerze entstand 2002 als Reaktion auf die Terroranschläge vom 11. September 2001. Verschiedene christliche Gruppen, Gemeinden und Kirchen im Rhein-Main-Gebiet gründeten damals das Ökumenische Friedenskonveniat Rhein-Main, um konfessionsübergreifend für Frieden zu beten und gemeinsame Friedensarbeit zu leisten.
Seitdem gehen jedes Jahr besonders gestaltete Friedenskerzen als „Licht des Friedens“ auf Wanderschaft durch Gemeinden, Schulen und christliche Einrichtungen. Die Aktion beginnt traditionell am 1. September, dem Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkriegs, mit einem ökumenischen Gottesdienst. Anschließend werden die Kerzen in der Rhein-Main-Region weitergereicht und begleiten Friedensgebete, Gottesdienste und andere Veranstaltungen.
Zum Abschluss der Aktion rund um den Buß- und Bettag werden die Kerzen als Zeichen von Frieden und Versöhnung an Partnerkirchen und Organisationen weitergegeben, darunter auch in Krisen- und Konfliktregionen weltweit.
In den vergangenen Jahren griff die Wanderfriedenskerze unterschiedliche friedenspolitische Themen auf. Dazu gehörten unter anderem Kinder als Opfer von Krieg und Gewalt (2005), die Folgen von Flucht und Vertreibung (2011 und 2021), Auswirkungen von Krieg auf Körper und Seele (2022), die Rolle von Frauen in Friedensprozessen (2023), vergessene Kriege (2024) sowie die Gefährdung von Journalistinnen und Journalisten in Kriegsgebieten (2025). 2026 steht der Einsatz für Menschenrechte im Mittelpunkt.
